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Hanno Barka

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Donnerstag, 4. Februar 2016, 00:52

Die ersten Versuche mit den PA Formen waren nicht doll. Man muss sie sehr stark zusammenpressen, denn das schwere Zinn drückt sie bei Verwendung der normalen PA Klammer auseinander - da werde ich mal ne Schraubzwinge nehmen und ein bisschen weiter probieren.


Die Prince August Formen,darfst Du nicht stark zusammenpressen, den Fehler hab ich anfangs auch gemacht. Du musst auf beide Seiten der Form ein Holz/ Mdfplättchen geben und die Form mit einer Schraubzwinge fieren, aber gerade soviel Druck, daß die Formen eben noch zusammenhalten. Durch die Schraubzwinge auf den Platten kann das Zinn die Form nicht auseinaderpressen und die meisten Formen von PA sind so konstruiert, daß die Luft zwischen den Formen rauskann. Wenn Du zu stark zusammenpresst, kommen dann unvollständige Güsse heraus, weil das Zinn nicht überall reinkann.
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preussischblau

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22

Freitag, 5. Februar 2016, 19:15

Figurenzahl und Bases

Moin, mit den PA Formen werde ich auf jeden Fall noch herumprobieren, das sollte hinzukriegen sein.

Zwischendrin muss ich mir mal Gedanken darüber machen, wie viele Figuren ich denn eigentlich von welcher Sorte für eine Einheit brauche und wie die alle angeordnet werden sollen. Dazu habe ich einige von den billig gekauften fertig bemalten als Dummies genommen; man sieht, dass da noch Renovierungsarbeiten anstehen. Aber darauf kommt es jetzt noch nicht an.

Erste Idee: Je 3 nebeneinander auf eine Base. Mehr als 3 wollte ich erstmal nicht nehmen, will ja irgendwann mal fertig werden. Bei einzelnen Basen und je einer knienden und einer stehenden Schützenlinie braucht das Ganze relativ viel Platz: 5cm breit, 2x5 cm tief. Manche Figuren brauchen aber mehr Platz wegen der Waffen oder Posen. Zudem ist es so schwer, sie versetzt aufzustellen. Gefällt mir noch nicht.



Also bin ich schnell darauf gekommen, die Jungs als größere Gruppe zusammenzustellen. Hat auch den Vorteil, dass man hinterher mit weniger Elementen hantieren muss. Erstmal so kompakt wie möglich: 6x7cm. Das ist zu eng, der hintere steht schon außerhalb der Markierung.



Zudem ragen die Gewehre vorne übers Base. Also einen Zentimeter mehr, und etwas enger zusammen.



Es gibt aber wie gesagt auch andere, breitere Figuren, und solche mit langen Bajonetten, die dürfen nicht überstehen. Und weil die Bases einheitlich sein sollen, kriegen alle die gleiche, jetzt recht großzügige von 7cm breit und 9 cm tief. Die Musketiere mit wechselbaren Köpfen sind plastischer und brauchen mehr Platz. Bisschen Basesgestaltung soll ja auch noch sein.



Bei 7x9 haben die klassischen Figuren der ersten Generation halt etwas mehr Beinfreiheit.



Es gibt aber auch andere, die das Gewehr quer halten (das ist bei der Figur extra und noch nicht montiert), und die brauchen auch mehr Ellbogenfreiheit.



Also passen auf die „Universalbase“ 6 Figuren drauf. Für eine Einheit aus 3 Bases sind das links und rechts je 6 Mannschaften, in der Mitte Offizier, Trommler, Fähnrich, und Rest Mannschaft. Oder 2 Reiter, das habe ich auch gecheckt. Hier mal eine wilde Horde aus den billig gekauften fertig bemalten (die Zombieaugen werden weggepinselt, keine Sorge), die eine komplette Einheit darstellen.



Habe sogar ein Regiment gefunden, auf das das Farbschema passt, die Bayerische Preysing Infantrie. Nach ein bisschen Aufhübschen ist das die erste Einheit der Gegenpartei zu den Preußen. Die vermehren sich auch gerade, dazu ein andermal mehr.

Gruß, Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »preussischblau« (10. Januar 2017, 10:34)


Razgor

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23

Freitag, 5. Februar 2016, 20:28

Hi Stefan,
witziges Projekt, die Figuren sind für mich gewöhnungsbedürftig... aber
wer kann schon sagen, dass er sich seine Armee selbst gegossen hat ? :thumbsup:

Nimm für die Basierung doch einfach gängige Wargaming-Größen.
4 x 4 cm mit 4 Minis drauf oder (wenn du eine tiefere Base brauchst) 4cm Breite und 5cm Tiefe.
Wenn das gar nicht passt, da die Miniaturen eventl. doch zu groß sind, dann vielleicht 5x5cm.

Für die gängigen Wargaming-Systeme ist das völlig ausreichend und passend. Bei den meisten
Wargaming-Regeln zählt nicht die Anzahl der Figuren sondern die Anzahl der Elemente/Basen.

Wie auch immer, freue mich auf deine weiteren Fortschritte.

mike-72

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24

Freitag, 5. Februar 2016, 21:12

..ich muss sagen dein Thema macht derart Laune, dass ich am liebsten meinen Kocher anwerfen würde und die Formen aufreihen ................ :thumbsup:

preussischblau

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25

Freitag, 5. Februar 2016, 21:22

Hallo Razgor,

Ich habe ja mit genau den kleinen Größen angefangen und oben ausgeführt, weshalb das mit den großen Figuren nicht hinhaut: Lange Bajonette, Reihen hintereinander zu raumgreifend. Und weil ich eh beide Parteien stricke, müssen ja nur die zueinander passen; unwahrscheinlich, dass es noch einen Beknackten gibt, der aus den Figuren ne Armee zusammenschüttet. :blink_1_2:, es sei denn....

Öhm, Mike... machdoch :clapping:

Gruß, Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »preussischblau« (5. Februar 2016, 21:36)


mike-72

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26

Freitag, 5. Februar 2016, 21:29

....ich weiß derzeit kaum wo mir der Kopf steht, von daher wäre jedes weitere Projekt zum scheitern verurteilt aber .....irgendwann mal, mal sehen und so lange erfreue ich mich an deinem Thread :thumbsup:

Hanno Barka

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27

Freitag, 5. Februar 2016, 22:16

Wenn Du nicht so weit weg wohnen würdest... meine Formen sind sorgfältig verstaut und jederzeit mobilisierbar und ich hab noch an die 100 Fguren rumliegen :)
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Fritz II.

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28

Freitag, 5. Februar 2016, 22:34

Cooles Projekt und erinnert mich auch an meine Kindheit. Lang, lang ists her. ;(
„Und wenn der große Friedrich kommt
Und klopft nur auf die Hosen,
Dann rennt die ganze Reichsarmee,
Panduren und Franzosen.“

Deutsches Spottlied über die Reichsarmee und Franzosen nach der Schlacht von Rossbach November 1757 [size]


Mein Figuren-Blog: http://www.dreispitz.blogspot.com :D

preussischblau

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Samstag, 6. Februar 2016, 21:19

An vielen Stellen, erst kürzlich hier im Forum, kann man ja schicke Anregungen zur Gestaltung von Markern holen. Ich wollte auch welche und habe eine befreundete Laserfirma gebeten, mal ein paar zu machen. 40 Stück, um genau zu sein. Das sollte erstmal reichen.

Die Marker sind 5x5 cm groß und bestehen aus 5 Teilen:
  • Unterteil 3 mm MDF
  • Ziffern 1 mm MDF
  • Oberteil mit 2x2 cm Aussparung 3 mm MDF
  • Schraube M 3 mit Senkkopf 12 mm
  • Selbsthemmende Mutter M3




Als Vorbereitung habe ich eine Zeichnung erstellt, auch um zu probieren, ob man denn ein Motiv für ein Mini-Diorama unterbringen kann. 5 cm reichen für eine liegende Figur. Der Schrifttyp für die Ziffern ist eine Bodoni, diese klassische Antiqua ist seit Anbeginn des Buchdrucks (wir erinnern uns, 1458 ) mit dabei, passt also auch ins 18. Jahrhundert. Der Laser, mit dem sie geschnitten sind, weniger, aber man kann nicht alles haben.

Bei den Schrauben wollte ich aber nen klassischen Schlitz, nicht so einen neumodischen Imbus oder Torx oder so. Heute kamen die Schrauben denn auch – schon klasse, dieses Internet, 3 Tage nach Bestellung alles da, wenn ich dran denke, wie lange man früher wegen solcher kleinen Schräubchen rennen musste. Edelstahl, auch das noch.

Also erstmal zwei Prototypen gemacht. Auf der Rückseite wird die Senkkopfschraube ordnungsgemäß versenkt.



Und siehe da, die Schraube passt.



Dann werden die Teile grundiert und mit weiß, blau und grün lackiert. Natürlich war ich zu ungeduldig und habe die Farbe nicht lange genug trocknen lassen, daher gab es ein bisschen Schwund und die Farbe ist abgeschrappt – Prototypen halt.



Es stellt sich heraus, dass, obwohl dünn mit der Spritzpistole aufgetragen, die Farbe etwas aufträgt. Um das auszugleichen, muss auch vorn die Mutter auch ein bisschen versenkt eingebaut werden. Aber das ist sogar ein Vorteil, denn dadurch steht die Mutter nicht so stark heraus, die Fläche ist etwas ebener und lässt sich leichter gestalten: Zum Start erstmal das gefärbte Teddyfell als Grundlage.





Die Ränder werden mit brauner Erdfarbe gestaltet



Ein bisschen Sand und kleine Steinchen kommen in die Farbe, zusammen mit etwas Holzleim.



Test auf dem Teddyfell, das später die Spielfläche darstellen soll.



Mit Blick auf die Unterlage, die ich zum Spritzen genommen habe, bin ich auf die Idee gekommen (ganz schön spät), die Ziffern als Schablone zu verwenden, statt aufzukleben. Funktioniert auch, wenn man denn direkt von oben sprüht und die Schablone nicht seitlich weggepustet wird. Ich behaupte einfach, das war Absicht mit der 3... weil der Stapel dann schmaler ist, muss die Mutter oben nicht mehr versenkt werden.



Okay, das waren die Prototypen. Das Prinzip funktioniert, also gleich die erste Serie mit 10 Stück. Erst alle ansenken.



Mit der Spritzpistole geht das Grundieren und auch lackieren recht zügig.





Ich habe ein bisschen mit Farben herumhantiert: Es gibt blau für die Preußen, weiß-rot für die Österreicher, hellblau die Bayern… zwar soll nicht jede Einheit genau ihre Regimentsfarben bekommen, aber ein bisschen ja schon. Grün wird der Universalmarker.



Ich weiß zwar noch nicht, welche Farben, aber erstmal ein Mix zum Start. Bleiben noch 28, die später drankommen.



Erstmal habe ich die Prototypen mit Fell versehen, die anderen kriegen andere Motive. Gefallene, weggeworfene Waffen, zerbrochene Räder… das bleibt noch ein bisschen was zu tun.



Testweise mal an bereits basierte Figuren gelegt. So wie der Streifen Fell soll später die Spielmatte aussehen, wenigstens zum Teil. Klar wird die Figur später angepinselt.



Zum Abschluss das Zwischenergebnis: Die Prototypen entsprechen dem, was ich mir vorgestellt hatte, das Prinzip funktioniert, es gibt eine Variante mit gesprühten Zahlen, und die ersten 10 trocknen erstmal.



Das waren die Erschöpfungsmarker. Jetzt brauche ich noch Marker für Unordung. Bisher habe ich einen netten gesehen mit Unteroffizier und Sponton, als Hinweis, dass die Unteroffiziere für Ordnung sorgen. Bin noch nicht sicher, ob ich das so gut finde, mir fällt aber auch keine gute Visualisierung für den Begriff „Unordnung“ ein, der auf ein kleines Diorama passt. Vielleicht was „Verschlüsseltes“? Herumliegende Munitionskisten? Umgefallener Sack? Hm...

Gruß, Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »preussischblau« (10. Januar 2017, 10:44)


Riothamus

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30

Samstag, 6. Februar 2016, 22:22

Vielleicht einzelne Räder oder Wagenachsen? Deichseln und zurückgebliebene Waffen? Kanonenrohre oder ein fliehendes Pferd? Pionierausrüstung oder sinnlos herumliegende Faschinen?
Gruß

Riothamus

Bemalte Miniaturen 2017:

28 mm: 21 Schafe, 1 Hund, 2 Zivilisten
Reiskörner: 400 Infanteristen v1.0 (7 Regimenter), davon v2.0: 268 Infanteristen (4 Regimenter)
1 Schneller Raumkreuzer Orion VIII Durchmesser 10 cm

Bemalzeit ab März 2017: 26 h

chris6

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Sonntag, 7. Februar 2016, 09:20

Weiterhin: Superprojekt!

Leider gefällt mir persönlich das Teddyfell garnicht. Irgendwie sieht es für mich mehr nach grünem Bodennebel aus. Aber das ist sicher eine Frage was man bisher selbst verwendet hat. Das gefällt einem nämlich aus Gewohnheit besser. :D

Die "Zähler" finde ich grundsätzlich gut, aber für mich wären sie zu groß. So einzel neben der Einheit sieht es noch ok aus, aber , wenn da erstmal 5 Einheiten mit jeweiligem Zähler stehen, dann ist einfach sehr viel Spielfläche mit Zählern belegt, das wäre nicht mein Ding. Da fände ich einen kleinen Würfel weniger die Optik stöhrend. Aber auch hier sicher eine Frage des persönlichen Geschmacks.

preussischblau

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Sonntag, 7. Februar 2016, 19:12

Moin,

Das Teddyfell ist jetzt erstmal Option 1, weil leicht zu transportieren und relativ unempfindlich. Und wenn ich mir ansehe, was man draus machen kann, das ist schon beeindruckend. Hiervon habe ich mich inspirieren lassen:

http://scheckssyw.blogspot.de/2012/01/te…xperiments.html
http://scheckssyw.blogspot.de/2012/08/ne…d-finished.html
http://scheckssyw.blogspot.de/2014/07/su…-pomerania.html

Trotzdem werde ich auch Bases anders gestalten, fertige Grasbüschel, Stein & Drybrush, oder auch elekrostatisch aufgebrachtes Gras. Die kleinen Mini-Dioramen sind ja prima für solche Experimente geeignet.

Gruß, Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »preussischblau« (7. Februar 2016, 19:27)


Pappenheimer

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Mittwoch, 10. Februar 2016, 13:27

@ Preussischblau

Die Fotos sind sehr inspirierend. Was mich stören würde, wären die immer gleichen Posen (das sogar bei der Kavallerie teilweise). Das Problem habe ich bei Linieninfanterie bisweilen auch. Ich habe mir schon überlegt wie ich meine Franzosen bei Standardsets interessanter gestalten kann. Z.B. mal nen Freiwilligen in ziviler Kluft oder wenigstens zivilen Westen drunter mischen. Bei nem Bataillon mit geschulterten Musketen, kann man auch einen mit gefällter Muskete drunter mischen. Sowas kommt auch mal vor, dass einfach durch Erschöpfung von sich aus sonstwas mit der Wumme angestellt wird und da werden die damals auch ihre Probleme gehabt haben.

Das Teddyfell auf der Base finde ich nur konsequent, wenn Du die Matte bzw. die Segmente einer Platte auch damit gestalten willst. Ich handhabe es auch so, dass die Bases insgesamt grüner Modelleisenbahnrasen genauso wie mein Terrain werden. Hauptsache es sieht für Dich in sich stimmig aus.

Teddyfell finde ich auch von daher gut, weil die Minis eh ein bisschen Spielzeugcharakter durch ihre Posen etc. haben. Da passt doch Teddyfell zum Spielzeug-Look.

Du kannst Dir auch mal die Homepage von Keith Flint (der Autor von Honours of War) anschauen. Der arbeitet auch viel mit alten Sets, die er aufgekauft hat. Die Bemalung ist entsprechend simpel, ohne großartige Schattierungen. Das wirkt dann auch insgesamt mit den simplen Matten, die er verwendet, ziemlich Old School, was eben auch seine Absicht ist. Für mich ist das einleuchtend und gefällt mir besser als ein Mix aus spielzeughaften Figuren und realistischem Gelände.

chris6

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Mittwoch, 10. Februar 2016, 15:26

Lustig! Mir gefällt das Teddyfell nicht, aber gerade die Tatsache, daß alle in der gleichen Pose sind finde ich sehr stimmig. Passt mE super zur Zeit und zum Toy-Soldier-Flair. Aber so ists...jedem sein Plaisirchen.... :D

35

Mittwoch, 10. Februar 2016, 16:03

Lustig! Mir gefällt das Teddyfell nicht, aber gerade die Tatsache, daß alle in der gleichen Pose sind finde ich sehr stimmig. Passt mE super zur Zeit und zum Toy-Soldier-Flair. Aber so ists...jedem sein Plaisirchen.... :D

:thumbsup:

preussischblau

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Samstag, 13. Februar 2016, 23:18

Gras und Marker Experimente

Ich wollte mal ein paar Marker statt mit Teddyfell mit statischem Gras und Kram drumherum beflocken. Dabei hilft mir ein Begrasungsgerät, das mir ein Freund mal gebaut hat. Der ist vom Fach und das Ding funktioniert blendend. Als Vorratsbehälter für das Gras dient ein kleines Sieb. Das sollte man lieber nicht berühren und nur am isolierten Griff anfassen, sonst gibt’s was auf die Pfoten. Unangenehm, aber ein Kuhzaun ist viel heftiger. Hier der Experimentiertisch mit Markern und Bases und jeder Menge Bio-Grassorten. Lactosefrei!



Erst wird der Untergrund mit der Sprühflasche angefeuchtet.



Dann kommt verdünnter Holzleim drauf, etwa 3 Teile Wasser, ein Teil Leim.



Dann kommt Woodland Turf drauf. Das ist gefärbter und klein geriebener Schaumstoff. Der bildet zusammen mit dem Kleber die Basis für das Gras. Es klebt besser, wenn es in den Schaumstoff geschossen wird, da es dann nicht nur auf der Spitze klebt.



Dann nochmal Sprühflasche und Kleber. Das Einweichen mit der Sprühflasche ist nötig, weil sonst der Leim abperlt. Dann wieder verdünnter Holzleim. Ein paar Papierstreifen sorgen dafür, dass ein paar Ecken frei bleiben. Die kleine Klammer ist nicht zum Festhalten des Plättchens, sondern da ist der Gegenpol des Begrasungsgerätes angeschlossen. Damit wird der flüssige Kleber zum Gegenpol zum Sieb. Nass in Nass ist angesagt, sonst funktioniert das Ganze nicht richtig.





Jetzt wird’s spannend – Hochspannend. Der Trick ist eine hohe Spannung, aber sehr niedriger Strom. So bringt man mit dem Strom aus der Steckdose keinen um. Auch sich selber nicht. Schon praktisch.



Ich habe 5 oder 6 Grassorten probiert, kurz, mittel und lang verschiedene Farben. So sieht’s mit 3 Sorten Gras aus.



Dann die Papierschnipsel weg…



… und Sand und Steinchen drauf, und ein bisschen dunkelgrünes Unkraut-Turf.



Wieder fixieren mit verdünntem Holzleim. Morgen isses trocken. Dann anpinseln und granieren.



Gab kürzlich eine Diskussion zum Thema begrasen . Weil ich auch neugierig war, hab ichs mal ausprobiert: Nach dem Holzleim ein weiterer Versuch mit Gummiarabicum, das bekannteste hierzulande ist Fixogum. Ein elastischer, wieder ablösbarer Grafikerkleber. Leider recht teuer.



Auch hier muss alles miteinander verbunden sein, damit die Spannung zwischen dem feuchten Kleber und dem Sieb die Fasern senkrecht stellt. Der Kleber enthält aber Lösungsmittel und ist nicht auf Wasserbasis. Geht zwar, aber weniger Action als beim Holzleim.



Das Ergebnis überzeugt mich im Gegensatz zum Holzleim weniger. Ist ja auch kein Turf da, der eine Klebefläche bildet. Noch glänzt der Leim, mal trocknen lassen. Frage war ja, ob der gummiartige Leim später die Fasern flexibel und belastbar hält. Ich würde mal sagen, eher nicht.



Um die Mitte zu füllen, mal Sand drauf. Näh, das ist nix.



Also doch wieder fluten mit verdünntem Holzleim. Morgen mal die getrocknete Version anschaun.



Zum Schluss noch eine fette Wiese: Sehr lange herbstgrüne Fasern, und etwas kürzere ockergelbe. Schön ist das elektrische Feld zu sehen.



So, fertig zum Trocknen.



Übrigens habe ich noch einen Test gemacht, wenn auch sehr unfreiwillig: Was passiert, wenn das iPhone eine Spannung von ein paar Tausend Volt abkriegt? Die Fotos sind ja im Abstand von wenigen Zentimetern gemacht. Und dusselig wie ich bin... Und: Es britzelt genauso, wie wenn man mit den Fingern hinkommt, aber das Fon funktioniert noch, Gottseidank. Hoffe mal, dass es keine Langzeitzicken kriegt. Puh.
Morgen, wenn alles trocken ist, nochmal nachschaun, und dann auch der Vergleich mit Teddyfell. Und Figuren, latürnich. Da hat sich auch was getan.

Gruß, Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »preussischblau« (10. Januar 2017, 10:47)


Dareios

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Sonntag, 14. Februar 2016, 04:12

Super Tutorial, da bin ich auf die finalen Stücke gespannt. Das Begrasungsgerät ist demnach an die Steckdose angeschlossen und nicht mit ner Batterie betrieben? Ich wollte mir sowas schonmal bauen, werde aber die Finger von Hochspannung lassen, da ich definitiv nicht vom Fach bin ;).

chris6

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Sonntag, 14. Februar 2016, 09:19

;( auch, wenn der Erbauer des Begrasungssiebes per Strom vom Fach ist....ich hätte Bedenken davor: :gamer4:

Trotzdem sieht das Grass 100000000000mal besser aus als Teddyfell! :thumbsup:

preussischblau

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Sonntag, 14. Februar 2016, 11:27

Hi

Ja, das Teil wird mit Netzspannung betrieben. Der Erbauer des Elektrostaten ist in Sachen Strom, Konzeption, Elekrtomechanik, Mechanik vom Fach: Das Teil ist so konzipiert, dass beim Überschreiten eines Grenzwertes Spannung und Strom zusammenbrechen und der Output selbst bei Kurzschluss ungefährlich ist. Zudem sind lange Strippen dran, damit die Elektronik weit vom Geschehen weg ist, das Ganze ist trotzdem spritzwassergeschützt, um kleckernden flüssigen Kleber zu überstehen, die ganze Elektronik ist zudem in Kunstharz eingegossen, so dass es keine Funkenüberschläge geben kann und selbst beim Runterfallen des Gerätes garnienix passieren kann. Diverse Härtetests haben das erwiesen :thumbsup:

Wie auch immer, die Alternativen funktionieren ja alle nach dem gleichen Prinzip und haben die Zulassung

Gras-Master 2.0
http://www.noch.de/de/gras-master-2-0-60135.html

Heki Flockstar
http://www.heki-kittler.de/flockstar.htm

Selbstbau aus einer Fliegenklatsche
http://www.bahn87.de/gras-master

Man kann auch eine elekronische Fliegenklatsche (gibts im Sommer wieder für nen Fünfer in jedem Supermarkt) direkt verwenden, aber das klappt nur mit kurzen Fasern. Bei der Faserlänge trennt sich Spreu vom Weizen, je mehr Spannung, besto besser stehen die langen Fasern aufrecht).

Aber es gibt ja inzwischen eine riesige Auswahl an fertigen Büscheln und Matten, ganz ohne Strom - aber halt deutlich teurer. Wobei das bei den kleinen Flächen hier keine Rolle spielt.

Gru, Stefan

preussischblau

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Sonntag, 14. Februar 2016, 13:58

Bases sind trocken

Die drei Bases sind jetzt trocken und der weiße Holzleim vollkommen transparent.



Dann kommt die Fixierung mit Haarspray. Das „Mega“ Starke aus dem Billigregal. Das mache ich draußen, denn das Zeug stinkt erbärmlich. Dann lieber raus in den Schnee…



Haarspray ist letztlich nix anderes als Kleber, der in leicht flüchtigem Lösungsmittel versprüht wird. Ich war nicht sparsam, es geht auch ohne Tröpfchenbildung. Aber egal. So sieht die mit langen Fasern begraste Wiese aus.



Das Lösungsmittel verdunstet recht schnell, und die Tröpfchen verschwinden.



Zum Schluss werden noch die Seiten grün bepinselt. Dann kann die Schlachtendeko drauf.



Hier das Gleiche nochmal für den Marker mit etwas kürzerem Gras und Steinchen drauf. Tröpfchen am Gras und vor allem glänzender Sand und Steine.



Steine und Sand bleiben glänzend, auch wenn der Kram getrocknet ist.



Also wird alles erdbraun bepinselt und graniert, und auch die Seiten wieder passend zum Untergrund grasgrün angepinselt. Jetzt noch ein paar verlorene Waffen drapieren, dann isser fertig.



Der mit Fixogum begraste Marker hat mich am wenigsten überzeugt: Obwohl recht kurze Fasern, bleiben die weniger gut stehen als die längeren dem Holzleim. Sie fallen auch leichter aus. Die anderen beiden, die mit Holzleim und Turf sowie Haarspray fixiert sind, erweisen sich als recht robust: Man kann mit dem Finger drüberstreichen, ohne dass Grashalme ausfallen. Selbst wenn sie runterplumpsen und auf die gestaltete Fläche fallen, gips keinen Haarausfall.

Ich glaube, ich habe eine kleine Marker-Obsession entwickelt, macht Spaß, die kleinen Dinger bunt zu machen und zu gestalten. Aber ohne Figuren helfen die Marker wenig, daher geht’s da auch weiter. Wird Zeit, mal wieder was zu gießen.

Gruß, Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »preussischblau« (10. Januar 2017, 10:48) aus folgendem Grund: Broken images des Freehosters repariert