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Knodd Olaffsen

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Montag, 25. Juni 2018, 13:59

Napoleonik ohne Knöpfe - ein Blücher 6mm Projekt.


Die Schlacht bei Quatre-Bras, von James Wollen.


Wie Ihr alle wisst, führe ich gemeinsam mit meinem Bruder jedes Jahr ein (mehr oder weniger) größeres Projekt durch, welches wir dann (hoffentlich auch wieder in 2019) auf der Hamburger Tactica und ggf. auf anderen Tabletop-Conventions präsentieren. Traditionell beginnt die "Saison" für uns immer irgendwann um den Jahreswechsel, wenn wir die Präsentation für Hamburg fertig machen.

In den vergangenen zwei Jahren haben wir uns ein wenig vom Historischen Kontext gelöst und - passend zum jeweiligen Schwerpunktthema der Tactica - mit "der Claymore Saga" und "Gorkamorka" etwas aus dem Bereich Fantasy/SciFi gemacht. Höchste Zeit also, zu den Wurzeln zurück zu kehren: es steht wieder etwas Historisches auf dem Programm!

Wer uns kennt weiß, dass wir uns selbst den Anspruch auferlegen, jedes Jahr etwas komplett neues zu machen. Persönlich glaube ich, dass ein großer Teil der "Messemüdigkeit" von Dingen kommt, die man genau so schon einmal gesehen hat. Wenn es also z.B. immer wieder die gleichen Platten-Module sind, auf denen die Schlachten ausgetragen werden, so fällt das "dem gemeinen Besucher" vielleicht nicht unbedingt direkt negativ auf, aber ich glaube es fehlt einfach das "neue".

Aber bevor ich nun Abschweife, schnell zurück zum Thema. Schon seit vielen Jahren beackern wir das Feld der Großtaktischen Systeme. Die Herausforderung, eine (wirklich) komplette Schlacht auf Armee-Ebene zu schlagen, die Nachschübe zu organisieren und immer eine bis zwei Stunden voraus denken zu müssen, ist einfach etwas ganz besonderes für uns. Um aber einen so "weiten" Blick auf eine Schlacht zu bekommen, muss man natürlich einen entsprechenden Maßstab wählen, der es überhaupt erst möglich macht, ein ganzes Schlachtfeld auf einem Spieltisch abzubilden. Für uns hat sich in den letzten Jahren immer mehr herausgestellt, dass 6mm der perfekte Maßstab hierfür ist! Warum? Nun es ist im Grunde ganz Simpel: Wenn Du 28mm Figuren benutzt, sieht das auf den ersten Blick natürlich umwerfend aus, allerdings bekommst du einfach die ganze Schlacht nicht auf die Platte, sondern spielst in der Regel immer nur einen kleinen Ausschnitt. Das Verhältnis von Einheitengröße (Also dem Platz, den die Einheit auf dem Tisch einnimmt) zur Größe des Schlachtfeldes lässt es einfach nicht anders zu, es sei denn Du hast zufällig eine Turnhalle zur Verfügung.

Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen den fantastischen Anblick, gut bemalter 28mm Armeen auf wunderschönen, ausgestalteten Spielplatten, aber es ist eben nicht das, was WIR präsentieren wollen. (Zudem gibt es genug andere Leute, die dieses Feld schon seit Jahren beackern und das auf ihre Weise ja auch gut tun.) Nein, was wir suchen - und was wir zu vermitteln versuchen - ist die Herausforderung, der sich ein Befehlshaber wirklich stellen muss: die Armee in Stellung zu bringen, die richtigen Truppen zur rechten Zeit am rechten Fleck zu haben - und das in der Regel schon einige Züge im Voraus planen zu müssen. Das mag jetzt vielleicht komisch klingen, aber wer einmal ein gutes großtaktisches Spiel (mit einem "echten" Befehlssystem) mitgemacht hat, der weiß wovon ich rede.

Ein schlauer Mann hat einmal gesagt:
Es gibt im historischen Tabletop zwei Themen an denen Du nicht vorbei kommst: Der 6. Juni 1944, allen als D-Day wohlbekannt, und die Schlacht von Waterloo und das endgültige Ende der Herrschaft Napoleons über Europa. An dieses Motto werden wir uns in diesem Jahr anlehnen. Zwar werden wir weder den D-Day, noch die Schlacht von Waterloo machen, sondern die Doppelschlacht von Ligny / Quatre Bras - und das ist nah genug dran, finde ich. ;-)

In den nächsten Tagen und Wochen wird es also mal wieder mehr zu dem Thema geben, vielleicht auch einen kleinen Vlog, wenn Ihr da Interesse habt?

In diesem Sinne,
Vive la France!
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Knodd Olaffsen

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Montag, 25. Juni 2018, 14:03

Gestern haben wir die Blücher Regeln einem ersten Test unterzogen.
Da Matze und mich bekanntermaßen 570 Kilometer Autobahn voneinander trennen, ist es leider nicht mehr möglich mal fix auf ein Spiel beim anderen vorbei zu fahren.

Als Notlösung haben wir uns "Vassal" (mit dem Modul DLG_Napoleonic) bedient, ein Online-Tool, dass sicherlich viele von Euch kennen werden.
Das ist zwar nicht immer ganz schick und manchmal auch komisch zu bedienen, aber seinen Zweck erfüllt es - und das soll uns erstmal reichen.


Vassal - nicht immer schön, aber praktisch.

In dem gespielten Szenario "Über die Donau" greifen vier Französische Corps die Österreicher an, die mit 3 Korps den Donauübergang halten sollen. Das Szenario ist das "offizielle Einstiegsszenario" für Blücher und kann auf der Website (https://sammustafa.com/downloads/#blucher) heruntergeladen werden.

Zum Schlachtverlauf:
Das Spiel begann mit einem Vorstoß der Franzosen über das Zentrum, die Österreicher begnügten sich damit, ihre Verteidigungsstellungen zu beziehen.
Als die Franzosen in Reichweite kamen, schnitt ein Österreichischer Kavallerieangriff tief in die Reihen der Angreifer und brachte so den Angriff auf der Linken Seite deutlich ins Stocken.
Der Vorstoß auf der rechten Seite entwickelte sich schnell zu einem zähen Ringen. Die Infanterieeinheiten gingen in den Feuerkampf über und verursachten vereinzelte Verluste.

In der zehnten Runde (also gegen Mittag) wurde das Gefecht pausiert, da es in der echten Welt schon so spät war, dass sich die Sesselgeneräle ins Schlafgemach zurück ziehen mussten. ;-)

Welchen Ersteindruck haben die Regeln hinterlassen?

  • Die Einheitenaktivierung ist simpel, der Mechanismus der Momentum-Punkte funktioniert sehr gut. Man kann sich nie sicher sein, welche Truppen man noch aktivieren kann. Es gilt also Schwerpunkte zu setzen und sich einen Plan zu machen, was man in dieser Runde erreichen will. Dieses Element der Ungewissheit ist für mich das, was ein gutes großtaktisches Spiel ausmacht.
  • Die Bewegung von Einheiten ist recht einfach gelöst, es wird unterschieden in "einfache" und "schwere" Bewegungsarten, die auf dem Spielfeld schon Sinn ergeben. Es gibt auch eine Reservebewegung, die hat in unserem Spiel allerdings keine Rolle gespielt.
  • Das Feuer der Artillerie wirkt auf den ersten Blick recht kräftig, das relativiert sich aber durch die limitierte Munition und das Sinken der Kampfkraft mit fortschreitendem Beschuss. Wir hatten nicht den Eindruck, dass die Artillerie einen unangenehm großen Einfluss auf das Spiel hatte.
  • Die Infanteriegefechte entwickeln sich langsam, in der Regel verliert eine Einheit 1 bis maximal 2 Elanpunkte pro Runde. Das ist ebenfalls recht Nachvollziehbar, wenn man sich anschaut wie viele Männer da tatsächlich pro Einheit kämpfen. Ein reines Feuergefecht dauert also mitunter den ganzen Vormittag.
  • Der Angriff der Kavallerie war verheerend. Zwei Einheiten pflügten komplett durch meine (unvorbereitete) Infanterie. Ich gebe zu, ich hätte die Einheiten des zweiten Treffens ins Karree gehen lassen sollen, habe das aber nicht getan um mal zu sehen was passiert. (Der Angriff der Kavallerie wäre von den Würfelwürfen her stecken geblieben, wenn ich im Karree gestanden hätte.) Was gut an der Sache ist: auch der Angreifer verliert bei einem Nahkampf automatisch an Elan, die Einheiten nutzen sich also recht schnell ab.
  • Die Menge an Einheiten (4 bzw. 3 Corps/Korps) waren für einen Spieler jederzeit beherrschbar. Viel mehr muss es, zumindest für den Einstieg, gar nicht sein. Da die Schlacht von Quatre Bras ähnlich aufgebaut ist wie dieses Szenario, sind wir also recht optimistisch.


Zusammenfassend kann man sagen, dass wir zufrieden mit dem Spieltest sind.

Als nächstes werden wir uns dann direkt an das Szenario Quatre Bras machen, ich freu mich drauf!


PS: Hier im Forum gibt es auch noch eine kleine Regel-Review von Conan: http://www.sweetwater-forum.de/index.php…&threadID=16731
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Knodd Olaffsen

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Montag, 25. Juni 2018, 14:06

Heute nur ein kurzes Update: Gestern Abend habe ich begonnen, die ersten Einheiten neu zu basieren.

Vor ein paar Jahren hatten wir schon einmal damit begonnen, 6mm Armeen für die 100 Tage auszuheben, dieses Projekt ist aber im Sande verlaufen.

Umso mehr freue ich mich, den alten Figuren nun endlich einen neuen Zweck zu geben!





Hinten auf die Bases kommen dann selbstgemachte Labels und ein Würfel (für das Festhalten des Elan-Wertes) drauf. Hier eine kleine Vorschau auf den aktuellen Arbeitsstand in Puncto Labels.



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Riothamus

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Donnerstag, 28. Juni 2018, 23:46

:thumbsup: , :thumbsup: , :thumbup: mit * und Lorbeerkranz.
Gruß

Riothamus

Bemalte Miniaturen 2017:

28 mm: 21 Schafe, 1 Hund, 2 Zivilisten
Reiskörner: 400 Infanteristen v1.0 (7 Regimenter), davon v2.0: 268 Infanteristen (4 Regimenter)
1 Schneller Raumkreuzer Orion VIII Durchmesser 10 cm

Bemalzeit ab März 2017: 26 h

D.J.

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Freitag, 29. Juni 2018, 06:58

Gefällt mir sehr, euer Projekt und ich hinterlasse direkt mal ein Abo :)
So, jetzt nimmt sich jeder noch ein Eis und dann reiten wir los. :D

Thomas Kluchert

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Freitag, 29. Juni 2018, 08:55

Wie immer sehr geil, was ihr da macht! Ich freu mich schon drauf! Um mal ein Zitat abzuwandeln: 6mm ist halt doch der Maßstab mit der großartigsten Wirkung. ;)

Knodd Olaffsen

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Donnerstag, 5. Juli 2018, 12:01

Danke, Leute!

Weiter geht's mit kleinen Schritten in Richtung Quatre Bras.
Ich habe die ersten drei Basen gestern mit einer ersten Beflockung versehen. Auch wenn noch reichlich Platz für eine Gestaltung wäre, will ich es zunächst erstmal schlicht halten - Details können am Ende dann noch folgen, wenn alle Basen fertig sind.
Als nächstes kommen dann die Labels dran, dann sind die ersten 3 Basen tatsächlich fertig.
Von da ab heißt es dann: Kleckern, nicht klotzen.






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Pappenheimer

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Donnerstag, 5. Juli 2018, 15:19

Dolle Truppen und ja, ich kann mittlerweile kleinen Maßstäben, was abgewinnen.

Aber was neues machen wollen und dann ausgerechnet 1815? Buah! Wie langweilig! ;)

Ich denke dennoch, das wird ein Hingucker.

Außerdem kann man bei dem Maßstab die Minis +/-10 Jahre sicher für alles mögliche nehmen oder kann man da nen Bardin-Schnitt von dem Vorgänger unterscheiden? :P

Bommel

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Donnerstag, 5. Juli 2018, 16:22

Kann man blücher bei Einen entsprechend großen Tisch auch in 28mm Spielen? Was sagen eure Erfahrungen dazu? Das würde mich interessieren. Das Problem der Anzahl der Minis stellt wich nicht.

Knodd Olaffsen

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Donnerstag, 5. Juli 2018, 16:38

Kann man blücher bei Einen entsprechend großen Tisch auch in 28mm Spielen? Was sagen eure Erfahrungen dazu? Das würde mich interessieren. Das Problem der Anzahl der Minis stellt wich nicht.
Absolut!
Da du alles in BW (Relation zur Basenbreite) misst, ist Skalierbarkeit kein Thema. :-)
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Decebalus

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Donnerstag, 5. Juli 2018, 16:50



Das ist ein Bild, das ich im Netz gefunden habe, zu Blücher in 28mm. Ist halt doppelt abstrakt: eine Base (hier durch zwei Basen auf einer Großbase dargestellt) ist eine ganze Brigade. Und die hat dann nur um die 8 Figuren.

Knodd Olaffsen

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Donnerstag, 5. Juli 2018, 16:55

Das ist ein Bild, das ich im Netz gefunden habe, zu Blücher in 28mm. Ist halt doppelt abstrakt: eine Base (hier durch zwei Basen auf einer Großbase dargestellt) ist eine ganze Brigade. Und die hat dann nur um die 8 Figuren.
Genau das hängt ja davon ab, wie viele Figuren Du für ein Base nutzt, niemand hält dich davon ab, mehr als 8 Figuren zu nehmen.
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Bommel

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Donnerstag, 5. Juli 2018, 18:07

Perfekt. Danke euch für die Info.

Decebalus

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Donnerstag, 5. Juli 2018, 18:46

Das ist ein Bild, das ich im Netz gefunden habe, zu Blücher in 28mm. Ist halt doppelt abstrakt: eine Base (hier durch zwei Basen auf einer Großbase dargestellt) ist eine ganze Brigade. Und die hat dann nur um die 8 Figuren.
Genau das hängt ja davon ab, wie viele Figuren Du für ein Base nutzt, niemand hält dich davon ab, mehr als 8 Figuren zu nehmen. [/size]


Naja. Es gibt rechnerische Grenzen.

Die tollen Blücher-Szenarien von der Old Meldrum Wargames Group gehen von einem 5*8 Fuß-Tisch aus. Ein größerer Tisch scheint mir kaum noch sinnvoll. Die benutzen die offizielle Breite der Base von 7,5cm. Nehmen wir mal 8cm Breite, da passen zwei 4cm Basen nebeneinander. Das sind 8 Mann (ok., bei Dirk Tietten 12 Mann). Jetzt kann man zwei Basen tief gehen, bekommt allerdings die Ritter-Sport-Optik. Das wären dann 16 Mann. Aber trotzdem nur 4 Reiter, denn zwei Reietr-Basen tief ist wohl kaum machbar. Wir können natürlich noch größere Basen nehmen, aber dann spielt man entweder nur noch einen Ausschnitt einer Schlacht (nicht gerade der Sinn von Blücher!?) oder verliert bei räumlich kleinen Schlachten jeden Raum drumrum. Von daher kann man wohl festhalten, dass man bei 28mm für Blücher ein sehr ausgeprägtes Verhätnis von Soldaten zu Miniaturen braucht.

Letztlich ist Abstraktion ja immer subjektiv. Was ist für mich noch glaubwürdig? Da Mustafa selbst in 28mm gespielt hat, ist das offensichtlich machbar. Aber es bleibt halt doch eine hohe Abstraktion.

Bommel

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Donnerstag, 5. Juli 2018, 19:05

Wollte die perry basen nehmen und davon 4 Basen mit jeweils 6 Mann. Darunter aber auch Plänkler und einen berittenen Offizier. Aber ich bin espannt auf eine Einführung in den Ferien. :D

Knodd Olaffsen

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Freitag, 6. Juli 2018, 07:50

Letztlich ist Abstraktion ja immer subjektiv. Was ist für mich noch glaubwürdig? Da Mustafa selbst in 28mm gespielt hat, ist das offensichtlich machbar. Aber es bleibt halt doch eine hohe Abstraktion.
Da hast Du absolut recht und das ist auch einer der Gründe, warum wir für großtaktische Spiele eben auf 6mm gehen. Du sollst ja auch das Gefühl haben, Truppenkörper zu befehligen und nicht nur ein paar Mann.

Zur Spielfeldgröße ist im Regelwerk ja ganz klar empfohlen, dass ein Tisch aus 6 Sektionen zu je 8 Basenbreiten im Quadrat bestehen soll, anhand dieser "Formel" kannst du dir ja ausrechnen, wie groß Deine Turnhalle sein muss, wenn du mit einer vernünftigen Anzahl an Figuren spielen möchtest. Ob das dann in 28mm noch spielbar ist, wenn du Einheiten mit sagen wir mal 20cm Basenbreite aufstellst, ist natürlich eine ganz andere Frage. ;)
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Sonntag, 8. Juli 2018, 10:18


Zur Spielfeldgröße ist im Regelwerk ja ganz klar empfohlen, dass ein Tisch aus 6 Sektionen zu je 8 Basenbreiten im Quadrat bestehen soll, anhand dieser "Formel" kannst du dir ja ausrechnen, wie groß Deine Turnhalle sein muss, wenn du mit einer vernünftigen Anzahl an Figuren spielen möchtest. Ob das dann in 28mm noch spielbar ist, wenn du Einheiten mit sagen wir mal 20cm Basenbreite aufstellst, ist natürlich eine ganz andere Frage.
Bei 4cm Basebreite wären wir dann wieder bei einer Tabletop-Standardgröße von 120cm x 180cm. Bei den oben gezeigten Doppelbasen mit 8cm Breite verdoppelt sich der Tisch dann mal eben auf 240cm x 360cm. Das ist dann schon nicht mehr in jedem Wohnzimmer darstellbar. Aber wie kommst du auf 20cm Basebreite?

Knodd Olaffsen

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Sonntag, 8. Juli 2018, 11:01

Na ganz einfach aus dem Beispiel oben.

Wenn wir annehmen dass du in 28mm spielen willst und deine Figuren auf 4cm basiert hast. Damit es "nach etwas aussieht" stellst du 5 Basen nebeneinander und formst damit eine Einheit. Das macht dann 20cm Basenbreite pro Einheit. :-)

Natürlich ist das nicht wirklich machbar im Spiel, hab ich ja eingangs schon erwähnt. Daher umgehen wir dieses Problem durch die Wahl eines geeigneten Maßstabs.
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Sonntag, 8. Juli 2018, 11:37

Reincarnator. Deine Rechnung stimmt übrigens nicht. 6 Sektionen heißt 3*2. Also bei der offiziellen Breite von 3" (=7,5cm) sind das 1,20 mal 1,80. Mit 4cm könntest du auf 72*96cm spielen.

Allerdings scheint diese Größe sehr knapp berechnet zu sein. Die meisten Szenarien im dazugehörigen Forum gehen eben doch von 5*8 Foot (=1,50*2,40) aus.

Bommel

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Sonntag, 8. Juli 2018, 14:05

Na das klingt doch machbar. Ich habe im Keller 1.80x 4m zur zeit. Das sollte also klappen. Aber ich wollte eh den Tisch auf 6m verlängern. Dann müsste es doch auf jeden Fall klappen.