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Maréchal Davout

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Thursday, 23. January 2014, 12:15

Grande Armee-Projekt in 1/72: Aufbau meiner französischen Armee, eines Spielerkreises und mehr

Nun bin ich im Forum schon eine Weile unterwegs und möchte nun meine Armee bzw. unser Grande Armee-Projekt in 1/72 vorstellen. Mittlerweile ist mein Freund Olli (olli5445) auch im Forum und vielleicht ergänzt er aus seiner Perspektive und steuert Fotos bei.

Zum Hobby bin ich eigentlich schon als Kind ca. 1989/90 gekommen, als mir mein Vater eine Box keltischer Krieger von Revell in 1/72 schenkte, auf die bald eine Kiste Römer folgte. Die ersten Minis wurden damals noch mit wasserfestem Playmobil-Stift angemalt, aber bald folgten Revell-Farben und feine Pinsel - viel wurde aber lange nicht angemalt. Ein breiteres Hobby mit regemäßigem Malen, Community und Turnieren erschloss sich dann mit Warhammer Fantasy seit 1996. Dabei bin ich dann bis heute geblieben und habe fast alle Armeen für Warhammer gesammelt, komplett bemalt und gespielt.
Ein Freund und ich überlegten seit Anfang 2013 schon länger, auch historisch zu spielen. Ich bin Historiker, habe im Netz schon lange die verschiedenen historischen Systeme am Rande verfolgt, nur andere Interessierte fehlten bisher. Wir einigten uns auf die napoleonische Zeit und 1/72. Die letzten 17 Jahre hatte ich zwar 28mm-Minis gekauft, zusammengebaut und angemalt, für mich hatten die 1/72/20mm in ihren realistischeren Proportionen mit ähnlich vielen Details wie 28mm nie ihren Reiz verloren. Außerdem verdrängen sie auf dem Schlachtfeld weniger Platz als 28mm-Minis und uns war klar, dass wir an der Epoche die großen Schlachten (Austerlitz, Jena, Auerstedt, Borodino und Waterloo etc.) besonders typisch und toll fanden. Das wollten wir spielen. Nun begann die Suche nach einem passenden System - leider war ich vor einem halbem Jahr noch nicht auf dieses und andere Foren gestoßen. Trotzdem fanden wir Grande Armee von Sam Mustafa, bestellten und lasen es. Das System bietet die Möglichkeit, große Schlachten mit 6 Korps und mehr zu spielen, war für mich als Historiker, der sich auch mit der Militärgeschichte beschäftigt, sehr stimmig und strategisch. Also gaben wir dem ganzen eine Chance! Da ich stark zu den Franzosen tendierte, überließ mein Kumpel sie mir und wählte die Briten als seine Fraktion.

Für mich war von Anfang an klar, dass im für so ein Projekt eine größere Spielgruppe haben will. Darum warb ich für das Projekt und als nächstes kam Olli (olli5445) dazu und wählte die Preußen. Mittlerweile sind noch ein weiterer Franzosenspieler und ein Historikerkollege, der sich für die Habsburger entschieden hat, dabei.

Basierung und Malen
Malen war die erste Priorität! Sam Mustafa gibt für Grande Armee 75x75mm-Bases für die kleinste Standardeinheit, die Brigade von 2500-3400 Mann vor. Grob war meine Tendenz, so viele Figuren wie möglich auf so eine Base zu kleben. Bei der Infanterie entschied ich mich für 20 Mann, bei der Kavallerie 10 Reiter, Batterien werden durch eine 1,5x3 Zoll-Base dargestellt, wo in unserem Maßstab eine Kanone draufpasst.

Meine erste Einheit war eine Brigade Linieninfanterie (Modelle von Airfix, Esci und Italeri):



Die zweite Einheit waren diese polnischen Ulanen (Modelle von Esci), die größtenteils schon von früher bemalt waren.



Die kleinen Kärtchen hinten sind für die Informationen, die im Spiel an der Einheit zu lesen sein müssen. Links bei den Ulanen schonmal für eine bestimmte Armee, die Armee von Portugal 1811 eingetragen. II. Korps (II), Corps Cavalry, Kommandeur Soult, leichte Kav. (LIGHT) und die Zusatzinformation, dass es Ulanen sind). Die Bases waren am Anfang nur begrast, da ich dachte, dass es am besten zu dem Rasen meines Tisches gut passt.

Fortsetzung folgt...

Pappenheimer

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Thursday, 23. January 2014, 14:14

Die Bemalung und die Bases gefallen mir sehr gut. Ich habe bis jetzt auch nur Bases mit nur Rasen drauf gemacht und finde, dass das einfach am besten zu den Spielmatten passt. Ich hätte für was anderes als die Matten auch eh keinen Platz (alles voll mit Reenactment-Kram ;) ).

Das Einzige was mir weniger gefällt sind die Posen der Franzosen, die Du ausgesucht hast. Dieses Gewehr über dem Knie gelegte Vorrücken wirkt irgendwie unheimlich unnatürlich. So tappe ich vielleicht rum, wenn ich als einzelner Soldat erschöpf bin - aber ne ganze Einheit? Ich fand diese frühen Italerie-Franzosen nie so prall auch wegen den Fehlern im Erscheinungsbild (Füsiliere mit Säbeln!). Hast Du extra viel umgebaut?

Ich wünsche Dir jedenfalls mehr Ausdauer als ich selber habe. Wenn Du Historiker bist, wird es Dir sicher die meiste Freude machen, möglichst realitätsnahe Szenarien für die Spiele zu konzipieren. Viel Spaß dabei. (PS: Deine Abneigung gegen die Proportionen bei den 28mm Minis teile ich absolut. 8) )

Maréchal Davout

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Thursday, 23. January 2014, 14:51

Danke für das Lob!

Die Posen der Franzosen: Ich weiß, was du meinst. Ja, viele meiner neueren Einheiten (auch anderer Hersteller) haben auch bessere Posen. Ich kann nur sagen, dass es in der Masse von ein paar hundert Figuren weniger auffällt.
Hier meine dritte Einheit:




Meine Idee war, dass die Brigadebase grob zwei Formationen darstellt, um die verschiedenen Bataillone zumindest anzudeuten. Die Bärenfellmützenträger (hier von Revell) sollen die Grenadierkompanien repräsentieren, bevor diese fast nur noch Tschako trugen.

Für eine realitätsnahe Gestaltung der Szenarien habe ich hier im Forum schon tolle Anregungen bekommen!



Ich finde, schon bei diesem Foto fallen einzelne Posen nicht mehr so ins Gewicht.

Flotter_Otto

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Thursday, 23. January 2014, 17:23

Hi !
Was dir an den 28mm Figuren nicht gefällt, erstaunt mich. Da gibt es in Plastik und Zinn verschiedener Hersteller, ausgezeichnete Figuren
bezüglich Gravur und Posen, siehe z.B. Perry. Wenn du dich aber bereits auf 1/72 eingeschossen hast, ist das auch eine gute Wahl. Ich springe selbst zwischen 1/72 und 28mm hin und her.
Schau dir mal diesen Link in Ruhe an: http://www.schmaeling.de/napoleonische-e…ninfanterie.php
Mit den 1/72 Art-Miniaturen kann man gute Posen für seine Bataillone oder Brigaden auswählen und auch mit passenden Posen z.B. aus Italeri, Hät, Revell und Zvezda ergänzen. Das hat mich bei den Plastikpackungen immer gestört, daß viele Posen für Wargames-Zwecke nicht gerade ideal waren.
Mit Freunden haben wir jahrelang ein selbst gestricktes DBA-ähnliches napoleonisches Wargame gespielt. Hier im Anschluß ein paar Bilder von den Figuren (die meisten Figuren von Uwe Werner). Die Anordnung der Kommandsets im Bataillon sollte man mal ignorieren.
Mittlerweile haben wir unsere Bataillone, allein schon aus optischen Gründen, vergrößert. Aber wir hatten fast immer schnelle Spiele mit fast allen wesentlichen Merkmalen, die für ein "napoleonisches Feeling" in der Spielregel wichtig sind.

Gruß
Bernd
»Flotter_Otto« hat folgende Dateien angehängt:
  • Nap_Warg_01a.JPG (146,83 kB - 248 mal heruntergeladen - zuletzt: 16. August 2018, 09:49)
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Maréchal Davout

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Thursday, 23. January 2014, 18:11

Nein, 28mm-Minis (auch für die Epoche) gefallen mir durchaus. So wollte ich gar nicht verstanden werden. Es ging mir eher darum, auf die Vorteile von 1/72 hinzuweisen. Noch gar nicht genannt wurde bisher, dass 50 Infanteristen für 7 Euro natürlich auch wirklich günstig sind. Wir haben zumindest einen Neuling in der Runde, der wohl nicht angefangen hätte, wenn der Preis nicht so niedrig gewesen wäre. Finde auch die 28mm-Minis von den Perrys,Victrix usw. sehr gut.

Danke für die Tipps! http://www.schmaeling.de/napoleonische-e…ninfanterie.php Einige Schmaeling-Minis für die Franzosen in 1/72 habe ich schon.
Mit Freunden haben wir jahrelang ein selbst gestricktes DBA-ähnliches napoleonisches Wargame gespielt. Hier im Anschluß ein paar Bilder von den Figuren (die meisten Figuren von Uwe Werner).
Schöne Bilder! Mir fällt nur spontan auf, dass die Körperposen recht wenige zu sein scheinen. Durch die vielen verschiedenen Boxen in 1/72 stehen mir über 100 verschiedene Posen zur Verfügung, allein um Linieninfanterie darzustellen. Da mögen dann auch einige schlechte dabei sein, die ich inzwischen bei meiner gewachsenen Miniaturenzahl aber weglassen kann. Dieses Wargame von dem du sprichst, könnte auch interessant sein.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Maréchal Davout« (23. January 2014, 23:42)


Maréchal Davout

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Friday, 24. January 2014, 00:17

Fortsetzung Armeeaufbau:

Nachdem ich die ersten zwei Infanteriebrigaden und die Kavalleriebrigade fertig gemacht hatte, wollte ich Artillerie hinzufügen. Fussartillerie der Linie schien mir für den Anfang am passendsten. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich am Start des Projektes schon eine sehr große Sammlung von 1/72-Figuren hatte. Es war mir eine besondere Freude, diese Figuren meiner Kindheit nun in eine bemalte Armee zu verwandeln. Daher benutze ich auch alte Modelle sehr gern, obwohl modernere Sets insgesamt besser sind (z.B. vieles von Zvesda, was es damals nicht gab).
Ich recherchierte immer mehr Details zu den Uniformen und der Struktur der französischen Armee im Wandel. Es ist eine Schwierigkeit zu überlegen, was man in welcher Reihenfolge aufbaut/anmalt. In der einen Schlacht brauche ich Grenadier a Cheval, dafür kommen keine Kürassiere vor, in der nächsten brauche ich ganze fünf Brigaden Kürassiere! Erstmal habe ich mich an Waterloo orientiert, um einen Überblick über die Anzahl der benötigten Brigaden, Batterien usw. zu bekommen. Das war schon einiges (23 Brigaden Infanterie, 19 Batterien Artillerie etc.).
Nun die zwei Batterien Fussartillerie auf 1,5x3" Basen. Abprotzen usw. wird im Spiel GA nicht einzeln dargestellt.



Hier nochmal zusammen mit dem Rest der bisherigen Streitmacht und drei kleineren Artilleriestücken, die schonmal ein Vorgeschmack auf meine berittene Artillerie sind (hatte gleich zusammen angemalt, weil das in einem Rutsch schneller ging). Über die Basierung haben wir uns als Spielgruppe ausgetauscht, so dass wir da einen gemeinsamen Standard haben.



Fortsetzung folgt...

Thomas Kluchert

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Friday, 24. January 2014, 07:29

Sehr schickes Projekt, gefällt mir gut! :thumbup:

Dareios

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Friday, 24. January 2014, 09:10

Moin, sieht gut aus. Die machen einen schoenen Gesamteindruck. Ich wuerde vielleicht noch das Grasstreu etwas variieren so dass es etwas abwechslungsreicher daherkommt.

Decebalus

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9

Friday, 24. January 2014, 09:59

Schönes Projekt, schöne Bilder.

Hier mal ein paar Anregungen, die Du natürlich ignorieren kannst. Mit Grande Armee habe ich mich mal länger beschäftigt, ohne selbst eine Armee zu haben.

- Die Basen sind so nicht mehr "state of the art". Ich denke, dass es sehr einfach wäre in Zukunft einfach ein bißchen was auf die Basen drauf zu machen, z.B. Steine, Pfützen, Baumwurzeln, Schlachtfeldtrümmer, Sandplacken, Leichen etc. Dass würde diese nur grüne Wiese enorm aufwerten. Für die Wirkung auf Deinem Spielfeld ist der Übergang zwischen Base und Feld entscheidend, deswegen muss nicht die ganze Base monoton begrünt sein.
- Die Zettel wirken irgendwie provisorisch/lieblos/hingeschluddert. Warum nicht - wie auch im Regelwerk vorgeschlagen - am Ende der Base eine Ecke auf die die Infos kommen?
- Dein Ansatz mit den Bataillonen funktioniert m.E. nicht. 1/72 ist einfach zu groß, um diese Wirkung, die man mit 6mm bekommt - nämlich Einheiten mit Formationen darzustellen - umzusetzen. Das sind für mich halt einfach zwei Grüppchen von je 10 Mann. Versuch doch statt dessen mal so im Impetus-Style (coole Bilder findest Du hier im Forum) kleine Szenen auf die Basen zu packen. Der Platz für Action-Szenen ist da und ich denke, es wirkt besser.

Noch ein kleiner Hinweis: Den gleichen Maßstab und die gleichen Basen wie GA benutzt Volley & Bayonet. Alerdings einen grundsätzlich anderen Regelansatz. Falls Ihr also mal was anderes Spielen wollt, gäbe es eine schöne Alternative.

Maréchal Davout

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Friday, 24. January 2014, 11:37

Danke für Lob und Anregungen! Volley&Bayonet war mir wegen der ähnlichen Basierung auch schon aufgefallen!
- Die Basen sind so nicht mehr "state of the art". Ich denke, dass es sehr einfach wäre in Zukunft einfach ein bißchen was auf die Basen drauf zu machen, z.B. Steine, Pfützen, Baumwurzeln, Schlachtfeldtrümmer, Sandplacken, Leichen etc. Dass würde diese nur grüne Wiese enorm aufwerten. Für die Wirkung auf Deinem Spielfeld ist der Übergang zwischen Base und Feld entscheidend, deswegen muss nicht die ganze Base monoton begrünt sein.
Stimmt! Ich versuche mein Projekt in der chronologischen Entwicklung zu dokumentieren. Ich habe am Anfang ein ordentliches Tempo vorgelegt, so dass einige Einheiten schon so begrast waren, als ich merkte, dass ein bischen Abwechslung auf dem Boden gut ist.
- Die Zettel wirken irgendwie provisorisch/lieblos/hingeschluddert. Warum nicht - wie auch im Regelwerk vorgeschlagen - am Ende der Base eine Ecke auf die die Infos kommen?
Ja, vielleicht sollte ich das ändern... Ich dachte, es wäre praktisch, wenn man eine Art Schieber zum anfassen hat. Außerdem habe ich wohl eifersüchtig den Platz auf der Base für die Figuren reservieren wollen. Mir schien auch komisch, so einen Zettel umgeben von Basegestaltung zu platzieren. Wenn man die Originaleinheitszettelchen auf meine Schilder klebt, sieht es zwar ordentlicher aus, aber vielleicht änder ich das gemäß deines Vorschlags. Nichts ist einfacher, als die Schildchen abzuschneiden hinten! Leider ist es generell so, dass diese hellen Schilder den Eindruck der Bases trüben. Aber im Spiel braucht man die Infos drigend an den Einheiten.
- Dein Ansatz mit den Bataillonen funktioniert m.E. nicht. 1/72 ist einfach zu groß, um diese Wirkung, die man mit 6mm bekommt - nämlich Einheiten mit Formationen darzustellen - umzusetzen. Das sind für mich halt einfach zwei Grüppchen von je 10 Mann. Versuch doch statt dessen mal so im Impetus-Style (coole Bilder findest Du hier im Forum) kleine Szenen auf die Basen zu packen. Der Platz für Action-Szenen ist da und ich denke, es wirkt besser.

Wenn man die einzelne Einheit betrachtet, hast du auf jeden Fall recht, das habe ich inzwischen auch gemerkt. Wenn 20 Brigaden neben und umeinander stehen, sieht es doch ganz schön aus, finde ich. Würde es aber auch, wenn jede Base eine geschlossene Formation darstellt. Da habe ich mich schon entschlossen, in die Richtung deines Vorschlags zu gehen. Ich kann wohl auch ganz gut die bestehenden Einheiten einfach mit einer Reihe Soldaten auffüllen in der Mitte (5x5 wären es dann anstatt 2x5 und 2x5). Das mache ich aber lieber erst, nachdem ich erstmal den Grundstock an Einheiten für eine große Schlacht fertig habe, damit schneller spielbares auf den Tisch kommt.

Hier eine Einheit, an der man meinen Lernprozeß bzgl der Kritikpunkte von Decebalus schon sieht:










Was meint ihr? Schon besser? Ich werde aber trotzdem noch die alten Einheiten, die ausschließlich grasbasiert sind, zeigen. Mittlerweile habe ich aber alles dieser Base angepasst. :)

Decebalus

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Friday, 24. January 2014, 14:09

Hatte ich garnicht erwartet, soviel Zustimmung zu finden. ;-) Es sollte auch keine Kritik sein, sondern wirklich nur Anregungen.

Kommt darauf an, wie Du Deine Basen machst. Die Einheiten-Schilder könnten doch am hinteren Rand etwas umgeben von Gelände sein, und dann noch auf farbigem Papier (grün!?) ausdrucken und schon sollte es nicht so auffallen.

Es wird immer mehr Arbeit - ich weiß: Wenn Du bei Deinen neuen Basen den Sand inkst und dann highlightest, kommt es noch besser. Ist aber auch so schon schick.

Das glaube ich, dass die Basen nebeneinander was her machen. (Ich würde übrigens nachträglich die alten Basen nicht mehr ändern. In der Zeit kannst Du auch neues bemalen. Verbesserungen würde ich - bis auf Veränderungen an der Basengestaltung - immer erst bei neuen Sachne machen.)

Maréchal Davout

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Saturday, 25. January 2014, 01:04

Hier die nächsten Bilder: meine ersten drei Batterien reitende Artillerie!




Dareios

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Saturday, 25. January 2014, 01:41

Die neuen Bases sehen in der Tat viel besser aus. sehr schoen. Den Sand find ich gut wie er ist.Du kannst noch weiter gehen und dir ein paar Sachen von MininNatur goennen. So ein paar Buesche etc. Was auch gut kommt ist das Gras mit beige nochmal ganz leicht trockenbzubuersten.

Die neuen Minis gefallen mri ebenfalls. Du kannst ja nach Abschluss des Projekts nochmal ueber die alten Bases druebergehen. Hier und da ein Busch oder Stein, dann sehen die schon abwechslunsgreicher aus und ist nicht viel Aufwand.

Maréchal Davout

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Saturday, 25. January 2014, 11:07

Ich habe inwzwischen schon alle Basen mit Sand, kleinen Felsen und teilweise Büschlein überarbeitet. Wollte nicht bis zum Ende warten, sondern gleich einen einheitlichen Look meiner Armee haben. Wird man auf zukünftigen Fotos sehen. Ganz zum Ende wird das Projekt wohl auch nie kommen, sobald eine große Armee zum Spielen (40-50 Basen) zusammen ist, werde ich wahrscheinlich kleine Zusatzdioramen mit Train-Einheiten, Lazarett-Szenen, Lagerleben, alternative Modelle für die große Persönlichkeiten usw. bauen und bemalen.

Nebenbei muss ich mir noch überlegen, wie ich Dörfer und Gehöfte bauen möchte. Dörfer wie Fuentes, die in der Schlacht von Fuentes 1811 zentraler Schauplatz der Kämpfe waren, sollen im Spiel von einer 100x100mm-Base dargestellt werden, d.h. die meisten Bauwerke müsste man andeuten und stark verkleinert (auch im Vergleich zu den Figuren) darstellen. Große Siedlungen/Befestigungen können auch aus mehreren dieser 100x100mm-Bases bestehen. Habt ihr da gute Ideen wie man vorgehen sollte?

Dareios

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Saturday, 25. January 2014, 13:39

Schwierig. In dem Masstab kannst du auf 10x10 vielleicht einen Schuppen unterbringen. Wie waere es die Haeuser massstaeblich zu machen und dann einfach eine 10x10mm Haelfte markieren, die im Spiel zaehlt? Dann ahst du die Aesthetik und die Funktionalitaet. Ansonsten waere auch ein Haus vorstellbar, dessen verschiedene Anbauten etc. abnehmbar gestaltet sind. Eventuell kannst du auch den Massstab verkleinern, aber dann sieht es halt etwas unpassend aus, wenn ein Regiment vorbeizieht.

Maréchal Davout

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Saturday, 25. January 2014, 17:59

Hm... ich denke, im Moment gefällt mir die Schuppenvariante am besten, also ein kleines Gebäude, das nicht komisch neben den 1/72er aussieht.

In unserer ersten großen Schlacht habe ich dieses Haus, das nur geringfügig über 100x100mm lag, genommen. Das ging ganz gut - darin war dann eine Garnison britischer Eliteinfanterie, die bis zur Niederlage der Briten ihre Stellung verteidigt hat.


chris6

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Saturday, 25. January 2014, 18:17

Das sieht echt schön aus! Du hast ja auch einen riesen Outpu! Ich habe mit dem Regelsystem auch schon immer mal geliebäugelt. Wie spielt es sich denn so?

Maréchal Davout

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Saturday, 25. January 2014, 21:40

Insgesamt spielt es sich ziemlich flüssig. Wir hatten die Regeln vor der ersten Schlacht schon recht gut intus. Beim Aufbauen haben wir erstmal die riesige Masse an Truppen handeln müssen und uns gefragt, ob es Sinn macht, die Position der einzelnen Einheiten je nach Stärke genau abzuwägen.

Wenn es erstmal losgeht, ist der simultane Artilleriebeschuss und das Plänklergefecht recht zügig abgehandelt und die Bewegung der Truppen geht schnell von der Hand. Ein bischen muss man nur zirkeln, um jedes Korps im Umkreis ihres Kommandeurs zu halten. Der Kampf ist sehr einfach gehalten, geht schnell und ist blutig, so dass man nicht unbedingt traurig ist, wenn geschwächte Brigaden zurückfallen, um sich geordneter wieder zu sammeln. Meine bisherige Erfahrung ist, dass das Spiel im Fortschreiten immer schneller wird. Es dauert aber, bis eine große Armee wirklich desintegriert (den Breakpoint erreicht). Dadurch ist das Ganze oft ein zähes, blutiges Ringen, was ja nicht so fern von vielen Schlachten der Zeit war.
Die Fastplay-Regeln haben wir noch nicht ausprobiert, durch sie wird es wohl noch schneller, müssen wir mal gucken, ob dadurch auch besser. Eine große Schlacht mit 50 000 Mann oder mehr auf beiden Seiten bekommen wir aber bisher nicht in drei Stunden hin, da sollte man sich etwas mehr Zeit nehmen.

Was sich als etwas schwierig herausstellte, war das ständige nachschauen auf dem Referenzzettel, welche Einheit wie stark war. Mittlerweile habe ich über das support-forum http://www.deepfriedhappymice.com Tipps bekommen, wie man die "Verwaltung" der Einheiten vereinfachen kann.

Insgesamt wird durch das System für mich das vollständige Spielen von Schlachten wie Ulm, Waterloo, Asspern-Essling usw. spielbar. Der Witz bei dem ganzen ist das Befehlssystem (Ressourcen-Management mit command points). Es schafft eine gelungene Simulation der Möglichkeiten und Grenzen eines Feldherrn, der Bedeutung guter Korpskommandeure in der eigenen Armee besonders in großen Schlachten (wie Davout!). Diese Regeln schaffen auch strategische Tiefe!

Maréchal Davout

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Sunday, 26. January 2014, 00:50

Hier nochmal meine erste schwere Kavallerie: Kürassiere! Würdet ihr einige farblich abweichende Pferde in kommenden Brigaden untermischen? An sich waren die Pferde der schweren Kav. doch solange man guten Zugriff hatte, groß und dunkel, ne?







Gute Nacht!

Maréchal Davout

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Sunday, 26. January 2014, 18:51

Hier mal die versammelte Armee mit zwei neuen Brigaden Infanterie. Im ersten Foto gleich vorn rechts ist eine Brigade mit weißen Gamaschen (die anderen haben bisher schwarze, was schöner aussieht aus meiner Sicht). Der Großteil der Infanterie, der noch kommt, hat Schutzhosen an, die bisherigen hier nicht. Ich habe doch auch mal knieend schießende aufgestellt, auch wenn das wohl nicht so (oft) vorkam.














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