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Pappenheimer

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Dienstag, 24. Februar 2015, 09:56

2 Armeen 1743-48

Da wir beschlossen haben erstmal mit was bemaltechnisch leichterem als den Sachsen-Meiningern anzufangen, gibt es gleich noch ein 2. Projekt.

Erstmal alles auf Skirmish-Ebene.

Mir schwebt vor, dass man Geplänkel der Österreicher mit den Franzosen in der Kampagne 1744 nachspielen könnte.

Zur Orientierung nehme ich die Ordre de Bataille der Armee des Prinzen Karl im Elsass und die Angaben, die ich in einem Buch von 1761 zur Zusammensetzung der franz. Armee unter Coigny gefunden habe.


Interessant sind für mich v.a. aus Lokalpatiotismus die Regimenter der Österreicher, die an der Verteidigung von Freiburg im September/Oktober 1744 beteiligt waren.
Österreicher
General von Damnitz
Inf.
1. Regiment Damnitz (später Jung-Colloredo)
2. Regiment Browne
3. Regiment Neipperg
4. Regiment Harrach
5. Regiment Bayreuth
Bataillon Starhemberg (ist das ein kombiniertes Grenadierbataillon?)

Franzosen
Marschall le Duc de Coigny / M. le Duc de Noailles
"Armée du Rhin"
Inf.
2. Artois (1er bat.)

Mestre de Camp generale de cavalerie
Berry cavalerie

Hessen
unter General-Leutnant von Clement, dann Gen.-Maj. v. Waldenheim (gefallen bei Weißenburg), dann Gen.-Maj. von Mansbach
IR Donop, Clement, Waldenheim (jeweils 1 Bat.)
DR König (3 Esk.)
insgesamt 3.000 Mann
Also müssen das im Vergl. zu den franz. und v.a. kaiserlichen Bataillonen sehr große gewesen sein.

Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von »Pappenheimer« (1. September 2017, 10:00) aus folgendem Grund: verschiedene Regelwerke gewünscht


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Mittwoch, 4. März 2015, 09:31

Historischer Hintergrund

Der historische Hintergrund.

Etwas verwirrend war für mich anfangs, dass die selben Namen bei den Franzosen an verschiedenen Kriegsschauplätzen auftauchen. Sie haben quasi turnusmäßig ihre Oberbefehlshaber auf den Kriegsschauplätzen durchgewechselt. So war Conti 1744 Befehlshaber in Italien (Schlacht von Villafranca), dann im selben Jahr im Elsass, dann 1745 in Deutschland, dann 1746 in Flandern, wo er sich heillos mit dem Maréchal de Saxe zerstritt und in Folge dessen den Hut nahm.
Maillebois diente mal in Dtl., dann unter Coigny 1744 im Elsass, dann 1745/1746 in Italien, wo er in der großen Schlacht von Piacenza verlustreich geschlagen wurde.

Da ich mich in die Kampagne 1744 noch einlesen muss, kommt jetzt das Ende des Feldzuges im Breisgau als erstes rein.

1743 muss es einige Auseinandersetzungen bereits im Breisgau gegeben haben, denn ich habe in einem Katalog Karten franz. und österr. Truppenbewegungen aus dem Spätsommer 1743 im Breisgau gesehen.

Während der Belagerung musste mitunter von Seiten der militärischen Führung der Österreicher gegen Verteidiger vorgegangen werden, die im Zuge der Belagerung begannen in Häusern zu plündern (in dem Fall Panduren).
Interessant auch, dass selbst die Verteidiger scheinbar scharenweise desertiert sind, wogegen auch erhöhte Soldzahlungen und vermehrte Nahrungs- und Brandweinausgaben nichts nutzten. In einer Nacht sollen allein über 30 desertiert sein (wohl irgendwie über die Wälle).

Das Ende der Kampagne sah so aus:
Der Rest der 7.000 Mann starken Besatzung Freiburgs musste Ende November 1744 die Waffen strecken. Es waren noch ca. 4.250 Mann kampffähig.
Die 70.000 Mann starke Armée du Rhin hatte ihrerseits in der etwa 2-monatigen Belagerung Freiburg etwa 12.000 Mann eingebüßt(!) (ein Militär-Historisches Kriegs-Lexikon gibt sogar 16.000 an) - also so viele wie in einer großen Feldschlacht.
Dafür mussten die Verteidiger Freiburgs unter Feldzeugmeister Sigismund von Damnitz in die Gefangenschaft. Die auf Ober- und Unterschloss (die Festung auf dem Schlossberg) eingesetzten Truppen waren nicht mehr verteidigungsbereit. Bereits beim Abzug aus der Stadt auf die Festung soll das Unterschloss nur noch ein Trümmerhaufen gewesen sein, da die französische Artillerie geschickt von Süden (heute Wiehre) Stadt und Festung unter Beschuss nehmen konnte.
Hatten die Franzosen Ende Okt./Anf. November in den Verhandlungen, die der König persönlich führte, noch einen freien ehrenhaften Abzug in Aussicht gestellt, wenn Stadt und Festung zusammen übergeben wurden, so war Mitte/Ende November davon keine Rede mehr. Dummerweise sah sich Damnitz außerstande die Bedingungen nebst der Stadt auch die Festung auszuliefern zu erfüllen, da er für diese keine Kompetenzen hatte - eine Anfrage nach Wien war seine einzige Lösung. Als die Nachricht aus Wien eintraf, die auf eine unbedingte Verteidigung der Festung drängte, war die Lage so gravierend verschlechtert, dass er kapitulierte. Später wurde er deswegen offiziell gerügt. Andererseits bescheinigte Louis XV seinen ganzen Respekt den österr. Verteidigern gegenüber indem er ausgesprochen haben soll: "So tapfere Leute wünsche ich in meinem Heere zu haben".*

* Johann Ritter von Rittersberg: "Geschichte des kaiserlichen königlichen Nro. 47sten erledigten Freyherr v. Klopstein ́schen Linien-Infanterie-Regiments, seit dessen Errichtung im Jahre 1682 bis auf die neueste Zeit. Mit kurzer Uebersicht der militärischen Zeitgeschichte dieser Epoche" 1827, S. 15
Literatur:
1. Detlef Vogel: "Die Belagerungen Freiburgs i. Br. während des 17. und 18. Jahrhunderts" - in: "Stadt und Festung Freiburg - Aufsätze zur Geschichte der Stadtbefestigung" Verlag Stadtarchiv Freiburg, Freiburg, 1988
2. W. Klug/ J. Diel: "Festung Freiburg: die Bauentwicklung vom dreißigjährigen Krieg bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts" - in "Stadt und Festung Freiburg - Aufsätze zur Geschichte der Stadtbefestigung"

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Pappenheimer« (6. Oktober 2015, 11:57)


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Mittwoch, 18. März 2015, 12:45

Ich suche derzeit detailierte Angaben zu den Truppen, die damals in Freiburg waren. Kavallerie müsste eigentlich auch dabei gewesen sein. Es müsste ja eigentlich einiges im Zuge der Kapitulation aufgezeichnet worden sein, wieviele Bataillone und von welchen Regimentern dabei waren.

Hab was gefunden, leider nur zur Infanterie.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pappenheimer« (20. März 2015, 16:28)


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Freitag, 18. September 2015, 09:56

Das Dumme ist, dass ich jetzt massig preußische Husaren habe, aber bei den Franzosen die Husaren kaum eine Rolle spielten. Außerdem gab es ja auch noch garnicht so rasend viele Regimenter zu der Zeit.
Lynden Hussards
Esterhazy/David Hussards
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Dienstag, 6. Oktober 2015, 11:05

Zwischenstand

Ösies
1 Btl. Bayreuth Füsiliere (+ 1 Komp. Grenadiere)
1 Btl. Wurmbrand Füsiliere (+1 Komp. Grenadiere)
1 Btl. Prié Füsiliere (+1 Komp. Grenadiere)
1 Btl. Arenberg Füsiliere (+ 1 Komp. Grenadiere)
1 Btl. Salm (+1 Komp. Grenadiere)
1 Btl. Neipperg (+1 Komp. Grenadiere

1 Btl. AdHoc Grenadiere Arenberg/Bayreuth/Prié
1 Btl. Grenadiere Esterhazy
1 Btl. Ad Hoc Prié/Wurmbrand/Salm

"300" Trenck'sche Panduren
Banalisten

3 1/2 Esk. Kürassiere "Diemar"
6 1/2 Esk. Kür. Lanthieri
1/2 Esk. Karabiniers Hohenzollern
3 1/2 Esk. Dragonerregiment Ligne
3 Esk. Husaren Nadasdy
3 1/2 Esk. Styrum (in Bearbeitung)
3 Esk. Husaren Karolyi
3 1/2 Esk. DR Bathyany
1 3-Pfünder
1 6-Pfünder
1 Generalstab (Oberbefehl) Feldmarschall + Dragoner (Styrum)
4 Brigadegeneräle FWM
1 Brigadekommandeur Obrist
Macht in Toto: 9 Bataillone, Panduren, Banalisten, 23 1/2 Eskadrone, 2 mal Artillerie ("12" Gesch.)

Hessen
4 Btl. hess. Musketiere (können auch in Flandern evtl. auf die österr. Seite treten) - könnten vom Regiment Clément/Baumbach (ab 1744 nach Tod Clements) und Reg. Prinz Georg sein
2 Btl. Grenadiere Clément (Ysenburg)
6 Esk. Hess. Husarenkorps
1 General
Macht in Toto: 6 Btl., 6 Esk.

Franzosen
Cavalerie légère:
4 Esk. Cav. légère - Maréchal de Camp Generale de la Cavallerie
4 Esk. Cav. légère - Reg. Berry
4 Esk. Cav. légère - Reg. Clermont-Tonnerre
4 Esk. Cav. légère - Cuirassiers du Roi
4 Esk. Cav. légère - Reg. Pons/Harcourt
4 Esk. Hussards Bercheny
Maison du Roi:
1 Esk. Gendarmes de la Garde
1 Esk. Chevaulegers de la Garde
2 Esk. Mousquetaires de la Garde du Roi

4 Esk. Poleresky (in Bearbeitung)
4 Esk. Bourbon Cavalerie (in Bearbeitung)


Dragons:
5 Esk. Orléans Dragons
5 Esk. Dragons Royal

2 Btl. Gardes Francaises

Infanterie de ligne:
1 Btl. IR La Marine
1 Btl. IR Royal La Marine
1 Btl. IR La Fère
2 Btl. IR Artois
2 Btl. IR Navarre

Infanterie étranger:
1 Btl. IR Clare
1 Btl. IR Dillon

1 Btl. Arquebusiers de Grassin
1 Btl. Fusiliers de la Morlier
1 "Btl." Compagnies Franches Noble & Chemin

1 Btl. La Marine (in Bemalung)
1 Btl. Rooth (in Bearbeitung)
1 Btl. Berwick (in Bearbeitung)


2 4-Pfünder
2 8-Pfünder
1 16-Pfünder

9 Brigadekommandeure (6xM. de Camp, 2xBrigadier. 1 Lieut.-Géneral)
1 General (Oberbefehl) Lieutenant General + Aide de Camp (Royal la Marine)
1 Marschall + 1 Garde du Corps (1er Comp. franc.)
Le Roi
Macht in Toto: 14 Btl., 38 Esk., 5 mal Artillerie ("30" Geschütze)

Soweit ne spielbare Streitmacht vorhanden! :D

Dieser Beitrag wurde bereits 129 mal editiert, zuletzt von »Pappenheimer« (12. Juni 2018, 17:25) aus folgendem Grund: Aktualisierung


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Freitag, 16. Oktober 2015, 13:31

So ein Krampf, scheinbar waren die hessischen Grenadiere garnicht wie bei den Preußen zu der Zeit organisiert. http://www.kronoskaf.com/syw/index.php?t…ry_Organisation
Gnampf! X(

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Mittwoch, 4. November 2015, 11:44

Den Stand des Projekts sieht man in meinem letzten Spielbericht: http://www.sweetwater-forum.de/index.php…&threadID=18071

Bei den Basierungen müssen wir irgendwann, wenn wir mal Zeit haben ( :wacko: ), nochmal ran. Ein paar Minis haben auch Abplatzungen und müssen nachgemalt werden, v.a. leider die Österreicher, wo wir eh schon so wenig davon haben. Ansonsten aber offensichtlich schon ne Menge, die meinen Anforderungen genügt und mit denen man mit "Der alte Fritz" ein sinniges Szenario spielen kann. Für Very Café Actions! sind die Einheiten schon zuviele.

Freue mich schon darauf, wenn ich mal weitere Ösies ins Feld führen kann. Leider sind nur alle unbemalten Minis eh im Moment außer Hauses. ;(

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Freitag, 27. November 2015, 11:02

Für "Maurice" würde ich bei künftigen Spielen einfach statt 4 Bases 3 pro Einheit bei der Kavallerie nehmen. Wenn man nur 2-3 Einheiten Kavallerie hat, dann verwendet man sie fast garnicht, weil 1 Force von 1 E. zu aktivieren genausoviele Karten wie 1 Force von 4 Einheiten kostet. Wenn man massig Kavallerie einsetzt, kann diese m.E. durch ihre größere Geschwindigkeit auch besser wirken. Man könnte z.B. 2 Einheiten nehmen und damit eine Infanterielinie attackieren.

Ziel ist aber, dass ich 2 Esk. zu je 6 Bases pro Regiment bei der Kavallerie habe. Dann kann ich diese auch einfach bei Maurice in 3 Einheiten zu je 4 Bases verwenden. :smiley_emoticons_pirat:

Prima wäre ein Verhältnis von 3/5 Kav. zu 2/5 Infanterie. Die Kavallerieeinheiten sind ja generell schwächer - historisch in der Zahl der Reiter pro Esk. - aber dafür, was die Zahl der Eskadrone betrifft zahlreicher als die Bataillone. Sowohl in MAURICE wie auch in "Der alte Fritz Rules" haben Kavallerieeinheiten kaum eine Chance gegen geordnete unverbrauchte Infanterie, was auch ganz historisch ist.

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Dienstag, 1. Dezember 2015, 17:21

Das Dumme ist, dass ich jetzt massig preußische Husaren habe, aber bei den Franzosen die Husaren kaum eine Rolle spielten. Außerdem gab es ja auch noch garnicht so rasend viele Regimenter zu der Zeit.
Lynden Hussards
Esterhazy/David Hussards
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Noch blöder diese typisch franz. Ausnahmen! Hatten denen ihre Trompeter doch tatsächlich keine Husaren-, sondern Livreeuniformen. X(

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Sonntag, 6. Dezember 2015, 21:53

Mir ist aufgefallen, dass 1 Esk. Kav. als Einheit eigentlich quatsch sind.

1 Kavallerieregiment hatte bei den Ösies ca. 800 Reiter. Das Bataillon zählte bei Regimentern von 2.000-2.400 Mann also etwa 500 Mann. Da ich die Grenadiere der Dragoner und Karabinierkompanien weglasse, sind also die Bataillone der Infanterie und die Regimenter der Kavallerie etwa gleich groß. Heißt, bei mir repräsentieren 12 Reiter ein halbes Regiment oder 3 Esk.. Die Grenadiere waren im Österreichischen Erbfolgekrieg eigentlich immer nur während der Schlacht zusammengezogen worden. Fürs Spiel, wo wir fast immer offene Schlachten spielen, braucht man die Grenadiere nicht integrieren. Waren ja eh nur 2 Kompanieen und fallen genaugenommen nicht so ins Gewicht und würden sich maßstäblich kaum darstellen lassen.

Reitereinheiten, die auf 2 Bases zusammengeschmolzen sind, also auf Eskadronsstärke, spielen keine Rolle mehr bzw. werden sozusagen als gebrochen in „Der alte Fritz Rules“ entfernt.

Da die Franzosen nur sehr kleine Kavallerieregimenter von 2 Esk. zu je 4 Kompanien hatten, sind sie mit 6 Bases à 2 Modellen sogar eher zu groß dargestellt - eigentlich wären es nur etwa 290 Mann Sollstärke(!). Gut, wenn man sich einliest (hätte fast auch jedem Regiment 24 Figuren zugebilligt). Das macht die Franzosen andererseits auch farbenprächtiger, wenn man mehr unterschiedliche Regimenter aufstellen kann.
Edit! "État général des troupes de France sur pied en mai 1748" gibt Kavallerieregimenter von 4 Eskadronen und üblicherweise um die 620 Mann an!

Mal eine kleine Berechnung:

Franzosen:
Bataillon (1-4 Bat. je Reg.): 16 Kompanien Füseliere+1 Komp. Gren. à ca. 40 Mann - macht Sollstärke: 640 Mann. 24 Modelle

Regiment Cavalerie Légère ca. 600 Mann 12 Modelle

Österreicher:
Bataillon (4 Bat. pro Regiment): 4 Komp. Füseliere - die Grenadiere sind nicht integriert in die Bataillone - à ca. 130 Mann - macht Sollstärke: 520 Mann. 20 Modelle
Grenadiere (2 Komp. pro Regiment) - macht Sollstärke: ca. 95 Mann. 4 Modelle

Regiment Kürassiere ca. 1.000 Mann. 20 Modelle
Komp. Karabiniers (1 Komp. pro Regiment) - macht Sollstärke: 100 Mann 2 Modelle

Regiment Dragoner ca. 1.100 Mann 20 Modelle
Komp. Gren. zu Pferd (1 Komp. pro Regiment) - macht Sollstärke: 100 Mann 2 Modelle

Auch ganz spannendes Thema: http://www.wargames.co.uk/randoms/library/frontages.htm

Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von »Pappenheimer« (20. Mai 2016, 11:49)


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Dienstag, 22. Dezember 2015, 14:49

Den aktuellen Stand des Projekts sieht man im letzten Spielbericht von mir: http://www.sweetwater-forum.de/index.php…&threadID=18381
Abzuziehen sind die schönen 3 Infanterieeinheiten von Blüchi, die sich dadurch hervorheben, dass 6 Minis auf einer 4x4cm-Base stehen. Außerdem hat er eine Einheit Kürassiere beigesteuert, die allerdings auf den Fotos fast nicht zu sehen sind und nur teilw. sowas wie Dreispitze trägt - macht aber m.E. das Bild nicht wirklich kaputt. :)

Beim letzten Spiel habe ich einfach 2 Kürassiertrupps mit jeweils 1 Base Husaren aufgefüllt. Fiel optisch meines Erachtens nicht so arg ins Gewicht.

Man sieht auch auf den Fotos meine ersten Versuche am Gelände zu schrauben indem ich mehr schlecht als recht nen Zaun von NOCH verwurstet habe.

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Freitag, 8. Januar 2016, 15:57

Mal keine Einheiten aber ein Geländestück für den Österreichischen Erbfolgekrieg. Ich bin zwar mit meiner kleinen Artilleriestellung schon recht zufrieden, plane aber auch eine große Redoute, wo eine Einheit von 6 Basen locker reinpassen soll und die dann in einem Szenario wie Fontenoy die Redoute d'Eu repräsentieren könnte. 8)


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Freitag, 22. Januar 2016, 11:46

Linksammlung WAS

Ich suche ja alle möglichen Infos. Leider war dieser Blog nur von kurzer Dauer, enthält allerdings einige gute Hinweise z.B. zur Schlacht bei Rocoux: http://was-flanders.blogspot.de/2008_09_01_archive.html
http://battlefieldanomalies.com/the-battle-of-lauffeldt/
Ordre de Bataille der Österreicher in Belgien nach Fontenoy (also wohl bei Rocoux und Lauffeldt passend): http://www.cgsc.edu/CARL/nafziger/746XAA.pdf
http://www.cgsc.edu/carl/nafziger/index.asp

Und DIE Quelle, wenn auch nur teilweise in Schwarz-Weiß, wenn überhaupt: https://www.royalcollection.org.uk/collection/search#/page/1 Man muss halt noch David Morier - Creator - all items angeben.

Dann natürlich der Gudenus mit fast allen Regimentern von 1735! http://miniaturasmilitaresalfonscanovas.…-coleccion.html

Sehr inspirierend dieser Blog mit sehr schönen 1/72ern der guten Zeit! http://modusregmagnimomenti.blogspot.de/…0&by-date=false

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Pappenheimer« (23. März 2016, 11:52) aus folgendem Grund: Immer mehr super Material!


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Mittwoch, 27. Januar 2016, 09:11



Hier nun die erste von mir selber bemalte Truppe. Deutsche Artillerie der Erzherzogin von Österreich. Mit den Figuren bin ich schon restlos zufrieden, die Geschütze sind noch verbesserungsfähig. Es ist aber auch ne Herausforderung bei zwei so unterschiedlichen Modellen. Das von Zvezda hat fast eher zuviele Details, während man bei dem von Revell die Beschläge erraten muss, bzw. sich am besten nach der Illustration auf der Packung richtet - daher auf jeden Fall aufheben! Denn da sind praktisch bis auf denen an dem Kasten mit der Munition keine Beschläge weder an den Rädern noch an der Lafette dargestellt. Ein bisschen Unterstützung bekam ich noch von Blüchi (Schattierung) und Pallas Athene (ein paar der Knöpfe). Merci vielmals!

Es handelt sich übrigens um einen 3 Pfünder aus österr. Produktion und einen 6 Pfünder.

Als Nächstes gehe ich an die französische Artillerie, wo ich noch immer über der Geschützfarbe sinniere.

Maréchal Davout

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Mittwoch, 27. Januar 2016, 12:46

Haha! Die ersten eigenen bemalten Figuren fürs Projekt! :P Gefallen mir! So kommt erst richtig Leben ins Projekt - mach doch bitte gern auch noch Fotos von deinen ganzen erworbenen/fremdbenmalten Einheiten!

Mir gefällt auch der Hintergrund mit Illustration.

Spendierst du jeder Kanone 4 Artilleristen? Wäre schön, finde ich!

Viele Grüße und gern davon mehr
Felix

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Mittwoch, 27. Januar 2016, 12:55

...ich glaube, du wirst noch mehr zeigen müssen. Die Schautafel im Hintergrung passt ausgezeichnet :thumbsup:
...DBX-Regeln zum 'Runterladen: DBA2:2 + so... noch mehr: R19 fur's 19. Jahrhundert + andere Regeln...

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Mittwoch, 27. Januar 2016, 13:09

Haha! Die ersten eigenen bemalten Figuren fürs Projekt! :P Gefallen mir! So kommt erst richtig Leben ins Projekt - mach doch bitte gern auch noch Fotos von deinen ganzen erworbenen/fremdbenmalten Einheiten!

Mir gefällt auch der Hintergrund mit Illustration.

Spendierst du jeder Kanone 4 Artilleristen? Wäre schön, finde ich!

Leichte Ari hat in Honours of War 2 Artilleristen, Mittlere 4, Schwere 6. Bei der Schweren würde ich dann z.B. auch nen Offizier dazu tun - ich finde diese Artillerieoffiziere von Revell mit dem kleinen Bierranzen prima :thumbsup: . Die unterschiedliche Anzahl an Artilleristen hat für sich, dass man auch auf die Distanz und auch ungeübte Mitspieler das Kaliber erkennen. Dadurch dass ich weniger Artilleristen drauf tue, kann ich auch deutlich unterschiedlich große Stands basteln. Bei den Revell-3-Pfündern würde auch sowas wie 4x6cm hinhauen. Aber ich muss erstmal schauen, ob das auch mit den "französischen" 3-Pfündern von Zvezda klappt.

Langfristig, also bis Frühjahr 2017, hätte ich auch gern 12-Pfünder. Dann müsste ich aber entweder auf andere Figurenhersteller zurückgreifen oder Wischer etc. selber basteln. Die von Revell passen schon eigentlich nicht zu den größeren 6-Pfündern mit den längeren Rohren. Aber der selbe Fehler ist prinzipiell auch bei den Zvezdafiguren, die auch nur eine Länge von Wischern haben, obwohl mehrere Kaliber im SEt vorhanden sind.

Ich habe mir eigentlich vorgenommen die vorhandenen Einheiten immer brigadeweise abzufotographieren. Die gesamte Armee passt normal nicht auf meinen kleinen Wohnzimmertisch (deswegen muss ich im HdJ spielen). Dauert also noch bis ich die Brigadegeneräle habe. Außer bei den "Hessen". Da habe ich alles.

Der Hintergrund ist ein Stich von Nürnberg, wohl 1730er.

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Freitag, 29. Januar 2016, 10:52

Dadurch dass ich weniger Artilleristen drauf tue, kann ich auch deutlich unterschiedlich große Stands basteln. Bei den Revell-3-Pfündern würde auch sowas wie 4x6cm hinhauen. Aber ich muss erstmal schauen, ob das auch mit den "französischen" 3-Pfündern von Zvezda klappt.
Ist es viel die Regelwerke nicht wichtig, dass die Stands festgelegte Maße haben? Sind da verschiedene für die verschiedenen Kaliber vorgesehen?
Ja, bei Zvesda könnte es eng werden. Eventuell kann man die Standfläche unter den Füßen mit dem Messer verkleinern.
Ich habe mir eigentlich vorgenommen die vorhandenen Einheiten immer brigadeweise abzufotographieren. Die gesamte Armee passt normal nicht auf meinen kleinen Wohnzimmertisch (deswegen muss ich im HdJ spielen). Dauert also noch bis ich die Brigadegeneräle habe. Außer bei den "Hessen". Da habe ich alles.
Mach ruhig schon einzelne Bataillons-Fotos, würde ich sagen! Und die "Hessen" gingen dann ja schon auf jeden Fall, oder?

Gruß
Felix

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Freitag, 29. Januar 2016, 10:55


Interessant hier auf dem Ausschnitt des Gemäldes des Rheinüberganges bei Straßburg 1744, dass A die Artilleristen ganz anders als bei mir ausschauen und B die Kürassiere allesamt Rückenschutz haben.

Oder aber das ist eine krude Zusammenstellung und die Artillerie im Vordergrund sind Franzosen (!). Da würden die roten Aufschläge, weißen Gamaschen etc. auch dazu passen.

Zu den Stands:
HoW gibt leichte Artillerie mit 6x6cm und mittlere mit 7x7cm an. Ich habe mal ne Stellprobe gemacht und da passte die leichte Artillerie bei Franzosen und bei den Österreichern auf 4x6cm, die mittlere auf 6x6cm drauf. Da unser Platz eh schon voll ist, würde ich eher eng stellen. Das Wesentliche ist eh bei Artillerie das Messen ab dem Kanonenrohr.

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Dienstag, 16. Februar 2016, 10:02

Heute geht es weiter mit meiner ersten kompletten Brigade für HoW, Der alte Fritz Rules oder sowas.



Es handelt sich um 2 Kavallerieregimenter der sogenannten Cavalerie Légère. Das vordere ist das Regiment Mestre de Camp General, das hintere das Regiment Berry. Vor seinen beiden Regimentern erkennt man einen Maréchal de Camp, ein typischer Dienstgrad eines Befehlshabers einer Brigade. 1744 wurde für diese Generäle erstmalig eine Uniform vorgeschrieben, die hier vom Bemalservice prima getroffen wurde.

Als kleinen Ausblick gibt es noch einen Vierpfünder mit 2 Mann Bedienungsmannschaft. Leider fährt die Lafette gerade dem einen über den Fuß. Die Minis müssen noch ein bisschen Schattierung kriegen. Aber ich war zu hibbelig.

Die Kavallerieregimenter und der General wurden von Mietpinsel nach meinen Vorlagen bemalt. :thumbsup: Ich finde, er hat für mich das Optimale aus den schönen Minis rausgeholt. Leider haben die Modelle Krägen an den Röcken, die sich aber auch mit viel Mühe nicht schön entfernen lassen. Die Fahnen habe ich selber nach Vorlagen von Kronoskaf gebastelt. Die Artillerie habe ich bemalt.

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