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Murphy

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1

Dienstag, 23. Oktober 2012, 22:20

Freikorps Werdenfels

Hallo,

nachdem im News-Thread zu den Miniaturen der Wunsch nach einer Auseinandersetzung mit dem historischen Hintergrund geäußert wurde, habe ich ein paar entsprechende Texte auf meinem Blog verfasst (allerdings auf Englisch):

Teil 1 (hist. Kontext, Aufstellung und Transport des Freikorps Werdenfels nach München)

Teil 2 (Einsatz des Freikorps in München)

Teil 3 (Greueltaten in München 1919)


Wie im Blog geschrieben, falls jemand anderslautende oder ergänzende Information besitzt, bitte melden!
"Progress isn't made by early risers. It's made by lazy men trying to find easier ways to do something."
- Robert Heinlein -

2

Dienstag, 23. Oktober 2012, 22:34

Als jemand, der gemeckert hat: Sehr gute Reaktion, großes Lob dafür! :thumbup:
Conquering Lead Mountain – meine Hobbyvitrine.

3

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 16:57

Verharmlosung von rechtsradikaler Gewalt ist in Deutschland ein größeres Problem als die Verharmlosung jeder anderen Art von Gewalt, vielleicht mit Ausnahme von Gewalt gegen Frauen.

Jede Art der Gewalt ist ein Problem und unerwünscht. Da ist Gewalt von links, rechts und der mitte falsch. Ich glaube als Opfer ist es Dir relativ egal, welcher politische Richtung der Täter angehört. Das gleiche gilt auch für die Verharmlosung.
Ich finde es nur bedenklich, dass gerade in diesem Forum von Wargamern immer gleich Unwissenheit und Verharmlosung unterstellt wird. Es sind doch nicht alle Nutzer hier dumm, oder? Ich gehe eher davon aus, dass die Nutzer hier sich mehr mit Geschichte auseinandersetzen als in vielen anderen Bereichen. Daher finde ich es eher unproduktiv, wenn zu jedem Beitrag ein Beipackzettel kommen soll. Aber das ist meine Meinung.

Zu dem eigentlichen Thema: Die Figuren sind toll und wirklich für andere Sachen einsetzbar. Erfüllen voll das Vorurteil des Krieges im Kleingarten. A Very Lauben Civil War... oder A Very Gartenzwerg Civil War. oder Die Rache, wenn Du deinen Laubendienst nicht erledigst...

Diomedes

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4

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 17:44

Die Freikorps können hier gerne diskutiert werden, weicht aber bitte nicht zu weit vom Thema ab.
Inquisitor Thrax cleared his throat and dictated the last section of his report.

Frank

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5

Freitag, 26. Oktober 2012, 21:20

Hallo,

zu den Figuren kann ich nur sagen: Toll.

Zu dem Thema: Schön das auch einmal diese wenig bekannten Epochen beachtet werden. Vielen Dank hierfür.

Zu der Thematik Gewalt & Figuren, etc.: Es werde nie begreifen wieso einige Leute "Krieg führen" und "Krieg spielen" in einen Topf werfen. Ich war Soldat und hatte das Glück in den 80-ern nie in einen scharfen Einsatz zu müssen. Meine Nachfolger heute beneide ich nicht. Ich will jetzt nicht darüber diskutieren ob die Freiheit und die Demokratie, oder der wahre Glaube und die Einschaltquoten von Proll-TV verteidigt werden, oder was auch immer. Mir würde es vollkommen reichen wenn die, die "nur spielen wollen" nicht auf eine Stufe mit jenen gesellschaftlichen Kreisen gestellt werden, die den Frieden mit Waffengewalt weltweit exportieren möchten. Krieg "in echt" ist nämlich eine echt eckelhafte Sache. Als Spieler weis ich das. Ob das die anderen auch wissen, lasse ich einmal dahingestellt.

Bleibt zu hoffen das nicht eines Tages wirklich - wie jemand an anderer Stelle in diesem Forum schrieb - Figuren nur noch "mit Beipackzettel" (oder gar gegen Vorlages eines Spielzeugwaffenscheines) verkauft werden dürfen.
Ein kleines Licht in dunkler Nacht,
das hat uns Jesus Christ gebracht,
doch wenn ich auf das Heute seh´
dann tun mir meine Augen weh.

Camo

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6

Freitag, 26. Oktober 2012, 21:34

Bitte bleibt beim Thema... und das ist das Freicorps.

Die Miniaturen haben weiter oben einen eigenen Thread, zum Thema Gewalt gibt es keinen, das ist hier aber trotzdem nicht das Thema.
Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, dass wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden.
(Douglas Adams)

Zwerch mit Ohren!!!

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7

Donnerstag, 15. November 2012, 01:50

Schicke Artikel und auch stimmig gestaltet, genau wie die Minis ;) .

Noch eine "uniform"technische Frage zum Freikorps, hatten die neben ihren Armbinden noch weitere vereinheitlichte Kleidung oder nur ihre "trachten", denn falls nicht, wären die Minis doch sicherlich auch in weiteren (zeitlichen und räumlichen) Gebieten brauchbar. Evtl sogar als linke Aufständische?

Gruß
Zwerch!!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Zwerch mit Ohren!!!« (15. November 2012, 02:12)


Florian

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8

Donnerstag, 15. November 2012, 13:06

naja, der durchaus linke oskar maria graf ist mal in tracht zum schriftstellerkongress in der sowjetunion gefahren. denkbar isses also, war aber wahrscheinlich eher selten. die meisten "roten" waren halt städter, arbeiter und matrosen.
wir meinten alles ironisch, auch die ironie.

Murphy

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9

Donnerstag, 15. November 2012, 20:36

Schicke Artikel und auch stimmig gestaltet, genau wie die Minis ;) .

Noch eine "uniform"technische Frage zum Freikorps, hatten die neben ihren Armbinden noch weitere vereinheitlichte Kleidung oder nur ihre "trachten", denn falls nicht, wären die Minis doch sicherlich auch in weiteren (zeitlichen und räumlichen) Gebieten brauchbar. Evtl sogar als linke Aufständische?

Gruß
Zwerch!!!
Hallo,

die Armbinden waren das einzige "richtige" Erkennungszeichen. Das schien auch einige Angehörige anderer Freikorps zu verunsichern. In der ersten Phase der Kämpfe wurden Werdenfelser von verbündeten Einheiten entwaffnet und festgenommen, weil sie nicht sicher waren auf wessen Seite sie kämpften.
Manche trugen auch keine echten Trachten oder nur einzelne "Trachtenteile" (wie geschrieben bestand ein guter Teil der Freikorpsangehörigen nicht einmal aus echten/gebürtigen Werdenfelser). Grob gesagt trugen sie eine individuell (mehr oder weniger) ausgeprägte Mischung aus Trachten, "normaler" zeitgenösischer Zivilkleidung und ehemaliger Armeebekleidung/-ausrüstung (je nach Hintergrund des einzelnen Freikorpsmitgliedes).
Die Propaganda griff später besonders die Trachten auf, um den "gerechten Zorn des bayerischen Volkes auf die Bolschewiken" in Szene zu setzen.

Wie Florian schon geschrieben hat, wäre es für 'Rote' noch ungewöhnlicher in Tracht zu kämpfen. Aber Belege, dass es ausgeschlossen war sind mir nicht bekannt. ;)

Vllt. wäre es 'besser' gewesen, sie einfach als "Pulp-Bayern" (die man auch für das Freikorps Werdenfels nutzen könnte) zu titulieren. ^^
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- Robert Heinlein -