Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Sweetwater Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Regulator

Sweetwater Newsdog

Beiträge: 4 190

Spielsysteme: Longstreet, Blücher, Bolt Action, Dead Mens Hand, Legends of the Old West

Wohnort: bei Augsburg

Clubforum: Spielen im Süden

  • Nachricht senden

321

Freitag, 8. Juni 2018, 09:27

:thumbsup: Herzlichen Glückwunsch!

Stephan
'Let us cross over the river, and rest under the shade of the trees.'

colt seavers

Registrierter Benutzer

Beiträge: 96

Wohnort: Lippstadt

  • Nachricht senden

322

Freitag, 8. Juni 2018, 10:50

Da wünsche ich natürlich alles Gute zur Geburt.

Gruß

Freue mich schon auf deine Berichte zu Verlustmeldungen bei deinen Modellen und ihre Sicherung (Modelle/Kind). Also die Berichte nicht die Verluste ;)

moiterei_1984

Registrierter Benutzer

Beiträge: 1 115

Spielsysteme: Dux Britanniarum, Operation Squad, Bolt Action und was der Axebreaker sonst noch so anschleppt

Clubforum: Spielen im Süden

  • Nachricht senden

323

Freitag, 8. Juni 2018, 14:01

Herzlichen Glückwunsch Dennis! Viel Spaß mit diesem neuen Abenteur :thumbsup:

Het Zippelmoes

Registrierter Benutzer

Beiträge: 208

Spielsysteme: WHFB (ist tot), BoltAction,StarWars X-Wing, FOW, OperationSquad, Trafalgar, Muskets&Tomahawks

Wohnort: Duisburg

  • Nachricht senden

324

Dienstag, 12. Juni 2018, 19:41

Da hast Du ja mit Deinem Pinsel mal was Tolles geschafft. Alles Gute Euc . Da wirst Du ja demnächst viel Zeit haben ;)
.......und falls Du Dich in dem Zuge von weiteren Projekten trennen wolltest - Dennis gebrauchte Miniaturen sind erstklassig entgratet und fertig zum Malen vorbereitet.

SiamTiger

Registrierter Benutzer

  • »SiamTiger« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 405

Spielsysteme: Bolt Action, I-Munda, Saga

Wohnort: Montabaur

  • Nachricht senden

325

Donnerstag, 14. Juni 2018, 07:33

Herzlichen Dank für die Glückwünsche :) Hier geht es auch direkt weiter. Kurz bevor die neue Auflage von Age of Sigmar erscheint, möchte ich mich in der heutigen Review einem der "Einführungsspiele" in die Warhammer Welt widmen, Warhammer Underworlds: Shadespire.
Games Workshop hat Warhammer Underworlds: Shadespire im letzten Jahr, 2017, als ein taktisches Miniaturenbrettspiel veröffentlicht. Mit niedriger Einstiegshürde, deutlich kleiner in Größe und Anzahl an Miniaturen als bspw. Warhammer Quest: Silvertower. Shadespire stellt den Schlagabtausch in einer alten und verdammten Stadt da, die zwischen den Reichen des Lichts und Schattens gefangen ist, als Arenaspiel auf Hexfeldern mit 30-45 minütigen Spielen da. Warhammer Underworlds: Shadespire spielt dabei in der Nach-Alten Welt des Warhammer Settings. Alles was zum Spielen benötigt wird ist in der Box enthalten und da die Push-Fit (Ohne Kleber zusammenbaubar) Miniaturen aus eingefärbtem Kunststoff kommen, benötigt man nur ein Hobbymesser um das Spiel startklar zu machen.

Die Review ist mir recht umfangreich geworden, mit 60 Bildern und entsprechend viel Erläuterungen zu den Bildern, weshalb ich wegen der Länge (das lässt die Forensoftware beim Einbinden nicht zu) direkt auf das Blog verweise: https://www.chaosbunker.de/?p=16292&lang=de

SiamTiger

Registrierter Benutzer

  • »SiamTiger« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 405

Spielsysteme: Bolt Action, I-Munda, Saga

Wohnort: Montabaur

  • Nachricht senden

326

Samstag, 16. Juni 2018, 08:46

Pegasus Hobbies ist ein amerikanischer Hersteller für Modellbausätze und -zubehör, der ein recht breites Angebot in unterschiedlichen Maßstäben hat. Manche werden als 1:72 Maßstab, andere als 28mm Maßstab beworben. Für dieses Unboxing und Review habe ich mir vor geraumer Zeit zwei Bausätze gekauft. Es handelt sich um die "Russian Houses" (Russische Häuser) 7703 und 7704, und decken zwei mittelgroße und ein größeres Haus ab.
Da die Verfügbarkeit der Boxen (bzw. der Produkte von Pegasus Hobbies generell) stark schwankt, zumindest in Europa / Deutschland, habe ich als diese auf Amazon für ein paar Euro pro Set aufgetaucht sind, direkt zugeschlagen. Da die Häuser recht generisch sind, einfach aus Holz gebaut, sollten die Einsatzmöglichkeiten auch breiter sein als nur an der Ostfront für Spiele im 2. Weltkrieg-Setting (z.B. auch Winter in abgelegenen Regionen u.a. bei Wild West).
Die Preisempfehlung seitens des Herstellers sind 10 USD pro Set, aber die Preise schwanken wir hier sehr stark. Es gibt auch noch ein drittes Set, was dazu passt und sich Russische Bauernhäuser (Russian Farm Houses - 7702) nennt, welches ich aber bisher noch nicht erworben habe.
Fangen wir mit dem größeren Haus, 7704 Russian Log House Two Story (Large Karilian region Izba), an. Die Teile sind aus braunem Plastik gegossen. Ohne Gussast liegen diese eingeschweißt im Plastikbeutel in der Verpackung. Die Anleitung ist als handgezeichnete Explosionszeichnung als Einzelblatt dabei.
Der Guss ist gut, nicht überragend, aber auch nicht verwaschen. Mehr als befriedigend für Gelände und sehr dankbar für späteres Trockenbürsten. Es gab ein paar Gussgrate und ein Gusshäute, die aber einfach zu entfernen sind.
Der Zusammenbau ist recht einfach. Da der Grundriss des Gebäudes kein einfaches Rechteck ist, aber eine S-Kurve hat, ist es stellenweise etwas instabil. Das Dach gibt allerdings deutlich mehr Struktur. Wenn man das Dach weglassen möchte (bzw. nicht festkleben möchte) aus Spielgründen, sollte das Gebäude auf eine Base setzen (MDF oder Foamboard mit angewinkelten Ecken).
Das zweite Set, 7703 Russian Log Houses (Simple Izba Houses), mit zwei Gebäuden ist aus dem gleichen brauen Plastik gegossen und sind bis auf die unterschiedlich gestalteten Dächer identisch.
Der Zusammenbau ist sehr einfach und für die Bilder habe ich nicht einmal Kleber verwendet (man kann ganz normalen Plastikkleber wie bspw. Revell Contacta verwenden). Die Dächer geben auch hier wieder Stabilität zu dem Bausatz und ich empfehle definitiv die Häuser zu basen und mit abnehmbarem Dach bespielbar zu lassen.
Wie man sieht, füllen zwei Sets bereits eine gute Fläche auf dem Spieltisch und könnten so für ein kleines Dorf genutzt werden, insbesondere wenn man um es noch lebendiger wirken zu lassen, noch einen Zaun und ein paar Nutztiere hinzufügt. Im zweiten Bild sieht man den Vergleich mit der Renedra / Perry Kirche, welche ganz gut dazu passt.
Und wie weiter oben bereits erwähnt, die Gebäude werden als 1:72 / 20mm beworben, passen aber recht gut zu 28mm Modellen, wie die Bilder hier zeigen.
Fazit
Ich bin sehr zufrieden mit den Bausätzen. Ich habe mir die Boxen je zwei Mal gekauft und damit 6 Gebäude, die locker ein Viertel eines Spieltischs füllen können (1,20m auf 1,20-1,80m). Damit wiederhole ich zwar, was oben bereits geschrieben wurde, aber ich empfehle wirklich, die Häuser auf Bases zu setzen, um kleinere Details hinzuzufügen, wie kleine Stapel Feuerholz, Säcke und Fässer. Das Plastik ist ein wenig ölig, weshalb ich es definitiv vorher waschen würde.
Von der Größe zeigt sich wieder einmal, dass einige 1:72 bzw. 20mm Bausätze auch für 28mm geeignet sind, man muss nur die Augen offen halten.
Wer die Sets also für 10-15 USD irgendwo angeboten sieht, sollte zuschlagen. Ich hatte großes Glück und pro Box 8 Euro bezahlt, was ein sehr gutes Angebot war. Darüber hinaus bietet Pegasus Hobbies weitere interessante Bausätze an, am bekanntesten sind wohl die Gothic City Ruins, aber auch Zubehör wie die Palmen oder Kakteen sind einen Blick wert.
Link: Pegasus Hobbies

zigoR

Registrierter Benutzer

Beiträge: 582

Spielsysteme: BA / M&T / P&S / Warhammer CE

Wohnort: Hammersbach

Clubforum: Spielen in Rhein-Main-Neckar

  • Nachricht senden

327

Samstag, 16. Juni 2018, 09:19

Sehr schönes Review! Die Häuser sehen wirklich klasse aus und passen sehr gut zu 28mm. Leider kann man das von den PEGASUS Farmtieren nicht undbedingt behaupten. hier passen lediglich die Schweine, insbesondere fürs Mittelalter, vielleicht noch die Küken und das Federvieh. Kühe und Ochsen sind leider zu kleine und passen wirklich eher zu 1/72 / 20mm

Blüchi

Registrierter Benutzer

Beiträge: 877

Wohnort: deutsche Toskana

  • Nachricht senden

328

Samstag, 16. Juni 2018, 10:00

Hab die Sets selber erst erstanden und fertig gestellt und bin absolut mehr als zufrieden....sehr ei facher schneller zusammenbau. Schaut gut aus und das für wenig Geld. Absolute Kaufempfehlung.

SiamTiger

Registrierter Benutzer

  • »SiamTiger« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 405

Spielsysteme: Bolt Action, I-Munda, Saga

Wohnort: Montabaur

  • Nachricht senden

329

Samstag, 16. Juni 2018, 11:17

Bzgl. Farmtieren gibt es ja von Warbase und Co div. Zinnsets und eben auch von Warlord Games den Farm Animal Gussrahmen. Habe ich mir aber noch nichts gesichert. Denke ich werde erst einmal die Bases schnitzen zu den Häusern.

moiterei_1984

Registrierter Benutzer

Beiträge: 1 115

Spielsysteme: Dux Britanniarum, Operation Squad, Bolt Action und was der Axebreaker sonst noch so anschleppt

Clubforum: Spielen im Süden

  • Nachricht senden

330

Samstag, 16. Juni 2018, 12:09

Von Pegasus gibt‘s (gab‘s) auch mal das Farmtiere-Set in 1/48. Das passt sehr gut zu 28mm... wobei die Kühe vielleicht ein wenig groß sind.

Riothamus

Erleuchteter

  • »Riothamus« wurde gesperrt

Beiträge: 3 813

Spielsysteme: DBA, PBI

Wohnort: Salzkotten

Clubforum: Spielen im Westen

  • Nachricht senden

331

Sonntag, 17. Juni 2018, 09:41

Hier zwei Größenvergleiche mit meinen Schafen aus der 1:48-Pegasus-Box und meiner Foundry-Schafherde:


16 Schafe von Foundry (1 natürlich Schwarz), 4 von Pegasus, man sieht schon den Größenunterschied, 1 Zicklein von Pegasus als Lamm getarnt, Hund und Schäfer von Foundry und der mit 'Gugel' ist ein Saga-Schäfer von Gripping Beast.

Und in einem günstigerern Winkel:



(Die 1:48-Box enthält übrigens nur die Hälfte der Tiere der 1:72-Box.)

Was die Nützlichkeit und flexiblen Einsetzbarkeit der Häuser angeht, hatte ich mir die Anschaffung schon mal überlegt. Ich war mir nur nicht so ganz sicher über die Gestaltung. Danke für das Review! :thumbsup: , :thumbsup: , :thumbup: mit * und Eichenlaub. Jetzt stehen sie auf der Liste.
Gruß

Riothamus

Bemalte Miniaturen 2017:

28 mm: 21 Schafe, 1 Hund, 2 Zivilisten
Reiskörner: 400 Infanteristen v1.0 (7 Regimenter), davon v2.0: 268 Infanteristen (4 Regimenter)
1 Schneller Raumkreuzer Orion VIII Durchmesser 10 cm

Bemalzeit ab März 2017: 26 h

SiamTiger

Registrierter Benutzer

  • »SiamTiger« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 405

Spielsysteme: Bolt Action, I-Munda, Saga

Wohnort: Montabaur

  • Nachricht senden

332

Sonntag, 17. Juni 2018, 09:50

Danke für den Größenvergleich, was Stock Animals angeht, müsste ich wirklich nochmal aufstocken *höhö* ;)

Riothamus

Erleuchteter

  • »Riothamus« wurde gesperrt

Beiträge: 3 813

Spielsysteme: DBA, PBI

Wohnort: Salzkotten

Clubforum: Spielen im Westen

  • Nachricht senden

333

Sonntag, 17. Juni 2018, 12:22

Dabei sind Schafe schnell zu bemalen. Und es soll sogar ein Regelwerk für den Kampf zwischen Schafen geben. Leider kann ich mich nicht mehr genauer daran erinnern. ?( Aber im Grundsatz sind sie damit nicht nur Schlachtvieh, sondern heldenhafte Krieger.

Das sind ja sowieso echt bedrohliche Tiere, insbesondere wenn sie so zombiehaft verzerrte Gesichter mit Riesenschnauzen haben wie die Foundry-Schafe:

Gruß

Riothamus

Bemalte Miniaturen 2017:

28 mm: 21 Schafe, 1 Hund, 2 Zivilisten
Reiskörner: 400 Infanteristen v1.0 (7 Regimenter), davon v2.0: 268 Infanteristen (4 Regimenter)
1 Schneller Raumkreuzer Orion VIII Durchmesser 10 cm

Bemalzeit ab März 2017: 26 h

SiamTiger

Registrierter Benutzer

  • »SiamTiger« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 405

Spielsysteme: Bolt Action, I-Munda, Saga

Wohnort: Montabaur

  • Nachricht senden

334

Montag, 18. Juni 2018, 20:30

Weiter geht es, ich bleibe beim Gelände. Achja, Kreuz machen im Kalendar, ich hab was bemalt.
Micro Art Studio hat ihr Sortiment, welches früher primär aus Bases und lizensiertem Infinity Gelände bestand, stark ausgebaut mit neuen Lizenzen und Settings. Manches gehört zu Wolsung oder düsteren Zukunftsszenarien, anderes ist für historische Spiele gedacht. Ich hatte bereits ein paar Sachen aus der generischen, historischen Ecke in Reviews vorgestellt, wie den Schaumstoffhügeln oder Tanklager, und ergänze die Produktvorstellungen mit diesem Set aus Steinmauern.
Das Set umfasst zum Preis von 4,60 EUR 9 Mauersektionen aus Resin und wenn man diese aneinanderreiht ergibt es eine Gesamtlänge von ca. 90 cm.
Die einzelnen Mauerstücke sind mit Schaumflocken in einem kleinen Karton verpackt und alle sind aus Resin gegossen (auch wenn die Farbe etwas streut zwischen Hell- und Dunkelgrau, das Beige ist ein Ausreißer). Zwar haben die einzelnen Teile unterschiedliche Farben, aber die Gussqualität ist auf gleichem Niveau. Es gibt kleinere Lufteinschlüsse an den Ecken und manchen Details, aber da die Steinmauern sowieso beschädigt sind, wertet es die Qualität des fertigen Produkts nicht ab.
Die Unterseiten der einzelnen Segmente sind glatt und teilweise abgeschliffen, daher wackelt hier nichts und alles steht gerade auf dem Tisch.
Wie man sieht, passt die Größe gut zu 28mm Miniaturen von historischen und fiktiven Settings. Natürlich spielt hier die Basehöhe eine Rolle, in wie weit die Mauern Deckung geben.
Die neun Teile decken einen guten Teil eines Spieltischs ab und können verwendet werden um Straßen oder Felder zu umranden oder einfach um offene Bereiche des Spielfelds abzugrenzen.
Die Bemalung ging recht einfach von der Hand. Nach einer kurzen Wäsche in lauwarmem Seifenwasser (wie man es immer mit Resinteilen machen sollte), gab es eine zweifarbige Grundierung. Erst einmal mit Schwarz als Untergrund und dann noch einmal kurz mit Weiß genebelt. Das sorgt dafür, dass man die Tiefen besser erkennt und die weiße Farbe ist etwas rauer und sorgt für besseren Gripp der weiteren Farbschichten. Ich habe Army Painter Fur Brown und Daemonic Yellow zu gleichen Teilen gemischt und damit den Putz bemalt. Für die Mauersteine habe ich Dragon Red verwendet und Uniform Grey für die Bruchstücke. Das Segment wurde dann komplett mit Strong Tone getuscht. Nach dem ich das Ganze für 12h habe trocknen lassen, gab es noch ein Trockenbürsten mit Skeleton Bone. Jetzt fehlt im Grunde nur noch etwas Grasstreu oder Tufts um die Bases etwas aufzuwerten, und dann ist es spielfertig.

Fazit
Was kleineres Gelände angeht, kann man nie genügend haben. Kisten, Barrikaden oder andere Form von Deckung. Daher halte ich dort auch immer ein Auge offen. Mit einem Preis von 25 EUR ist das Set zwar nicht das günstigste, aber es ist die Frage wonach man sucht. Renedra Zäune sind in Sachen Meter pro Euro sicherlich führend, aber eben auch nur Zäune und keine Mauern. Von Warlord Games / Italeri gibt es umverpackte 20mm Mauern für 15 GBP, die sind günstiger und packen nochmal 50% an Länge drauf, sind aber auch niedriger. Die Resingegenstücke von Warlord gibt es für 16 GBP. Es gibt ein paar Anbieter für MDF-Gelände, aber da sind die Designs doch in der Regel deutlich flacher als bei Plastik oder Resin.
Das Brick Walls Set ist gut gemacht und kann für ein breites Spektrum an Spielen und Settings verwendet werden. Wie oben erwähnt, ist es nicht das Günstigste, aber eben auch gut verfügbar und das nicht nur online sondern auch im Einzelhandel (wenn man also ehrlich ist und die Versandkosten bei den anderen teils mit drauf rechnet, rücken die Preise zueinander). Micro Art Studio bietet zudem noch Mauern für andere Settings an, darunter für Infinity und düstere Sci-Fi Spiele.

SiamTiger

Registrierter Benutzer

  • »SiamTiger« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 405

Spielsysteme: Bolt Action, I-Munda, Saga

Wohnort: Montabaur

  • Nachricht senden

335

Dienstag, 26. Juni 2018, 07:53

Fangen wir mit der Themenwoche zum Panzer 38(t) mit der Review des Panzers selbst an, in diesem Fall dem Plastikbausatz von Warlord Games für Bolt Action.
Der Panzer 38(t), bzw. das Sd.Kfz. 140, war ursprünglich ein tschechoslowakisches Design aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg namens LT vz. 38 (Lehký tank vzor 38, Leichtes Panzermodell 38). Nach dem das Dritte Reich die Tschechoslowakei besetzte, wurde der Panzer in den deutschen Dienst übernommen und bildete die Grundlage für zahlreiche weitere Ableger. Einige davon werden auf diesem Blog in den kommenden Tagen vorgestellt werden.
Die Grundversion des Fahrzeugs heißt einfach Panzer 38(t), wobei das T nicht für Tonnage steht, sondern als Kennzeichen für tschechisch. Diese ein Buchstabenkürzel wurden auch bei Beutefahrzeugen mitgeführt, so hießen Shermans Panzerkampfwagen M4 748(a) - A für amerikanisch, oder KW-1 als Pzkpfw. KW-1 756(r) - R für russisch. Der Panzer 38(t) wurde bei den Überfällen auf Polen, Frankreich und die UdSSR eingesetzt, aber die Produktion wurde 1942 eingestellt, da das Design den weiterentwickelten Panzerwaffen nicht mehr gewachsen war. Das Chassis wurde aber für einige Varianten weiterhin eingesetzt und einige Teile für abgeleitete Fahrzeuge bis zum Kriegsende produziert. Insgesamt wurden mehr als 1.400 Exemplare des Panzers 38(t) für die deutschen Panzertruppen gebaut. Aber das Fahrzeug war darüber hinaus auch im Einsatz der Streitkräfte Ungarns, der Slowakei, Rumäniens und Bulgariens. Aber der Ende des zweiten Weltkriegs bedeutete nicht das Ende des Panzer 38(t), da er nach dem Krieg von Schweden und der Schweiz unter Lizenz gefertigt wurde bis in die 60er Jahre und Syrien sogar noch im 3-Tage Krieg welche einsetzte.
Warlord Games bietet den Sd.Kfz. 140 als Bausatz aus Hartplastik im 28mm / 1:56 Maßstab an. Wobei es sich hier nicht um eine Kooperation mit Italeri handelt. Der Bausatz wird für 18 GBP einzeln und für 50 GBP im 3er Zug angeboten.
Der Bausatz umfasst zwei Gussrahmen, einer mehrseitigen Bauanleitung mit etwas Hintergrundinformation, einem Decalbogen, Profilkarten und Schadensmarker. Der Decalbogen deckt neben den deutschen Hoheitszeichen auch die der ungarischen, rumänischen und bulgarischen Streitkräfte ab.
Der Guss ist gut umgesetzt und scharf. Die Gussrahmen stammen nicht aus der Kooperation mit Italeri sondern sind klassische Hartplastikrahmen, ähnlich der der Infanterieboxen. Vom Aussehen her, scheinen diese aber in den gleichen Maschinen wie die Plastic Soldier Company Gussrahmen gefertigt zu werden. Der Platz im Rahmen wurde gut genutzt und die Anzahl der Einzelteile ist Spielerfreundlich. Einziger Nachteil, die Teilenummern sind nicht auf dem Gussrahmen vermerkt sondern nur auf einer Übersichtsseite in der Bauanleitung. Daher muss man ein wenig hin und her blättern während des Zusammenbaus.
Der Zusammenbau beginnt mit den Ketten. Sehr geradlinig mit guten Details und überschaubarer Teileanzahl. Der Guss an den einzelnen Kettengliedern ist auch gut gelungen.
Die Ketten werden nun seitlich an die untere Wanne geklebt. Da dies ein Plastikbausatz ist, habe ich etwas Blei in die Wanne geklebt um das Gewicht zu erhöhen.
Die Wanne ist nun fast fertig, es werden noch die untere Frontplatte und die obere Hülle verklebt. Danach folgt noch die Verkleidung um die Fahrerkabine und Turmring, sowie die Motorabdeckung und die Heckplatte.
Jetzt ist das Chassis des Panzers quasi fertig und es fehlen nur noch kleinere Details und Einzelteile.
Der Turm ist einfach gebaut und stabil. Auf die Wanne aufgesteckt bleibt er drehbar. Die Kommandantenluke kann entweder geschlossen oder geöffnet gebaut werden und bietet Platz für eine der beiden im Bausatz enthaltenen Panzerkommandanten.
Nun folgen der Auspuff und eines der ersten optionalen Teile des Panzers, eine Werkzeugkiste, welche bei der Ausf. B nicht mitgeführt wurde.
Bei diesem Schritt bitte acht geben, da die Bauanleitung leider einen Fehler enthält. So sollen die Haken in die äußeren und nicht die inneren Vertiefungen, wie fälschlicherweise in der Anleitung beschrieben, geklebt werden. Die Inneren werden für Ersatzketten benötigt. Das Board-MG kann an der Stelle ersetzt werden durch eine glatte Platte, hinter der sich optional das zusätzliche Funkgerät des Zugkommandanten befindet.
Weitere optionale Teile sind im Schritt O der Anleitung genannt, abhängig davon ob man eine Ausf. E/F/G oder B/C darstellen möchte.
Nun die beiden unterschiedlichen Panzerkommandanten, in der Uniform der frühen und späten Kriegsjahre.
Der Panzer 38(t) ist auch Spender des Chassis des Marder III Ausf. H und beide Panzer sind als Bausatz von Warlord Games erhältlich. Hier der Direktvergleich und man sieht die Verwandtschaft sehr deutlich. Im letzten Bild noch der Größenvergleich mit einem Tiger, und dabei war der 38(t) bereits einer der größeren Panzer der frühen Kriegsjahre.
Zum Abschluss noch der Schwenk einmal um den Panzer 38(t) herum.
Fazit
Der Panzer 38(t) von Warlord Games ist ein sehr gelungener Bausatz, der angenehm zu bauen war und schnell auf dem Tisch landete. Der Guss ist scharf und die Passform überzeugt. Es gibt ein paar optionale Teile, womit man das Aussehen des Panzers ein wenig variieren kann. Man merkt auch, dass der Bausatz mit den Spielern im Hinterkopf geplant wurde, da die Anzahl der Bauteile überschaubar ist und daher nicht zulange dauert, aber trotzdem ein gutes Maß an Details bietet. Der Preis von 18 GBP ist absolut fair für diesen Bausatz.
Wenn man eine der kleineren Achsenmächte spielt, wie Ungarn oder Rumänien (die Regeln dazu findet ihr in Italy and the Axis), oder nach einer Panzerliste der frühen Kriegsjahre sucht, sollte man ein Auge auf diesen Bausatz halten. Wer etwas exotischeres machen möchte, wie z.B. eine schwedische Armee (es gibt keine offiziellen Regeln, da Schweden während des zweiten Weltkriegs neutral blieb, aber dennoch aufgerüstet hat), der könnte mit diesem Bausatz einen Stridsvagn M/41 bauen, eine Lizenznachbaute des tschechoslowakischen TNH Panzers (im Grunde der 38(t) wie wir ihn hier sehen). Basierend auf dem Chassis bauten die Schweden in der Nachkriegszeit auch den Pansarbandvagn 301 (Pbv 301), einen Schützenpanzer. Der sollte sich mit Plastikkarton und etwas Fingerfertigkeit auf Basis des Bausatzes umbauen lassen. Wie oben bereits erwähnt, wurde der Panzer auch nach dem zweiten Weltkrieg von den Schweden und der Schweiz eingesetzt, sowie Syrien. Wer also Team Yankee oder eines der Cold War Gone Hot Szenarien in 28mm spielt, hat ebenfalls Verwendung für den Bausatz.
Und wer glaubt, die ganzen Was-wäre-wenn und Papierpanzer Umbauten wären nur was für die späteren Kriegsjahre, liegt falsch, denn es gibt zahlreiches Umbaupotenzial auf Basis dieses Panzers. Man könnte einen Flakpanzer 38(t), Munitionspanzer 38(t) oder Bergepanzer 38(t) (nicht zu verwechseln mit der Hetzervariante) umbauen.

Alfadas Mandredson

Registrierter Benutzer

Beiträge: 194

Spielsysteme: Bolt Action, SAGA

Wohnort: Schweiz

Clubforum: Spielen in den Bergen

  • Nachricht senden

336

Mittwoch, 27. Juni 2018, 13:02

Wieder einmal schöne Reviews! Kleine Anmerkung noch zum 38 (t). Wir haben den Kübel bei uns in der Schweiz bereits vor dem Krieg gehabt. Einige wurden uns vor Kriegsausbruch noch geliefert, allerdings in Einzelteilen.
Die deutsche Regierung ging davon aus, dass wir das technische Know-How nicht haben würden, die zusammenzubauen.

Einige Monate später dann: :P

Panzerwagen 39 in Thun.

Hätte bei Interesse noch einige aktuelle Bilder mit Innenansicht etc.
Bei uns fahren einer oder zwei noch rum.

Grüsse
Die Geschichte hat bewiesen, dass es keine unbesiegbaren Armeen gibt.

SiamTiger

Registrierter Benutzer

  • »SiamTiger« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 405

Spielsysteme: Bolt Action, I-Munda, Saga

Wohnort: Montabaur

  • Nachricht senden

337

Mittwoch, 27. Juni 2018, 18:35

Danke für die Rückmeldung. Spannender wird es ja beim Hetzer / Jagdpanzer 38(t) der als Panzerjäger G13 noch zum Einsatz gekommen ist. Der wird auch in der Reviewwoche abgedeckt, jetzt folgt als nächstes erst ein mal der Marder III.

Maréchal Davout

Registrierter Benutzer

Beiträge: 1 650

Spielsysteme: Grande Armée, Saga, WHFB, Song of Drums and Shakos

Wohnort: Hildesheim

Clubforum: Spielen im Norden

  • Nachricht senden

338

Mittwoch, 27. Juni 2018, 18:43

Schöner Beitrag zum 38(t) - danke!

SiamTiger

Registrierter Benutzer

  • »SiamTiger« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 405

Spielsysteme: Bolt Action, I-Munda, Saga

Wohnort: Montabaur

  • Nachricht senden

339

Donnerstag, 28. Juni 2018, 19:31

Danke, danke und deshalb wird die Panzer 38(t) Themenwoche auch fortgeführt, mit der Review zum Jagdpanzer Marder III Ausf. H, basierend auf dem Panzer 38(t).
Auf dem Chassis des Sd.Kfz. 140 Panzer 38(t) wurde der Jagdpanzer Marder III entwickelt. Die gesamte Marder-Serie war eine Reihe improvisierter Jagdpanzer, eine Zwischenlösung, um erbeutete oder ausgemusterte Panzer einem Nutzen zu geben. Ausgestattet zuerst mit erbeuteten Feldgeschützen später mit der deutschen PaK 40. Der Marder I wurde auf Basis von erbeuteten französischen Lorraine Panzern gebaut und der Marder II aus dem Bestand der nicht mehr benötigten Panzer II. Der Marder III wurde in drei Varianten gebaut, als Sd.Kfz. 139, Sd.Kfz. 138 Ausf. H und Ausf. M.
Die Verpackung oben beschreibt den Bausatz als Sd.Kfz. 139, die Bezeichnung wurde mittlerweile von Warlord Games getauscht und gibt nun Marder III Ausf. H an. Das scheint jedoch ein Fehler zu sein. Meiner Recherche nach hat die Ausf. H einen anderen Aufbau, ähnlich der Ausf. M, daher ist die Variante, welche aus diesem Bausatz gebaut werden kann das Sd.Kfz. 139 und nicht die spätere Sd.Kfz. 138 Ausf. H. Zum Vergleich, der Italeri Marder III Ausf. H, eine Quelle auf World War Photos, die Bilder in diesem Wikipedia Artikel und die Information zum Sd.Kfz. 139 auf Tank Encyclopedia.
Die Sd.Kfz. 139 Panzerjäger benutzten zu Beginn erbeutete sowjetische 76,2mm Feldgeschütze, die später umgearbeitet wurden um die deutsche Munition der 7,5 cm PaK 40 verwenden zu können. Die spätere Sd.Kfz. 138 Marder erhielten direkt das 7,5 cm Pak 40. Der offizielle Name des Marder III war Panzerjäger 38(t) für 7,62 cm PaK 36 und später 7,5 cm PaK 40/3 auf Panzerkampfwagen 38(t) Ausf. H. Von der ersten Variante wurden mehr als 340 Exemplare gefertigt, von der Ausf. H. noch einmal 275 Einheiten. Im Laufe des Jahres 1943 wurden weitere 175 aus ausgemusterten Panzer 38(t) umgebaut. Von der "finalen" Version des Marder III Ausf. M (Bild unten im Größenvergleich) wurden über 900 Exemplare gefertigt, womit diese Ausführung zu meistgebauten Variante des Marder III wurde. Daher mag es etwas verwundern, dass ausgerechnet die Sd.Kfz. 139 Variante einen Plastikbausatz erhielt, aber das wird daran liegen, dass diese am einfachsten auf Basis des vorhandenen Bausatzes mit einem Zusatzgussrahmen umsetzbar war. Neben der Jagdpanzer Variante Marder gab es auch die Selbstfahrlafette Grille auf Basis des Panzer 38(t).
Der Marder III wurde an allen europäischen Fronten eingesetzt und sogar in Nordafrika. Dabei war der Sd.Kfz. 139 primär an der Ostfront im Einsatz. Zum Ende des Kriegs waren immer noch knapp 350 Ausf. M im Einsatz, er wurde aber weitestgehend durch den Panzerjäger 38(t) Hetzer ersetzt. Die Marder wurden von den Panzerjäger-Abteilungen der Wehrmacht und Waffen-SS eingesetzt und sogar von einigen Verbänden der Luftwaffe.
Warlord Games bietet den Marder als Hartplastikbausatz im 28mm / 1:56 Maßstab an. Dabei teilt er sich den großen Gussrahmen mit dem Panzer 38(t) und diese werden von Warlord Games selbst (also nicht via Italeri) beigesteuert. Der Preis liegt bei 20 GBP für die Box.
Der Bausatz umfasst zwei Gussrahmen aus Hartplastik, einer mehrseitigen Anleitung mit etwas Hintergrundinformationen, einem Decalbogen, Profilkarten und Schadensmarker. Der Decalbogen ist der gleiche wie für den Hetzer, und deckt daher auch die Ungarischen Hoheitszeichen ab, welche aber nur für den Hetzer gedacht sind. Die Bauanleitung hat bei Schritt W leider den gleichen Fehler wie beim Panzer 38(t) in Schritt L. Klebt die Haken bitte nicht in die inneren sondern die äußeren Vertiefungen. Die Inneren sind für die Ersatzketten gedacht.

Der Guss ist gut gelungen und der Marder III teilt sich den Hauptgussrahmen mit dem Panzer 38(t) Bausatz. Alle Teile die daraus den Marder machen, sind im zweiten Gussrahmen. Die Gussrahmen wurden wohl im United Kingdom hergestellt und vom Aussehen her in den gleichen Produktionsstätten wie die Bausätze von Plastic Soldier Company. Der Platz im Rahmen wurde sinnvoll genutzt und mir gefällt der clevere Einsatz des Materials mit Zusatzgussrahmen um damit die Varianten abzudecken.
Die ersten Schritte sind identisch mit denen des Panzer 38(t) Bausatzes und beginnen auch hier mit den Ketten. Gute Details auf den Kettengliedern. Klare Anweisungen, die schnell von der Hand gehen.
Die Ketten werden an die untere Wanne geklebt, welche mit etwas Blei beschwert wird, um den gesamten Bausatz ein höheres Gewicht zu geben. Das verleiht meiner Meinung nach dem Panzer ein etwas wertigeres Handling und macht ihn auch stabiler an Schrägen und dergleichen auf dem Spielfeld.
Da die Wanne einen anderen Überbau erhält für den Marder, geht hier der nächste Schritt entsprechend anders. Jetzt werden alle Teile um die Fahrerkabine angeklebt.
Die obere Plattform ist beweglich, so könnt ihr das Geschütz etwas nach links und rechts bewegen.
Weitere Panzerplatten werden angebracht und bilden einen halboffenen Rahmen um das Geschütz und die Besatzung. Wie man sieht, kann das Geschütz etwa 30° in jede Richtung geschwenkt werden.

Das verwendete Geschütz ist eine erbeutete sowjetische 7,62 cm Feldkanone, mit umgearbeiteter Brennkammer um die stärkere Pak 40 Munition verschießen zu können. Sofern ihr de Geschütz selbst auch neigbar bauen möchtet, klebt es nicht fest beim Zusammenbau.
Die Geschützblende ist der nächste Schritt und bildet die finale Silhouette des Sd.Kfz. 139 Marder III.
Jetzt wird die Stützstrebe zwischen die Seiten der Geschützblende geklebt und gibt der Konstruktion etwas mehr Stabilität. Die inneren Streben sind etwas schlecht erkennbar auf der Bauanleitung, da diese in sich selbst gedreht sind. Es ist etwas schwieriger den Schritten auf der Anleitung zu folgen, aber bei weitem nicht das Level "richtiger" Modellbausätze.
Weitere Details für die innere Kabine und Bank, welche als temporäres Munitionslager verwendet wird.
Und weitere Einzelteile für die Hülle, darunter die Laufstütze, der Auspuff, Werkzeug und Ösen.
Der Marder ist fast fertig, es fehlt nur noch ein wenig Werkzeug und Optionale Teile. Wie man sieht, kann der obere Aufbau bewegt werden.
Nun zu den Werkzeugen, Scheinwerfern und Ersatzketten. Bis auf die Besatzung ist der Marder jetzt komplett.
Die Besatzung, welche im Bausatz enthalten ist, ist aus Plastik und 3 Mann stark. Ich habe diese jetzt nur mit Blu-Tac angebracht, da es sonst später schwierig wäre, das Fahrzeug anständig zu bemalen, wenn die Miniaturen bereits festverklebt wären.
Und hier der Marder mit Besatzung.
Im Größenvergleich mit dem Panzer 38(t), man erkennt klar den erhöhten Aufbau des Jagdpanzers. Im dritten Bild auch mit dem Jagdpanzer 38(t), einem weiteren Panzerjäger auf Basis des 38(t), aber mit verbreiteter Wanne.
Natürlich darf der Vergleich mit einem weiteren Marder III, dem Sd.Kfz. 138 Ausf. M, wie weiter oben bereits angekündigt nicht fehlen. Der basiert ebenfalls auf dem Panzer 38(t), aber verwendet eine andere Form des Überbaus, ähnlich der der Grille Selbstfahrlafette, und setzt die 75mm PaK 40. Im letzten Bild ein Größenvergleich mit der Hummel SFL, welche auf dem Panzer IV aufbaut.
Ein Schwenk um den fertigen Bausatz herum zum Abschluss.
Fazit
Wie auch schon der Panzer 38(t) hat es wirklich Spaß gemacht den Marder zu bauen. Gute Gussqualität mit anständiger Passform. Ein paar Teile am Innenraum waren etwas schwer zu platzieren, aber das lag eher am Winkel in der Anleitung und ist auch das Einzige was ich an dem Bausatz zu bemängeln hätte. Die "Fehlbezeichnung" des Bausatzes irritiert mich ein wenig, da Warlord Games in diesen Belangen eigentlich ihre Hausaufgaben gemacht haben. Der Preis von 20 GBP ist angemessen.
Die Bauanleitung deckt mehrere Tarnbemalungen ab, welche den Marder im Einsatz an den unterschiedlichen Kriegsschauplätzen zeigen. Mit dieser frühen Version, macht es am meisten Sinn sich auf die Ostfront oder Nordafrika zu fokussieren. Es gab durch die Rote Armee erbeutete Marder an der Ostfront, und obwohl Versorgung in Afrika ein schwieriges Thema war, habe ich keine Informationen dazu gefunden, dass der Marder von den Briten eingesetzt wurde. Da er Marder eine behelfsmäßige Zwischenlösung eines Jagdpanzers war, gab es da keine weitere Produktion oder Lizenzbauten nach dem Krieg, nicht wie beim Hetzer oder ähnlichen Fahrzeugen.
Da der Marder III Sd.Kfz. 139 daher im Grunde eher als professionell betriebene Feldumbaute zu sehen ist, gibt es da leider wenig Potenzial für Umbauten, außer evtl. ein paar Leinenabdeckungen des Kampfraums. Wer hier nach Anregungen sucht, könnte sich von tschechischen Firma Black Dog inspirieren lassen, diese führt einen 1:48 Umbauset (welches zu groß ist, aber eine Vorstellung von dem gibt, was man mit etwas Green Stuff machen könnte) für den Marder III.

SiamTiger

Registrierter Benutzer

  • »SiamTiger« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 405

Spielsysteme: Bolt Action, I-Munda, Saga

Wohnort: Montabaur

  • Nachricht senden

340

Sonntag, 1. Juli 2018, 11:15

Man kann nicht über die 38(t) Serie sprechen ohne den Jagdpanzer 38(t) Hetzer zu erwähnen, und deshalb gibt es in dem heutigen Beitrag auch das Review des Panzerbausatzes von Rubicon Models.
Da die Marder Jagdpanzer im Grunde eher industrialisierte "Feldumbauten" waren, mit erbeuteten Feldgeschützen und später regulären PaKs, gab es den Bedarf an wirklich geplanten, leichten Jagdpanzern. Dieser Bedarf sollte mit dem ab April 1944 bis zum Kriegsende produzierten Sd.Kfz. 138/2 Jagdpanzer 38(t) gedeckt werden. Der Beiname Hetzer ist nicht klar belegt und es gibt heute noch die Diskussion, ob der Panzer überhaupt während des Krieges so genannt wurde.
Insgesamt wurden knapp mehr als 2.500 Exemplare des Hetzers gefertigt. Während der Produktion wurden verschiedene Überarbeitungen und Optimierungen vorgenommen und es gab auch zahlreiche Varianten und Prototypen auf Basis des verbreiterten 38(t) Chassis. Nach dem Krieg baute die Tschechoslowakei den Panzer weiter und exportierte knapp 160 Fahrzeuge an die Schweiz, in der Version G-13. Es sind noch einige Hetzer nach dem Krieg erhalten geblieben und diese sind Teil von Ausstellungen in Museen aber auch teils in privaten Sammlungen. Einer der bekanntesten Besitzer eines Hetzers war Motörheads Lemmy Kilmister.
Es gab unterschiedlichste Ableger des Jagdpanzers 38(t), als Aufklärungs- und Bergepanzer, darunter auch Umbauten zum Flammpanzer 38(t), bewaffnet mit dem Koebe Flammenwerfersystem, welches das Hauptgeschütz ersetzte. Je nach Quelle wurden zwischen 10 und 20 Stück dieser Flammpanzer umgebaut. Neben den deutschen Panzerverbänden wurde der Hetzer auch von der Tschechoslowakischen Armee, Ungarn, Bulgaren und ein paar erbeutete Fahrzeuge von der Roten Armee eingesetzt, wobei der bekannteste Beutepanzer “Chwat” (Teufelskerl) von polnischen Aufständischen eingesetzt wurden.
Dieser Bausatz von Rubicon Models deckt die reguläre Jagdpanzer und Flammpanzer 38(t) Varianten ab. Zusammen mit den Teilen für frühe, mittlere und spätere Produktionsjahre. Es handelt sich um einen ABS Kunststoffbausatz im 28mm / 1:56 Maßstab, der mit ca. 25 EUR bepreist ist. Die Decals ermöglichen außerdem den Panzer mit den Abzeichen der Russischen Befreiungsarmee, tschechischen oder polnischen Aufständischen zu versehen.
Da der Bausatz aus den 2016 Neuerscheinungen stammt, nutzt er "noch" den dunklere ABS Kunststoff, verglichen mit dem helleren Kunststoff der neueren Bausätze wie bspw. 15cwt Truck. Der Guss ist sauber, mit wenige Gussgraten und scharfen Details. Der Platz im Rahmen wurde gut genutzt. Da die Gussrahmen aber noch etwas Trennmittel anhaften können, ist es ratsam diese kurz mit lauwarmem Seifenwasser abzuwaschen.

Rubicon Models benutzt ABS Kunststoff für ihre Bausätze. Daher solltet ihr dafür den passenden Kleber versenden, ich benutze Tamiya Cement ABS. Alternativ könnt ihr auch Uhu Plast Special verwenden, je nach dem was bei euch erhältlich ist.
Wie so oft beginnt der Zusammenbau mit den Ketten. In diesem Bausatz sind zwei unterschiedliche Ketten enthalten, sowie 4 unterschiedliche hintere Laufrollen, für die frühen (12), mittleren (8) und späten (4) Produktionsjahre, wobei die Anzahl der Löcher sich über die Kriegsdauer verringert hat. Es gibt Modellbausätze welche 6 Löcher in den Laufrollen haben, allerdings konnte ich dies nicht mit einem Foto sondern nur technischen Zeichnungen belegen. Die Laufrolle mit 8 Löchern und den verstärkten Streben gehört zum Flammpanzer.
Nun geht es bei der unteren Wanne weiter, hier werden die Seitenwände und die Aufhängung an die schrägen Seiten verklebt.
Der nächste Schritt, nämlich das Anbringen der Ketten könnte man auch nach hinten verschieben oder alternativ nur aufstecken, damit man beim Bemalen besser hinter die Laufrollen kommt. Wie man sieht habe ich mich hier für das Chassis der späten Produktionsjahre entschieden, damit ich so den Flammpanzer und regulären Hetzer einsetzen kann.
Es gibt nur eine obere Hülle bei diesem Bausatz, da die Unterscheidungen zwischen den Modelljahren über Einsätze abgebildet werden. Wie üblich habe ich etwas Blei in die Wanne geklebt. Stellt sicher dass ihr Teil B38 nicht überseht, welches von Innen an das Dach geklebt wird, da ihr später keine Chance habt, dieses zu verkleben wenn die Wanne geschlossen ist.
Wie man sieht gibt es zwei unterschiedliche Rücken- und Heckplatten, für frühe und mittlere/spätere Produktionszeiträume. Für die späte Ausführung muss noch ein kleiner Einschnitt an der unteren Kante für den Auspuff erfolgen.
Die Luken, Haken und Werkzeuge werden zusammen mit dem MG an der Wanne angebracht. Man kann optional die Luken offen bauen, um bspw. einen Panzerkommandanten (nicht inbegriffen) einzusetzen. Es gibt unterschiedliche Ausführungen der Schlepphaken und Luken in Abhängigkeit von der Modellausführung.
Nun kommen noch die (optionalen) Ersatzketten dran und man hat die Wahl zwischen den unterschiedlichen Auspuffanlagen.
Auch die vorderen Abschleppösen und kurzen Seitenschürzen sind in unterschiedlichen Ausführungen nach den Modelljahren enthalten. Ich habe die späte Ausführungen durchgezogen, wobei ihr natürlich auch mischen könntet um bspw. ausgetauschte Teile an wieder in Stand gesetzten älteren Fahrzeugen darzustellen.
Außerdem habt ihr die Wahl zwischen drei verschiedenen Geschützblenden mit diesem Hetzer Bausatz, dabei sind zwei die unterschiedlichen (frühe und mittlere/späte) Produktionsjahre gedacht und eine dritte für den Koebe Flammenprojektor (14 mm Flammenwerfer).
Man könnte dabei die Geschütze magnetisieren und zwischen dem späten Hetzer und Flammpanzer hin und her wechseln. Die einzige "Ungereimtheit" wäre dann die Abdeckung der hinteren Werkzeugkiste, aber ich gehe davon aus, dass ihr damit leben könnt.
Ein Vergleich zwischen drei Hetzern, dem älteren Resinbausatz von Warlord Games, dem Italeri/Warlord Plastikbausatz und dem Rubicon ABS Bausatz.
Und noch im Vergleich mit anderen Jagdpanzern, wie dem Marder III, einer StuG und einem Achilles / M10 Tank Destroyer.
Ein abschließender Dreh um die gebauten Panzer darf natürlich nicht fehlen, mit dem Jagdpanzer 38(t) Hetzer späte Ausführung.
Sowie dem Flammpanzer 38(t).
Aber hier endet das Thema Jagdpanzer 38(t) noch nicht bei Rubicon. Man hat hier bereits Erweiterungen in Planung, welche die obere Abdeckung durch eine offene Aufbaute bzw. mit Turmring ersetzt, so dass man den Aufklärungspanzer 38(t) basierend auf dem Bergepanzer 38(t), mit Turm des Sd.Kfz. 222 umsetzen könnte.
Fazit
Dieser Hetzer ist ein gelungener Bausatz, mit den unterschiedlichen Ausführungen für die unterschiedlichen Produktionsjahre und auch noch den Teilen für den Flammpanzerumbau. Kurz um alles was man von Rubicon Models erwarten würde, ein anständiger Plastikbausatz mit guter Anzahl an Optionen. Mir gefällt die gute Balance aus Liebe zum Detail und trotzdem spielerfreundlich. Man hat sich die Mühe gegeben die Unterschiede über die Jahre abzubilden, sich dabei aber nicht in unhandlichen Kleinteilen verloren. Und mit den angedachten Erweiterungen kriegt man hier einiges aus dem Bausatz heraus.
Im Direktvergleich mit dem Warlord / Italeri Bausatz fehlt natürlich der Bergepanzer und die Flak, was ein Vorteil für den Italeri Bausatz ist. Besonders wenn man den Hetzer noch weiter umbauen möchte, ist die offene Bergepanzerwanne von Vorteil, da es weniger Arbeit ist diese umzubauen, bzw. mit dem Stummel-Geschütz oder einem der zahlreichen Prototypen der späten Kriegsjahre. Aber - und das ist ein großes aber - der Rubicon Bausatz ist deutlich angenehmer zu bauen. Wer also nicht zwingend eine Variante bauen möchte mit offenem Dach, sollte zum Rubicon Kit greifen. Eine der interessanten Was-wäre-wenn Modelle, wäre bspw. das 10,5 cm Stu.H. 42 L/28 Geschütz, was man aus der Rubicon StuG entnehmen könnte.
Außerdem könnte der Bausatz recht einfach in den G13 Jagdpanzer der tschechoslowakischen bzw. schweizer Armee umgebaut werden, der teils noch bis in die 70er Jahre im Einsatz war. So als Option für Team Yankee / Cold War Gone Hot im 28mm Maßstab. Es gibt auch zahlreiche Ideen für Umbauten des zweiten Weltkriegs, wie die Prototypen und und Papierpanzer zeigen. Dabei wären z.B. der leichte Einheitswaffenträger, eine 15cm s.I.G 33/2 (Sf) auf Jagdpanzer 38(t) oder Bergepanzer mit Räumschild oder Raketen.

Zurzeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher

Ähnliche Themen