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SiamTiger

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Donnerstag, 1. Dezember 2016, 17:42

Der Adventskalender geht los, hinter dem ersten Türchen steckt eine Review zum M10 / M36 Tank Destroyer Bausatz von Rubicon Models.



http://www.chaosbunker.de/?p=11502&lang=de

SiamTiger

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Freitag, 2. Dezember 2016, 07:52

Warum nicht mal Saga um 200 v.Chr. – 200 n.Chr.?

Grundidee für eine Bande in dem Zeitraum waren die Plastikboxen von Warlord Games für Hail Caesar, um genau zu sein Caesar’s Legions. Da diese Range aktuell recht viel Liebe erhält, nicht zuletzt wegen der neuen HC Erweiterung Age of Caesar, ist es ein guter Zeitpunkt diese Idee erneut
aufzugreifen.


Unterstützt wird der Gedanke durch die aktuelle SAGA Kampagne der Weiß-Blauen Strategen, „Ist das Karthago oder kann das Weg?“, was auf dem SAGA Regelwerk mit der Kampagnenerweiterung Age of the Wolves basiert.

Weiter geht's hier: http://www.chaosbunker.de/?p=11388&lang=de

SiamTiger

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Samstag, 3. Dezember 2016, 09:26

Tabletop Wargames - A Designers' & Writers' Handbook ("Tabletop Spiele - Ein Handbuch für Entwickler und Autoren") von Rick Priestley und Dr. John Lambshead ist vor kurzem bei Pen & Sword veröffentlicht worden, und Ich freue mich, es in dieser Rezension vorstellen zu können.



Weiterlesen: chaosbunker.de

moiterei_1984

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Samstag, 3. Dezember 2016, 10:32

Schöne Rezension. Ich hatte da auch schon ein Auge drauf geworfen.

SiamTiger

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Sonntag, 4. Dezember 2016, 10:18

Danke für die Rückmeldung :)

Dieses Jahr ist mein 20. (!) Jahr im Tabletop. Kann das eigentlich kaum glauben, dass es schon so Lange her ist, dass ich zum ersten Mal in Kontakt mit Miniaturen und Regeln gekommen bin.



Angeregt durch die Ausstellung auf der kommenden Tactica 2017 und dem damit verbundenen Wettbewerb auf Sweetwater,möchte ich auch meinen Einstieg ins Hobby mit euch teilen. Es muss im Sommer 1996 gewesen sein, im Nachmittags in der Arbeitsgemeinschaft Bildende Kunst. Jemand hatte Heroquest Miniaturen dabei und mein ältester Freund Holger erinnerte sich, die Sachen in einem Spielwarengeschäft in der Nähe unseres Heimatorts gesehen zu haben. So mussten wir 30-60 minütige Autofahrten (zu denen wir unsere Eltern "animierten") in Kauf nehmen um überhaupt an einen White Dwarf zu kommen und im September kaufte ich auch meine erste Miniatur. Einen Space Marine Veteranensergeant oder Captain, den ich natürlich direkt im Laden bemalte - in den Farben der Blood Angels, da diese in der damaligen Grundbox enthalten waren. Später im gleichen Jahr hatte ich den White Dwarf abonniert, da es einfach nur ungemein nervig war, den zuverlässig im Westerwald zu erstehen.

Zur Weihnachtszeit gelang es mir dann, meine Eltern davon zu überzeugen, dass eine Grundbox eine gute Idee für ein Geschenk wäre. Sie dachten, das wäre nur eine Phase, dass ich wohl nicht die Geduld für ein Hobby wie dieses hätte. Und es war damals schon teuer, so dass 40k oder Fantasy mit Folgekosten keine Option waren für "Wir probieren das Mal aus". Da ich damals recht viele NFL Europa Spiele (Go Rhine Fire!) mit meinem Vater gesehen hatte, schien mir Blood Bowl als eine sinnvolle Lösung - und Oh Junge, sollte ich damit richtig liegen! Ich bekam die zweite Edition zu Weihnachten, und ich kann mich noch immer an den Geruch beim öffnen der Schachtel erinnern. Es hat mich direkt begeistert, das Spiel, seine Regeln und das Gesamtpaket. Die Box habe ich immer noch hier, habe es wirklich häufig (und ich meine häufig!) gespielt und es war der Beginn meines mir sehr wichtigem Tabletophobby. Eine der ersten Miniaturen, die ich mir nach Weihnachten gekauft hatte, war Sigg der Zug, den ich 2008 neu bemalt habe. Die erste bemalte Miniatur nach einer mehrjährigen Malpause.



Dieses 20. Jahr des Tabletop war recht beschäftigt. Ich bin mit meiner besseren Hälfte zusammengezogen, wir haben eine schicke Wohnung in einer Kleinstadt zwischen Köln und Frankfurt, und mein Hobbyruam ist - mal wieder - etwas größer geworden. Meinen gesamten Hobbyhausrat umzuziehen ist schon eine anspruchsvolle logistische Herausforderung, die mich mehr oder minder 3 Monate aus dem Arbeitsprozess beim Chaosbunker herausgenommen hat (Reviews vorbereiten, Verpacken von angefangnenen Projekten usw. ist einfach nur aufwendig). Und durch die Vergrößerung was den Platz angeht, legten mir meine Eltern doch ans Herz, ein paar der Dinge abzuholen, die noch im Elternhaus gelagert waren. Daher hatte ich dann bei meinem letzten Besuch den Kofferraum vollgepackt mit ein paar Sachen, die nur darauf warteten, eingesammelt zu werden.



Dies sind verschiedene Boxen die ich über die Jahre gekauft habe. Als großer Blood Bowl Fan musste ich natürlich auch eine erste Edition mein Eigen nennen können. Die müsste ich in den frühen 2000er gekauft haben, ist komplett und hat sogar ein Astrogranit (Polystyrol) Spielfeld. Und da wäre noch meine erste 40k Starterbox (2. Edition), die ich mir '97 um meinen Geburtstag herum gekauft habe und die 3. Edition, die im darauf folgenden Jahr erschienen ist.


Ich habe sogar die vier Kampagnenerweiterungen die zur 5. Edition erschienen sind. Die Erste war Der Groll des Drong und enthielt eine Kampagne zwischen Zwergen und Hochelfen, zusammen mit ein paar Pappkartongebäuden. Es gab damals noch drei weitere, Gravaines Quest, Götzenbild des Gork und Im Bann des Blutes. Irgendwann vor 10 Jahren entschied ich, dass ich die komplette 4./5. Edition von WHFB und die 2. Edition von 40k besitzen musste, und dazu gehörten die Kampagnenboxen (sowie die Warhammer Magie Erweiterung weiter oben) einfach zum guten Meter Codices und Armeebücher dazu.



Für mich haben diese jüngeren Jahre des Oldhammers einen ungemeinen Charme. Das Artwork von Mark Gibbons und Wayne England, die Miniaturen von den Perrys und Jes Goodwyn, das ist für mich Warhammer. Der Moment ohne Rückkehr dürfte ganz klar im Mai '98 der damalige White Dwarf #29 gewesen sein. Die Ausgabe mit dem 48.000 Punkte Spielbericht zwischen Orks und dem Imperium. Es wurde im Spielzimmer der Perrys ausgetragen, mit Veteranen wie John Stallard (heute Warlord Games), Gordon Davidson (heute Battlefront) und Ronnie Renton (heute Mantic Games) als Generälen. Die Bilder von dieser riesigen, farbenfrohen Imperiumsarmee, mit den unzähligen Dampfpanzern, riesigen Regimentern, bunten Bannern und verrückter Heraldik. So unverkennbar, einprägsam und unvergesslich. Über die Zeit hatte ich fast 22.000 Punkte Imperium angesammelt, mit großen Regimentern, Söldnern und fast jedem verfügbarem Charaktermodell. Aber ich habe das Projekt niemals abgeschlossen und wieder abgestoßen, mit Ausnahme vereinzelter Söldner und den meisten Helden. Ich habe auf meiner Festplatte sogar Bilder von dem Projekt gefunden.





Sogar eine Claymore Saga Box hatte ich, aus dem Zeitraum der späten 80er / frühen 90ern, in denen Games Workshop (besser gesagt Citadel Miniatures) mit MB Spiele Miniaturenbrettspiele veröffentlichte. Dieses Spiel war wohl zusammen mit Heroquest oder Starquest eine der Einstiegsdrogen für viele Tabletopper, gerade für jene die in den 80ern geboren wurden. Für viele Wargamer die früher geboren wurden, dürften es Sets von Airfix oder anderen Plastiksoldatenhersteller gewesen sein.


Und wir sind seit dem enorm weit gekommen. Es gibt mehr Miniaturen in Kunststoff als zur vor, größere Bausätze sind möglich und verfügbar, und eine breite Auswahl an Regelwerken und Herstellern aus denen mal wählen kann.

Dank meiner Eltern hatte ich damals mehrmals die Gelegenheit Nottingham zu besuchen, sogar die alte Warhammer World in den späten 90ern (so ein starker Kontrast zu heute) - ihr könnt hier ein paar Bilder von meinem späteren, dritten Besuch aus 2004 sehen; Warhammer World 2004.


Wie hat sich Tabletop über die Jahre für mich verändert? Nun, Tabletop ist eben weit mehr als nur Warhammer, und mehr und mehr Leute wissen darum und akzeptieren das. Es gibt zahlreiche Firmen und Regelwerke mit Potenzial. Aber da Zeit ein großes Thema ist, ein größeres Thema als Plätze. Daher stelle ich meine Projekte von Großen auf Kleinere um. Zum einen erhöht dies die Wahrscheinlichkeit auf Fertigstellen, aber auch den Punkt dass eine große Armee weniger flexibel ist, als mehrere kleine. So kann ich eine eher an einen geneigten Mitspieler ausleihen, um das Problem von Spielern für bestimmte Systeme zu handhaben.

Es ist einfach eine Entwicklung die in vielen Bereichen des Erwachsen werden gilt. Aus dem gleichen Grund warum ich einfach nicht die Zeit (noch das Interesse) daran habe mir Abends mehrstündige Klankriege in Videospielen zu geben. Ich bevorzuge da flexiblere, "casual" Lösungen. Und so ist es auch mit Tabletop. Es ist fast unmöglich mehrstündige Spielzeiten zu planen, aber eine Runde oder zwei eines Skirmishs oder Zug-Großen Systems ist mach bar.

Wie war's bei euch? Wie seid ihr ins Hobby gekommen? Wann hat es bei euch klick gemacht? Und was war der Grund zum Püppchenschubser zu werden? Welche Veränderungen habt ihr beim Tabletop bemerkt und wie hat sich euer Verhältnis zum Hobby verändert?

vodnik

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Sonntag, 4. Dezember 2016, 11:28

...durch die Beschreibung zu: Tabletop Wargames - A Designers' & Writers' Handbook habe ich zu dir gefunden. Ich weiss jetzt, dass ich den Wälzer gar nicht brauche. Als ex-DBM-Spieler, der bei DBMM ausgestiegen ist, reichen mir die alten DBA22-Regeln völlig. Dazu kommen noch einige Hausregeln & ADG. Zwischendurch habe ich etwas Armati gespielt, aber in der Schweiz keine Gegner gefunden. Für ein paar Spiele ins Ausland zu reisen ist auf lange Sicht vor Allem kostspielig. Zur Zeit hat es in Zürich wenig Spieler, die eher historisch spielen. Dieses Jahr habe ich einige Regeln verkauft, da sie meinen Ansprüchen nicht genügt haben. Darunter auch die Regeln von Osprey. FOG habe ich nie gespielt. Von DBMM habe ich mir die neuen 4 Armeebücher gekauft,sie sind aber mMn nicht besser geworden. Gleich nach dem Erscheinen habe ich mir KOW historical besorgt. Die Epochen-pdfs haben so vielversprechend gewirkt, mit dem %-Agaben der einzelnen Truppenfipen. Aber mit KOW-historical kann ich gar nichts anfangen. Der nächste Spiltermin bei uns wird in Bern sein. Für mich wird das 1,5 Stunden Anfahrt bedeuten...
...DBX-Regeln zum 'Runterladen: DBA2:2 + so... noch mehr: R19 fur's 19. Jahrhundert + andere Regeln...

SiamTiger

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Montag, 5. Dezember 2016, 18:01

Zum Handbook gab es u.a. auf Lead Adventure eine umfangreichere Diskussionen, ist halt nicht für jeden bzw. die breite Masse gedacht.

Es geht weiter mit Türchen #5

Dieses Jahr hat Warlord Games den britischen Armeen für Bolt Action eine Menge Liebe gezeigt, beginnend mit dem Sherman V im frühen Sommer 2016.



Dabei darf man diesen Bausatz nicht mit dem M4 Sherman von Warlord Games verwechseln. Da gibt es ein paar kleinere und einen sehr signifikanten Unterschied. Der Große; dies ist keine Italeri/Warlord Kooperatoin, das hier ist ein richtiger "Tabletop" Bausatz, mit dickem Gussrahmen und weniger zierlichen Kleinteilen.

Aber man sollte den Sherman V erst einmal vorstellen. Der V war die britische Lend-Lease Variante des amerikanischen M4A4 Modells. Er war auch die Basis für die umgebauten Sherman Firefly VC, den ich in einer eigenen Review später in diesem Monat abdecken werde. Die meisten der 7.499 gebauten M4A4 Panzer wurden von den US Amerikanern gar nicht selbst eingesetzt, sondern an die verbündeten Nationen im Rahmen von Lend-Lease exportiert.

Was ist in der Box? Für 20 GBP / 25 GBP erhaltet ihr 3 graue Plastikgussrahmen, eine Bauanleitung und einen kleinen Bogen mit Wasserschiebebildern. Alle was man benötigt für den 28mm / 1:56 Maßstab Sherman aus Kunststoff.



Der Gussrahmen ist bedacht genutzt und die Box teilt sich zwei mit dem Firefly VC (da der einzige Unterschied in der oberen Wanne und Turm/Bewaffnung lag). Eine nette Zugabe ist das Zubehör und die beiden Panzerkommandanten. Diese sind im gleichen Stil gehalten, wie die älteren Zinnminiaturen, die bei manchen Resinbausätzen beiliegen.






Wie bei den meisten anderen Bausätzen, beginnt auch dieser Sherman mit den Kettensektionen. Recht simpler Aufbau, oberer und unterer Kettenabschnitt, Aufhängung und Zahnräder.



Diese werden links und rechts von der Wanne angebracht, mit der Frontpanzerung (Abdeckung des Getriebes) und der Motorabdeckung hinten. Bevor man die Frontpanzerung anbringt, sollte man sich entscheiden ob man den Heckenschneider oder die Abschleppösen nutzen möchte.



Wie bei allen meinen Plastikpanzern gab es auch hier Blei in die Wanne. Es handelt sich um Auswuchtgewichte aus dem Fahrzeugbedarf. Danach wird die Wanne mit der Oberseite der Hülle abgeschlossen.



Dieser Schritt benötigt etwas Geduld / eine ruhige Hand, da manche der kleineren Einzelteile schnell verloren gehen können. Also etwas Vorsicht.


Das Ganze ist ein Doppelschritt, da die kleineren Details an der Front und am Heck verbaut werden. Wenn man dies möchte, kann man die Fahrer- und Schützenluke offen lassen.


Damit ist die Wanne abgeschlossen und es folgt der Turm als Nächstes. Recht gerade aus und wenig zu tun. Das Geschütz kann in der Höhe bewegt werden, wird allerdings fix in Position geklebt, keine beweglichen Teile an der Stelle. Keine Optionen zur Auswahl, nur die 75 mm M3 L/40 des M4A4 im Bausatz.



Die Kommandantenluke kann ebenfalls geöffnet oder geschlossen verbaut werden, und später von einem der beiden Besatzungsmitglieder bestückt werden. Die anderen Teils sind Details für den Turm.


Und zu guter Letzt, das Turm-MG und ein wenig Zuladung. Zwei Ersatzräder, ein Kanister und zwei Abschnitt Ersatzketten. Der Sherman hat zu dem noch die Option auf Schürzen, aber da diese Shermans in Nordwest-Europa eingesetzt werden, habe ich diese weggelassen.


Hier ist das kleine Sherman V/VC Platoon, zusammen mit dem "langnasigem" Bruder in der Mitte. Das zweite und dritte Bild zeigt alle drei Plastik-Shermans von Warlord Games, mit dem Firefly VC links, dem Sherman V in der Mitte und dem M4 Sherman (Italeri) zur Rechten.


Als letzte Bildreihe, ein kleiner Rundumblick.


Fazit

Die Warlord eigenen Plastikbausätze haben was. Sie sind etwas stabiler als die Italeri Kooperationene (die keine schlechten Bausätze per se sind) und sie können ihre Herkunft ganz klar nicht verleugnen. Das ist einfach Plastikhandwerk aus Nottingham. Wer die moderneren Games Workshop Fahrzeuge gebaut hat, weiß wovon ich spreche.

20 GBP sind ein fairer Preis, man erhält eine anständige Qualität und ein paar Optionen. Ja, die Rubicon Varianten haben mehr Auswahl / Varianten, und Warlord könnte mehr mit den Hybridbausätzen machen (Ich würde mich z.B. über die Panzerung aus Sandsäcken freuen, anstelle einen kompletten Resinbausatz), aber dennoch, der Bausatz ist der Aufgabe gewachsen.

Die Briten erhielten im Rahmen des Lend-Lease Vertrags die meisten Panzer der Alliierten, fast 80% aller Panzer die als Teil dieses Programms ausgeliefert wurden, waren im Einsatz des Empire. Der Sherman V wurde meistens in Nordwesteuropa eingesetzt (zum Teil auch von der 1. polnischen Panzerdivision), aber wurde auch von den Chinesen in Indien eingesetzt.

Bolt Action ist eine Marke von Warlord Games.

moiterei_1984

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Montag, 5. Dezember 2016, 21:21

Wieder ein gewohnt gutes Review! Persönlich mag ich die Italeri Bausätze gar nicht, weswegen es mich sehr freut dass Warlord noch eigene Sets produzieren. Vielleicht könnten meine Paratroopers so nen schicken M4A4 gebrauchen... oder doch nen VC? Oder nen Wolverine... oder, oder, oder...

SiamTiger

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Montag, 5. Dezember 2016, 21:24

Warte mal ab bis Mittwoch, dann hab ich auch den VC im Adventskalender ;) Wobei bei den Jagdpanzern die Hellcat mein absoluter Liebling ist.

Und natürlich Danke für's Feedback.

SiamTiger

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Mittwoch, 7. Dezember 2016, 07:31

Kurz nach dem Sherman V hat Warlord den gefährlicheren VC Firefly herausgebracht - Grund für eine Folgereview.


Wie bereits beim Sherman V Bausatz erwähnt, ist dies eine Eigenproduktion von Warlord Games und keine Kooperatoin mit Italeri. Also kein angepasster Modellbausatz, sondern ein Tabletopset. Da der VC auf Basis des M4A4 / Sherman V umgebaut wurde, basiert auch dieser Bausatz auf dem regulären Sherman V Bausatz, aber mit ersetztem dritten Gussrahmen, in dem das QF 17-pdr Geschütz und die geänderte Wanne ohne MG enthalten ist.

Der VC Firefly war eine unauthorisierte Umbaute des Sherman V / M4A4,aber es wurden auch andere Firefly auf Basis der M4 Shermans umgebaut, aber die meisten der 2.100 gefertigten Exemplare enstanden aus V/M4A4. Der Firefly wurde zum ersten Mal beim D-Day in der Normandie und folglich sehr häufig in Nordwesteuropa eingesetzt. Nach dem Krieg nannten Länder wie Belgium, die Niederlande und Italien Shermans mit der 17-pdr Kanone. Die letzten Einsätze sollen Fireflys in den 1970ern im Libanon gesehen haben.

Aber was ist in der Box? Der 1:56 / 28mm Maßstab Plastikbausatz enthält 3 Gussrahmen aus Hartplastik, eine Bauanleitung und einen kleinen Bogen mit Wasserschiebebildern. Warlord Games benennt als Preis 20 GBP / 25 Euro, also gleiches Preisniveau wie beim regulären Sherman V.


Der Gussrahmen ist bedacht genutzt und teilt sich zwei Rahmen mit dem Sherman, da der einzige Unterschied die obere Wanne und der Turm/Geschütz sind. Eine nette Ergänzung ist die Zuladung und die beiden Panzerbesatzungsmitglieder. Diese sind im gleichen Design gehalten, wie die alten Zinnminiaturen, die manchen der Resinbausätzen beilagen.






Der Bau beginnt wie üblich mit den Ketten. Recht einfache vierteiliger Aufbau, mit oberem und unterem Kettenabschnitt, Aufhängung und Zahnrädern. Die Ketten sind im Stil des T54E1 chevron design gehalten.


Im folgenden Schritt werden die Ketten und die untere Wanne zusammengebaut. Hier sollte man entscheiden, ob man den Heckenschneider oder die Abschleppösen anbringen möchte. Das sollte vor dem Zusammenbau entschieden werden, da die Ösen von Innen in die Getriebepanzerung geklebt werden. Da dieser Firefly in Nordfrankreich und anderen Bereichen Europas eingesetzt wird, wurden die Seitenschürzen weggelassen.


Eines dass man im oberen Schritt nicht sieht, ist das in die Wanne geklebte Bleigewicht, dass ich in den Plastikpanzern verbaue. Kann dies nur empfehlen.

In diesem Schritt werden die Details auf die obere Hülle geklebt. Die Luken für Fahrer und Besatzung können geschlossen oder offen verbaut werden, zusammen mit den ein paar Kleinteilen.


Der Turm ist recht simpel, es gibt nur die 17-Pdr Kanone, welche ein wenig in der Höhe verstellt werden kann. Darüber hinaus gibt es keine Optionen. Das Geschütz wird fest verklebt und ist nicht beweglich. Der Turm ist verlängert, um Platz zu schaffen, für die deutlich längere 17-Pdr Bewaffnung, verglichen mit dem regulären M4 Turm und 75/76mm Geschützen.


Zum letzten Schritt, bevor das Zubehör angebracht wird, kann man die optionale Wahl zwischen zwei Kommandanten treffen. Oder diese auch komplett weglassen und die Kommandantenluke geschlossen lassen. Das MG kann am Turm verbaut werden, es gibt sogar dokumentierte Fälle in denen Zwillings-MGs dort angebracht wurden.




Zum Vergleich sieht man hier den VC in der Mitte von zwei regulären Sherman V. Im zweiten und dritten Bild dann alle drei Plastikshermans von Warlord Games. Von Links nach Rechts, der VC Firefly, dann der Sherman V und den M4 Sherman (Italeri).




Und dann die kurze Rundumsicht des VC Firefly.




Fazit

Wie schon beim Sherman V, dies ist ein grundsolider Bausatz. Mit ein wenig Tüfteln hätte man meiner Meinung nach beide in einen Bausatz zu packen. Der Preis ist angemessen und man erhält eine gute Qualität beim Guss und der Passgenauigkeit. Die Warlord Games eigenen Bausätz zu bauen macht Spaß, es erinnert mich daran, wie ich bspw. die Mk II Rhinos gebaut habe, da die Teile weniger zierlich und der Zusammenbau geht einfacher von der Hand als bei den Italeri Bausätzen.

Wer etwas Geld sparen möchte und sowieso ein Platoon aufstellen möchte, kann sich die Box mit 3 Shermans (2 V und 1 VC) kaufen, da man hier nochmal 10 GBP gegenüber dem Einzelkauf spart.

Fireflys sind eine angemessene Auswahl für jede Britische Armee, die in den späten Kriegsjahren in Europa verwickelt war, da die Panzer in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Italien eingesetzt wurden. Die 1. polnischen Panzerdivision hat sie in Nordwesten Europas und Italien ebenfalls eingesetzt. Nach dem Krieg wurden 1949 insgesamt 16 Firefly von Italien an den Libanon verkauft und davon zwei an eine Miliz in 1976 weitergegeben.

Bolt Action ist eine Marke von Warlord Games.

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Donnerstag, 8. Dezember 2016, 07:12

Ich hoffe ihr erinnert euch an Cäsars Römer von Anfang des Monats. Und wie der letzte Absatz es bereits angekündigt hatte, benötigen diese Römer passende Gegenspieler!


(Illustration von Peter Dennis, "Death in the Forest")


Wie bei den Römern, bin ich recht zufrieden mit der Warlord Games Palette der Germanen, und habe somit Miniaturen mit denen ich arbeiten möchte. Außerdem, da ich bisher nur den spanischen Teil meiner "Wurzeln" im Tabletop mit den antiken Spaniern / Iberern für Field of Glory abgedeckt hatte, war es nun an der Zeit mal dem germanischen Teil etwas Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Also, wo fangen wir an? Das hier ist die Ausgangssituation. Ich habe die germanischen Krieger (dazu habe ich mal vor ein "paar" Jahren eine Review geschrieben), die Reiterei, die fanatischen Krieger, einen zusätzlichen Kommandoblister und diesen großartigen, schnauzbärtigen Heerführer. Der Kerl allein ist Grund genug um sich einen germanischen Stamm für eine SAGA Bande zusammenzustellen!


Nach der Wahl der Miniaturen, stellt sich die nächste Frage, welche Faktion / welches Battleboard werde ich nutzen? In der Karthagokampagne der Weiß-Blauen Strategen spielen sie die Kelten mit der Wikingerliste. Ich denke, dass könnte klappen. Ich habe viel Infanteire, ich könnte ein paar Levies aufstellen und habe sogar die Fanatics als Berserker-Ersatz. Aber ich hätte so keine Gelegenheit die Reiterei aufzustellen. Ich könnte das als Hausregel abfangen und dafür die Berserker durch berittene Hearthguard / Warrior abfangen. Anderseits, wie bei den Römern schon angeschnitten, ich warte immer noch auf Aetius & Arthur - die Goten könnten eine passende Auswahl sein.

Die Wikinger könnten wirklich gut passen, die grobe Auswahl an Handwaffen passt zu den Germanen und das gilt für Hearthguard und Warrior. Die Fanatiker als Berzerker sind sehr offensichtlich. Zu den Levies, da bin ich noch nicht wirklich sicher, ob ich überhaupt welche aufstellen soll. Bögen scheinen mir keine passende Auswahl zu sein, eher die Schleudern, aber ich würde Wurfspeere bevorzugen.

Die Reiterei lasse ich erst einmal außen vor, aber eine 6 Punkte Bande könnte so aussehen. Als Alternative zu der Miniatur von Ariovist habe ich noch Dennus Damennus von der Germania Erweiterung.



0 P Warlord

1 P – 4 Hearthguard

1 P – 4 Fanatics

1 P – 8 Warrior

1 P – 8 Warrior

1 P – 8 Warrior

1 P – 8 Warriors

Wie bei den Römern, halte ich es nicht zu 100% mit der historischen Korrektheit bei diesen Germanen. Ich habe nachgeforscht, welche Stämme in der Gegend zwischen Köln (Colonia Claudia Ara Agrippinensium) und Frankfurt (noch nicht gegründet damals) lebten. Das Areal ist der Westerwald und war nicht besetzt von den Römern, aber nah am Rhein und der römischen Grenzbefestigung Limes. Das Gebiet wurde Germania Magna genannt und war nah an Koblenz (Castellum apud Confluentes). Da ich keine umfangreiche Geschichte zur Gegend gefunden habe und die meisten Informationen erst 1.000 Jahre später starten. Daher muss ich hier etwas kreativ werden. Aber erst einmal um euch abzuholen, hier ein paar Bilder vom letzten Wandern.



Daher nehmen wir einen Kelto-Germanischen Stamm, der westlich der Chatten (einem Stamm in Hessen) und nördlich der Mattiaker (einem Unterstamm der Chatten in der Gegend von Wiesbaden). Da das Wort Westerwald in Latein boscus occidentalis (oder silvanus occidentis) wäre, recht lang und wenig spektakulär, werde ich den Stamm einfach die "Bosci" nennen - die Bewohner des Westerwalds werden kurz Wäller genannt, daher erscheint mir Bosci passend. Und die Farben sind Weiß und Grün, wie die Heraldik der Region. Ariovist ist auch kein passender Name für einen Anführer der Bosci, und außerdem war er der Heeresführer der Sueben. Ich entschied mich für den germanischen Namen Vulfgang. Das ist ebenfalls nicht historisch korrekt, da der Name erst im 8. Jahrhundert aufkam, aber was soll's. Das gleiche gilt für Dennus Damennus (Dennis the Menace), der seinen Namen behält. Um diesen Absatz kreativer Geschichte zusammen zufassen, wir haben den Stamm, die Farben und zwei Helden. Das sollte für den Anfang ausreichen.

Was die Miniaturen angeht habe ich eine solide Ausgangssituation mit 43 germanischen Kriegern, das reicht locker für 4-5 Punkte an Kriegern, der Blister Fanatics ist gesetzt und die Hearthguard werde ich aus dem Kommandoblister abbilden. Wer lieber auf Zinnminiaturen setzt anstelle der Plastikminiaturen, so hat Warlord diese auch. Ansonsten Wargames Foundry hat ebenfalls antike Germanen, ebenso Crusader Miniatures.



Was die Quellen angeht, da gibt es die Germania Erweiterung zu Hail Caesar, den Osprey Men-at-Arms Band #129 und die Wargames Illustrated Ausgabe 211 aus Februar 2011.



Da hätten wir also Gegenspieler #1 für die Römer. Ein weiterer Platz ist offen und wird später in diesem Monat belegt und vorgestellt. Um den nächsten Schritt für diese Bande zu gehen, muss ich mir definitiv die Aetius & Arthur Erweiterung besorgen, um zu sehen welche Armeeliste eventuell besser als die Wikinger passt und das Problem mit der Reiterei und den Levies löst. Was meint ihr? Sind Wikinger das passende Battleboard für antike Germanen oder wäre eine andere Liste die bessere Wahl?

SiamTiger

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Freitag, 9. Dezember 2016, 07:38

Gale Force 9 bietet neben ein paar Brettspielen und Hobbyzubehör auch eine eigene Geländereihe mit dem Namen Battlefield in a Box
an. Diese sind in diversen Settings verfügbar, wie bspw. Fantasy, generisch oder gezielt für Flames of War in 15mm. Aber ist man dabei auf 15mm eingeschränkt? Nicht wirklich und das zeige ich euch gleich auch.

Das Hauptproblem dieser Sets ist die Verfügbarkeit. In Deutschland / Europa kann es schon mal schwierig werden, diese überhaupt geliefert zu bekommen, aber vor geraumer Zeit - als sie im mal lieferbar waren - habe ich mit beiden Händen zugegriffen und mir ein paar Sets aus der BiaB Flames of War Reihe gekauft.

Beginnen wir mit dem "Rural Roads" Set. Die Box kostet 45 USD und enthält 4 Geraden und 2 Kurven, dazu gibt es noch ein kleines Tütchen mit statischem Gras.



Die Straßen sind aus einem flexiblen, gummiartigen Material die in Position gebogen werden können und kleinere Höhenunterschiede damit abdecken können. Wie man sieht, sind die Ketten- und Panzerspuren schmal, würden in 28mm aber einfach von einem LKW oder Halbkette anstelle eines Panzers stammen.

Unten sieht man wie einfach die beiden Abschnitte überlagern. Zusammen mit dem Testbild von einem Opel Blitz und Sherman von Rubicon Models. Sieht doch passend aus, oder nicht? Aber ich mache mit den anderen Boxen weiter.



Das "Rural Road" Set hat eine Erweiterung, die ebenfalls 45 USD kostet. Es enthält eine Kreuzung, eine T-Kreuzung, und einen Übergang zwischen Rural und Cobblestone, eine kleine Kurve, kurze Gerade, Bahnübergang und ein Stück Bahngleise. Zusammen mit einem Tütchen statisches Gras. Im dritten Bild sieht man einen Magic Train von Fleischmann, der perfekt auf die Gleise passt und zu 28mm. Die Idee habe ich von Elladan von Stronghold Terrain.



Für einen städtischeren Look kann man die Cobblestone Roads wählen. Recht simpel, 6 Geraden und 2 Verbindungsstücke. Das Set ist 45 USD, genau wie die anderen Straßensets. Die Straßen sind breit genug für einen großen Panzer, wie den Waffenkammer Tiger II oder zwei Straßenfahrzeuge, wie den Opel Blitz. Das Eckstück stammt von Heer 46.



Beide Straßen sind auch als zerbombte Variante erhältlich. Unten seht ihr die zerstörten Cobblestone Roads, 4 kurze Geraden und eine Kreuzung. Und natürlich ein wenig statisches Gras um die Ecken abzudecken.



Und hier die zerbombten Rural Roads, eine T-Kreuzung, eine Kreuzung, leichte Kurve, und zwei kurze Geraden. Im dritten Bild dann die Stellprobe für den Maßstab - läuft!



Und hier sind die generischen Krater, das erste Set welches nicht 45 USD sondern nur 29 USD kostet. Es enthält 6 mittelgroße Krater. Diese sollten gut mit den alten Mondkratern von Citadel harmonieren. Sogar besser als mit den gotischen Kratern der Battlefield in a Box.



Es gibt auch ein Hedgerow Set, welches 26 UD kostet. Die Hecken sind recht hoch für 15mm, aber passen sehr gut mit 28mm. Diese kann man mit einem Boccage Set kombinieren, das nur über Mail Order direkt bei Gale Force Nine verfügbar ist.





Die Sets sind für sich betrachtet erschwinglich und man kann diese quasi direkt aus der Box verwenden. Eventuell sollte man noch ein wenig Trockenbürsten oder Tuschen um es zum anderen Gelände im Besitz anzupassen. Dazu ist es angenehm schwer, nicht zu schwer wie bspw. Gelände aus Resin oder Gips und bei weitem nicht so zerbrechlich. Und durch die generische Gestaltung, kann man die Sets mit vielen verschiedenen Settings einsetzen und wahrscheinlich auch für andere Maßstäbe außer 15 und 28mm.

Zusätzlich besitze ich noch die Flusssets von Gale Force Nine, auch aus dem flexiblen Material und ich kann diese ebenfalls empfehlen. Wer nach Gelände sucht, das einfach in der Handhabung und recht Problemfrei ist, sollte falls sich die Gelegenheit bietet zugreifen. Vielleicht kriegt man auf den Batzen in Summe auch etwas Rabatt, da mehrere Sets schnell ins Geld gehen.

Die Sets können direkt bei Gale Force Nine bestellt werden, ich habe meine bei Fantasyladen erworben.

SiamTiger

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Montag, 12. Dezember 2016, 08:57

Im April diesen Jahres gab es den ersten Plastikfahrzeugbausatz für Beyond the Gates of Antares. Ein großer Schritt für das System und für Warlord Games. Es bringt das Spiel in die nächste, greifbare Größe und zeigt, dass das Spiel soweit gewachsen ist, dass es von umfangreicheren Plastikbausätzen unterstützt wird.



Dieser erste Fahrzeugbausatz ist die C3M4 Kampfdrohne, welche neben der C3 Konkord auch von den Freigeborenen eingesetzt werden kann. Es verwendet ein "Standardchassis", auf dem weitere Varianten des Panzers basieren, wie bspw. die kürzlich ergänzte C3T7 Transportdrohne.

Warlord Games setzt den Preis für diesen fliegenden / schwebenden Panzer bei 25 GBP an. Er enthält zwei Kunststoffgussrahmen, eine Bauanleitung und neugestaltete Flugbases. Keine Decals in diesem Set. Die Drohne deckt drei unterschiedliche Hauptbewaffnungen ab, Plasmakanone, Fraktalkanone und Kompressionskanone.



Die Gussrahmen sind gut gefüllt und die Produktionsqualität ist hochwertig. Anständige, scharfe Details und wenige bis keine Gussgrate. Außerdem gibt es Optionen und bewegliche Teile.





Als erstes werden die Triebwerke der C3M4 Drohne zusammengesetzt. Ein sehr plastisches Design, mit guter Nutzung der Gussform.



Danach folgen die kleineren Steuertriebwerke, welche in der Front der Drohne verbaut werden.



Der Rumpf der Drohne besteht aus einem längeren, einteilen Bauteil, an dem die kleineren Bauteile ergänzt werden. Dazu werden noch die bereits zusammengesetzten Triebwerke ergänzt. Ein paar Bauteile, wie die Steuertriebwerke sind beweglich bzw. können in unterschiedlichen Positionen verbaut werden. Soweit ein sauberer Bausatz mit guter Passgenauigkeit.



Nach diesem Schritt werden die Teile aus dem zweiten Gussrahmen ergänzt. Hier würde sich also der Bauprozess für die anderen Varianten abtrennen, z.B. für die T7 Transporterdrohne. Die Unterkontruktion des Rumpfs sowie der Turm werden ergänzt. Das Waffensystem ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht festgelegt. Der kleinere Turm auf dem Geschützturm ist beweglich, wie der Turm selbst. Die Seitenbewaffnung kann in einem kleinen Winkel ebenfalls bewegt werden.



Nun kann die Drohne auf die durchsichtigen Flugbases gesetzt werden. Diese haben einen ovalen Sockel und zwei Säulen in unterschiedlicher Höhe. Die Säulen sind oben abgerundet, so dass man die Drohne etwas neigen kann, für eine dynamischere Pose.



Wie bereits erwähnt, die C3M4 Drohne hat drei unterschiedliche Waffensysteme aus denen sie wählen kann. Diese müssen nicht verklebt werden und können ein wenig in der Höhe verstellt werden. Ich würde allerdings mit Magneten arbeiten, zur Sicherheit damit diese beim Spielen oder Transport nicht verloren gehen.




Ein Größenvergleich der C3M4 mit einem Space Marine und einem Stormtalon Gunship.



Und ein kurzer 360° Rundumblick darf natürlich in dieser Rezension nicht fehlen.


Fazit

Plastikbausätze sind ein wichtiger Schritt für viele Spielsysteme, da diese einen bestimmten Punkt in Größe und Wachstum des Systems festhalten. Das Material wird von vielen Spielern gegenüber Resin bevorzugt und es ermöglicht Konstruktionen, welche in Zinn einfach nicht umsetzbar gewesen wären Aufgrund der Größe und des Gewichts. Nach dem Starterset zu Gates of Antares, welches aus Kunststoff erschienen ist, ist dies ein wirklich gelungener Einstand für das erste Fahrzeug.

Es hat eine angenehme Größe, ein futuristisches Design, welches glaubhaft ist und greifbar ist, auch als einfarbiges Farbschema, selbst wenn man kein Maltalent ist (große, flache Oberflächen sind ohne die entsprechenden Techniken / Fähigkeiten ein häufiger Grund, warum ein Modell langweilig aussieht). Aber es gibt dennoch genügend "Leinwand" um sich auszutoben.

Der Preis ist angemessen, verglichen mit einer historischen Miniatur, hat man auch eine eingeschränktere Kundschaft. Wenn man diesen Bausatz mit anderen Sci-Fi Plastikbausätzen vergleicht, wie bpsw. den Stormtalon weiter oben, liegt dieser mit 33 GBP ein Drittel über dem Preis.

Ich bin gespannt auf die nächsten großen (/größeren) Bausätze für Antares aus Plastik. Die C3M35 schwere Kampfdrohne dürfte sich auch auf diesem Chassis austoben. Und durch die Aufteilung der Gussrahmen rechne ich mit zusätzlichen Varianten auf Basis ergänzender / ausgetauschter Plastikteile und / oder Resinteile, wie wir es bei Bolt Action bereits gesehen haben. Allerdings würde ich wegen der aktuellen, sehr breiten Ausdehnung der Warlord Games Produktpalette bis dahin nicht die Luft anhalten und frühestens zur Salute mit etwas neuem rechnen (Lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen).

Beyond the Gates of Antares ist eine Marke von Warlord Games.

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Dienstag, 13. Dezember 2016, 07:49

Alle guten Dinge sind drei, daher folgt hier der dritte Teilnehmer der antiken Saga gegen Römer und Germanen - die antiken Spanier, oder umgenauer zu sein die (Kelt)Iberer.



Sollte ich nicht schon genug zu tun haben? Ja, schon - aber! Ich habe das Set der Armoured Iberian Warriors von Victrix seit der Salute hier, abgedeckt in einer Rezension und wieso sollte ich die jetzt einfach nur rumliegen lassen? Und da ich die germanische Seite schon abgedeckt habe, sollte ich jetzt auch noch meiner anderen Seite mit einer Bande Keltiberischer Stammeskrieger nachgehen. Ist schließlich nur fair?

Und auch hier zeigt sich SAGA von seiner flexibel Seite. Ich brauche drei verschiedene Einheitentypen und einen Warlord. Mit dem Victrix Set bin ich schon mal mit Scutarii und Caetrati ausgestattet, welche die Rollen der Hearthguard und Warrior übernehmen werden. Die Levies dürften durch die allbekannten Balearischen Plänkler mit Steinschleudern gut dargestellt sein. Das dazu passende Battleboard für die antiken Spanier / Iberer ist definitiv das der Waliser. Alles trägt Wurfspeere, das läuft für mich und für die Miniaturen (mit Ausnahme der oben benannten Schleudern). Außerdem gibt mir die walisische Liste auch noch eine Ausrede mir die iberische Kavallerie zu kaufen, da Hearthguard und Warrior auch beritten sein dürfen.



Mit der Tüte Victrix und einem zusätzlichen Blister der Warlord balearischen Söldner bin ich in der Lage folgendes aufzustellen;
  • 0 P - Warlord
  • 1 P – 4 Hearthguard
  • 1 P – 4 Hearthguard
  • 1 P – 8 Warrior
  • 1 P – 8 Warrior
  • 1 P – 8 Warrior
  • 1 P – 12 Levies with Slings

Verglichen mit den Römern und Germanen, dürfte dies wohl die am historisch korrekteste Bande der drei sein. Ich bleibe bei den Iberern bzw. Keltiberern des nordwestlichen Teils der iberischen Halbinsel und dort mit den Kantabrern, welche den zentralen Norden bewohnt hatten. Um euch einen Eindruck zu geben, und für den Fall dass ihr den Artikel "Inspirationen aus Nordspanien" verpasst habt, hier ein paar Bilder des Areals in dem die Kantabrer lebten. In Santander gibt es sogar eine Statue in Andenken an die Kantabrer. Der Name Kantabrer steht für Hochlandbewohner und war auch gleichzeitig Namengeber für die Kantabrischen Kriege, der lokalen Stämme gegen die römischen Eroberungsstreitzüge 29 - 19 v.Chr.. Es mag zwar etwas unwahrscheinlich sein, dass die Kantabrer auf die Germanen treffen, aber ihr wisst - des Spieles wegen - wird man da eine Lösung finden.





Mein einziges "Problem", verglichen mit den Römern und den Germanen, fehlt den Iberern ein beeindruckendes Charaktermodell. Die verfügbaren Miniaturen neben Victrix sind Wargames Foundry (etwas in die Jahre gekommen), Crusader Miniatures (solide, aber halt nur okay) und die jüngst erschienen Warlord Games Hispania Miniaturen (halt auch nur okay) und keine der Reihen deckt eine wirklich heroische wirkende Miniatur ab. Sieht wohl so aus, als müsste ich etwas aus den Plastikgussrahmen umbauen um einen passablen Kantabrer Kriegsheeren zu erschaffen.



Was die Quellen angeht, hier ist es wirklich dünn im Bezug auf (Kelt)Iberer, besonders dann noch zu den Kantabrern. Ich konnte zwar das MUPAC in Santander besuchen und ein paar Quellen online finden, aber darüber hinaus habe ich nur den Osprey Men-at-Arms Band #180 - Rome's Enemies 4 Spanish Armies.



Da sind also die drei, Römer, Germanen und Iberer für die antike SAGA. Ich warte immer noch auf Aetius & Arthur, daher könnte noch ein Folgeartikel zu den Germanen kommen (und evtl. den Römern) um den Aufbau anzupassen, aber darüber hinaus sind die Projekte aktuell in der Bauphase. Ich sollte hier zwischen den Feiertagen zu mehr kommen, aber mit etwas Glück und Motivation durch meine treuen Leser, gibt es vielleicht sogar noch etwas zum Ende dieses Kalenders.

SiamTiger

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Mittwoch, 14. Dezember 2016, 19:18

Micro Art Studio, die bereits ein paar Sets an Sichtblockern und Geländezubehör anbieten, wie bspw. das Treibstofflager, haben nun für Wolsung ein paar Märkte herausgebracht. Von diesen Sets habe ich mir den Gewürz- und Fischmarkt gekauft, da diese generisch genug sind um für verschiedene Settings eingesetzt zu werden und ich möchte meine Eindrücke hier gerne mit euch teilen.



Beide Sets sind ausgelegt auf 28-32mm Maßstab, und liegen bei 20 Euro für den Gewürzmarkt mit 4 Teilen, und 30 Euro für den Fischmarkt mit 5 Teilen. Wer den Fischmarkt direkt bei Freebooter Miniatures ersteht, zahlt sogar nur 25 Euro für das gleiche Set.
Fangen wir mit dem ersten Set an, dem Fischmarkt. Es ist ein mittelgroßer Karton, gefüllt mit Schaumstoffflocken, damit die Resinstücke gut geschützt sind.



Darin findet sich ein 5er Set Boxenstapel, 2 große und 3 mittlere. Dekoriert und gefüllt mit Fischnetzen, verschiedenen Fischen und Krabben, sowie anderen frischen Fängen.



Das zweite Set ist der Gewürzmarkt. In einer kleineren Schachtel, ebenfalls gefüllt mit den Schaumstoffflocken.



Das kleinere Set besteht aus nur 4 Resinteilen. 2 mittleren und 2 kleinen Kistenstapeln, gefüllt mit Gewürzen und kleinen Früchten.



Beide Sets sind gelungen modelliert, aber der Guss ist nur mittlere Qualität. Er ist nicht schlecht, aber auch nicht herausragend - dennoch für Gelände ausreichend. Es sind recht viele Gusshäute und ein paar Lufteinschlüße über die einzelnen Resinstapel verteilt.



Zum Größenvergleich ein Bild mit einer Freebooters Fate Miniatur. Und im zweiten mit ein paar Ainsty Castings Stapeln sowie dem Warenstapelsets von Micro Art Studio.




Micro Art Studio hat ein drittes Set mit Golemteilen (alles mögliche an mechanischem Kleinkram) im Angebot, das aber wirklich nur mit Steampunk wie bspw. Wolsung funktioniert.

Fazit
Es ist ein interessantes Set, besonders für Hafengelände oder Freebooter im Allgemeinen. Die Qualität ist okay, aber das Set ist recht teuer, verglichen mit ähnlichen Produkten. Das Micro Art Studio eigene Treibstoffdepot ist deutlich günstiger und bietet einen vergleichbaren wenn nicht sogar besseren Umfang an Sichtschutz.
Dass Freebooter den Fischmarkt günstiger anbietet, ist ebenfalls etwas verwunderlich. Und wer auch mit etwas generischeren Kistenstapeln leben kann, der sollte zu Ainsty Castings greifen, da man hier vergleichbare Qualität zu deutlich niedrigerem Preis erhält.
Diese Märkte sind eine gute Abwechslung und Ergänzung, als Sichtlinienblocker und Deckunggeber, wenn man diese also im Angebot / reduziert erhält, sollte man zugreifen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SiamTiger« (14. Dezember 2016, 19:38)


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Freitag, 16. Dezember 2016, 07:18

Nach einem großartigem Star Wars Erlebnis gestern, gibt es heute was für das andere Empire - den Churchill!
Der neue schwere Churchill Panzer von Warlord Games erscheint mit sagenhaften 7 unterschiedlichen Varianten, Grund genug für eine umfangreiche Review.



Dieser Bausatz ist eine Kooperation von Warlord und Italeri (wie man bereits auf der Box erkennt) und mit seinen 7 Varianten wahrscheinlich der "wargame"-lastigste Bausetz der aus der Zusammenarbeit hervorgegangen ist.
Der Churchill war ein schwerer Infanteriepanzer der Streitmächte des britischen Commonwealth, ein paar Hundert wurden außerdem der UdSSR zur Verfügung gestellt. Da die Erwartungen an den Krieg in Europa ähnlich denen des ersten Weltkriegs waren, hat man sich für ein entsprechendes Design entschieden - eine große, lange Wanne mit geländegängigem Fahrwerk. Der Panzer wurde in Nordafrika, Italien, Nordwest Europa und durch die rote Armee auch an der Ostfront eingesetzt.
In diesem Bausatz sind genügend Teile um einen Mark III, IV, V, VI B, NA 75 oder AVRE zu bauen. Im Detail bedeutet dies:
  • Mark III - mit 6-pounder Kanone
  • Mark IV - gegossener Turm mit 6-pounder Kanone
  • Mark V - gegossener Turm mit 95-mm Haubitze
  • Mark VI - gegossener oder geschweißter Turm mit 75-mm Kanone
  • NA 75
  • AVRE (Armoured Vehicle Royal Engineers) mit 290-mm Petard-Mörser
Mark III und IV, beide mit 6-pounder Kanone sind regeltechnisch bei Bolt Action identisch.
Warlord Games hat den Bausatz mit 3 Gussrahmen bei einem Preis von 20 GBP angesetzt, außerdem erhält man einen kleinen Bogen mit Decals und eine doppelseitige A4 Bauanleitung.



Der Kunststoff ist etwas flexibler als das reguläre Hardplastik von Warlord Games, und es könnte eine gute Idee sein, dieses vorher mit etwas lauwarmen Wasser abzuwaschen um mögliche Trennmittelrückstände zu entfernen. Der Guss ist sauber und mit wenig Gusshäutchen und -gräten. Eine gelungene Aufwertung des Bausatz sind die Schiebegussformen bei der Bewaffnung, so dass diese nun offene Läufe haben.





In dieser Review werden ein Churchill Mark III mit 6-pounder, ein Mark VI B und ein AVRE gebaut. Der NA 75 wurde in Afrika ebenso wie der Mk III mit 6-pounder eingesetzt, aber der Theatre Selector für 1942-32 Tunesien ermöglicht nur den Einsatz des Mark III, die beiden anderen werden 1944 in der Normandy dienen.
Bevor man die Ketten zusammensetzt, sollte man sich enscheiden, was man bauen möchte. Für den Mark III und Mark IV müssen die oberen Löcher in den Bauteilen #4 und 5 aufgebohrt werden, für die anderen Varianten kann der Zusammenbau einfach weiter gehen. Die Seitenteile sind detailliert und die Kettenglieder in längere Abschnitte zusammengefasst um schneller zusammengebaut werden zu können.



Die zusammengebauten Seitenteile werden an die untere Wanne montiert, dazu die obere Panzerung sowie Front- und Heckabdeckung. Auf manchen Bildern aus dem zweiten Weltkrieg sieht man Varianten des Churchill ohne die Kettenabdeckung, oder zumindest nur teilweise montierter Panzerung. Wer seinen Churchill entsprechend modifizieren möchte, sollte dies bei diesem Schritt tun, ansonsten wird dies nicht mehr Möglich sein oder mit großem Aufwand verbunden sein. Ich war etwas überrascht, dass man das bei dem Bausatz nicht berücksichtigt hat, da es dem Panzer noch etwas variabler machen würde.



Die grundlegende Hülle ist nun abgeschlossen. Wie üblich habe ich etwas Blei in die Wanne geklebt um diese zu beschweren. Manche Tabletopper benutzen dafür Schrauben, Unterlegscheiben oder Fischerblei, ich nutze Auswuchtgewichte.



Nun folgen einige Kleinteile zur Wanne, die vorderen Kettenschütze, die Lufteinlässe und Scheinwerfer. Ein paar dieser Teile sind recht klein und es ist einfacher diese anzubringen, wenn man eine Pinzette verwendet.



Mit dem Mark III / IV gibt es einen zusätzlichen Schritt, da wir im Vorfeld auf der Innenseite zwei Löcher in die Seitenteile gebohrt haben. Nun wird in diese Vertiefung das entsprechende Bauteil geklebt.



Nun kommen noch Boxen an das Heck sowie die Auspuffanlage, da diese die letzten Teile sind um das Chassis abzuschließen.



Die nächste Baugruppe sind die Türme. Es gibt geschweißte Türme (links) für den Mark III, VI und Protoyp V CS, sowie gegossene Türme (rechts) für den Mark IV, VI , NA75, AVRE und V CS. Das Bauteil #32 muss vorbereitet werden mit Schlitzen für die Feuerlöscher, und der gegossene Turm erhält eine Aussparung für eine externbefestigte Verstaumöglichkeit.



Wie bereits erwähnt deckt diese Review den Bau eines Churchill Mark III mit 6-pounder Kanone, einen Mark VI B und einen AVRE ab. Daher benötigen wir einen geschweißten und zwei gegossene Türme. Die Teile wurden entsprechend der Bauanleitung vorbereitet.



In diesem Schritt gilt es die Visiere, Feuerlöscher und den Staubehälter anzukleben. Die untere Platte des Turms noch nicht befestigen, da noch die Kanone verbaut werden muss. Die Luken auf dem Turm können offen oder geschlossen verklebt werden, und einen optionalen Panzerkommandanten beherbergen. Ich habe zwei der Türme offen und einen geschlossen verbaut.



Wie man es hier sieht, die Waffen sind mit offenen Läufen gegossen, und der 6-pounder, AVRE und 75mm Kanone sind bereit zur Montage.



Das 3er-Set mit den aufgesetzten Türmen kann man hier sehen. Der Plastikkommandant kann durch Zinnminiaturen bspw. von Warlord Games oder aus der 8. Armee der Perrys ersetzt werden.



Und hier noch ein Vergleichsbild mit dem älteren Resinbausatz von Warlord Games. Der Resinpanzer kann noch ganz gut mithalten, trotz seines Alters. War auch ein angenehm zu bauender Bausatz. Das Hessian Tape am Turm habe ich nachträglich hinzugefügt und ich überlege, das auch bei den Plastikpanzern zu ergänzen (also zumindest bei denen die in Nordwesteuropa zum Einsatz kommen).



Ein paar Ansichten der verschiedenen Panzervarianten.




Fazit
Dieser 7-in-1 Bausatz von Warlord und Italeri ist gelungen. Die verschiedenen Varianten sind gut integriert, etwas optionales Zubehör und die geteilten Kettenabdeckungen, dann wäre es ein 1+ Bausatz. 20 GBP sind ein fairer Preis für den Bausatz, und es gibt den Zug mit 3 Panzern für 50 GBP.
Die Gussqualität ist gut, der Zusammenbau klappt ebenfalls einwandfrei. Ein paar der kleineren Einzelteile sind nicht unbedingt etwas für Einsteiger, aber mit etwas Geduld dennoch machbar. Passgenauigkeit und Details sind überzeugend. Nichts wurde vereinfacht um "spielbar" zu sein, und das gefällt mir an diesen Bausätzen. Da der Churchill ein stabiler Panzer ist, gibt es hier auch keine dünnen Einzelteile, die abbrechen könnten (man könnte die Antenne mit einer Besenborste austauschen um auf Nummer sicher zu gehen).

Wie in den ersten Absätzen erwähnt, wurde der Churchill von den britischen Streitkräften auf den europäischen Schlachtfeldern sowie Nordafrika eingesetzt. Durch das Lend-Lease Programm zu dem auch eine Option für Spieler der UdSSR. Da wir hier einen anständigen Plastikbausatz haben, bietet dieser auch eine gelungene Grundlage um bspw. in einen ARK/ARV, Brückenlegepanzer oder sogar den Gun Carrier umgebaut zu werden.

Bolt Action ist eine Markt von Warlord Games.

Alfadas Mandredson

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Freitag, 16. Dezember 2016, 10:04

Moin Dennis
Echt stark mit welchem Output du schreibst und wie detailliert deine Berichte sind. Weiter so! Finde den Adventskalender super! :thumbsup_1: :thumbsup_1:
Grüsse
Die Geschichte hat bewiesen, dass es keine unbesiegbaren Armeen gibt.

SiamTiger

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Freitag, 16. Dezember 2016, 18:33

Danke für die Rückmeldung :)

Blüchi

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Freitag, 16. Dezember 2016, 19:20

Da pflichte ich bei....weitermachen ^^ und bloß keine Winterpause :D

SiamTiger

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Samstag, 17. Dezember 2016, 15:24

Ab dem 24. gönn ich mir nach dem "Dauerauftrag" erstmal ein wenig Pause :D

Who you gonna call? Ihr erkennt das Zitat! ;) Crooked Dice hat zur Salute das Paranormal Exterminators Vehicle für Ihre 7 TV Range herausgebracht.


Das Fahrzeug ist perfekt geeignet um die Paranormal Exterminators zu transportieren, die Crooked Dice ebenfalls anbietet, in männlicher wie weiblicher Besetzung. Und in der 2. Edition von 7TV 2nd Edition kann dieses Gefährt mit dem Paranormal Exterminators Programme Guide als PDF oder Karten eingesetzt werden.

Zum Bausatz selbst, es handelt sich um einen Resinguss mit Zinnzubehör. Der Preis liegt bei 20 GBP.

Ein bisschen was zum PX 1, der aus Lizenztechnischen Gründen nicht Ecto-1 aus dem Ghostbusters Merchandise heißt. In den Filmen basiert der Ecto-1 auf einem 1959 Cadillac Professional chassis, von Miller-Meteor gefertigt. Es war ein Kranken-/Leichenwagen Umbau.

Crooked Dice packt den PX1 in Druckverschlussbeutel und diese sind wiederum in Luftpolsterfolie eingewickelt, um sicher verpackt zu sein. Die Kartonschachtel hat einen farbigen Ausdruck als Deckblatt. Das Set besteht aus einem Chassis, der Dachaufbaute, die vier Zinnreifen, die Blaulichter und Außenspiegel.



Da dies ein Resinbausatz ist, gab es erst einmal eine Reinigung mit lauwarmen Seifenwasser um jegliche Trennmittelreste zu entfernen. Es gab keine Notwendigkeit für Schleifarbeiten, man konnte die Teile direkt aus der Schachtel verwenden. Wie man es sieht, ist der Guss recht solide, keine Lufteinschlüsse und nur kleinere Gussversätze, die sehr einfach mit etwas Putty oder Liquid Green Stuff gefixt werden können.

Es gibt keine wirkliche Abfolge für de Zusammenbau, aber ich begann beim Dach, da der Unterboden flach ist und so am einfachsten zu bauen ist. Daher habe ich als erstes den modifizierten Dachgepäckträger angebracht, auf dem hintere Teil des Daches. Die Blaulichter davor und dahinter. Diese sind leicht unterschiedlich, aber das ist kam zu erkennen. Die Außenspiegel können direkt angeklebt werden, aber ich habe die Fassungen etwas aufgebohrt, damit diese etwas tiefer verklebt werden können.



Nach der Kleber angezogen ist, wurde das Fahrzeug umgedreht und die Räder angeklebt. Diese haben eine Halbscheibe auf der Rückseite und können daher einfach und stabil an den Unterboden geklebt werden.



Und so sieht der fertige Cadillac dann aus.


Wie verhält sich der Maßstab zum PX1? Hier ist ein Vergleichsbild mit ein paar 28mm Miniaturen, darunter Hasslefree und Studio Miniatures. Im zweiten Bild der Vergleich mit dem Transporter von Crooked Dice und einem der verunfallten Pick Ups von Mantics The Walking Dead. Im dritten wurde der Pick Up durch einen 1:43 bburago Mitsubishi Lancer Evolution ausgetauscht.



Fazit
Crooked Dice deckt einige Filmsets ab und mit dem Reboot von Ghostbusters dieses Jahr, ist das Angebot von zwei Sets der paranormalen Kammerjäger und einem passenden Fahrzeug eine gute Idee. Der PX1 ist ein solider Bausatz, der Guss ist sauber und der Preis angemessen. Dabei ist das Fahrzeug nicht sehr detailliert, aber die Ähnlichkeit ist klar erkennbar und reicht aus.

Ein kleiner Decalbogen wäre eine nette Zugabe gewesen, aber das Nummernschild kann man sich im Zweifel auch ausdrucken und anbringen.

Und Ja, es gibt 1:43 kits des echten Ecto 1, aber diese sind mindestens doppelt so teuer - sofern man diese überhaupt mal angeboten bekommt.

Link: Crooked Dice

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